"Ohhh, was ist das für ein tolles, unwirkliches Licht", denke ich als ich heute morgen an meinem Esstisch sitzend hinaus in den Wald schaue. Alles im Haus ist ganz still, mein Mann ist bereits zur Arbeit gefahren, die Kinder befinden sich noch im Land der Träume. Einem Impuls folgend stehe ich auf, schnappe mir meinen Becher Kaffee und gehe hinaus auf den Balkon. Hui, kalt ist es heute früh - ich schlinge sofort meinen kuscheligen Cardigan noch etwas fester um mich. Atme die kalte, klare Luft ein. Herrlich. Die Vögel liefern heute früh ein wahres Vogelkonzert. Die Bäume schlagen auch hier mittlerweile aus, der Fliederbusch hat schon richtig dicke Knospen. Ein Frühlingsmorgen, wie er schöner kaum sein könnte.
Und wie immer, wenn ein Tag so schön und vielversprechend beginnt werde selbst ich kleine Nachteule munter und überlege, was ich alles tolles heute machen kann. Ich könnte mal den Garten so richtig auf Vordermann bringen, mein Hochbeet bepflanzen und vorher dafür noch Saatgut im Blumenmarkt einkaufen gehen. Ich könnte aber auch mit den Kids in einen Tierpark fahren...obwohl ist doch ein bissel kalt draussen - vielleicht Schwimmbad? Wann war ich eigentlich das letzte Mal im Kino, ich wollte doch mit meinem Mann in diesen einen Film. Vielleicht wollen die Kids heute aber auch Freunde einladen. Vielleicht will ich heute mit einer Freundin Kaffee trinken? Sandra sollte ich unbedingt treffen, damit wir unseren diesjährigen Städtetrip konkreter planen können. Und auch Tina und ich wollten dieses Jahr wieder was zusammen machen...aber erst im Herbst, sodass das Planen noch Zeit hat. Und dann ist da noch die Vorfreude auf meinen Ausflug mit der Mädelsclique. Sollen wir am Wochenende unsere andere Clique zum essen zu uns einladen? Wollten wir ja bald machen. Ich könnte....HALT! Ich kann nicht. Wir leben in Zeiten von Covid 19. Es wird empfohlen, alle sozialen Kontakte weitestgehend einzuschränken. Die Kinder haben keinen Kiga und keine Schule. Ergo wird der heutige Spielpartner das Geschwisterkind und ich sein - wieder einmal.
Es sind schon seltsame Zeiten. Mir kommt es oft vor wie ein ganz schlechter Film. Surreal irgendwie - geht es euch auch so? Aber es ist real. Noch vor ein paar Wochen habe nicht im Traum daran gedacht, dass so etwas möglich wäre. In einem zivilisierten, wohlhabenden Land wie diesem mit guter Gesundheitsversorgung und ganz viel Freiheiten für jeden einzelnen. Aber nun leben wir plötzlich in Zeiten, in denen 2 Rollen Klopapier (sofern man überhaupt welche bekommt) ernsthaft im Supermarkt für 1,50€ verkauft werden und der Würfel frische Hefe auf einen pro Kunde begrenzt ist. Es sind Zeiten, in denen viele Menschen um ihre Existenz fürchten müssen, weil Läden, Restaurants, kulturelle Einrichtungen etc. geschlossen bleiben müssen. Es sind die Zeiten der Hamsterkäufe, die Menschen aus total egoistischen, unsozialen, dummen Gründen tätigen. Es sind Zeiten, in denen Kinder 5 Wochen keine Schule besuchen (falls es dabei bleibt) - beinahe soviel wie in den Sommerferien (und allein die letztgenannten zu überbrücken sind für berufstätige Eltern schon eine Herausforderung). Es sind Zeiten, in denen wir plötzlich nicht mehr so frei handeln und sein können, wie bisher. Es sind Zeiten in denen täglich steigende Zahlen von Infizierten - und leider auch Toten bekannt gegeben werden, es sind Zeiten in denen die Wirtschaft eine Vollbremsung hinlegt. Es sind Zeiten, in denen wir als Menschheit vor so grossen Herausforderungen (und Bedrohungen) stehen, wie seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr, nur ist diesmal der Gegner unsichtbar. Kurzum: es sind Zeiten, die einem ganz schön Angst machen können. Ausgang? Dauer? Ungewiss.
Wie gesagt: Sie können Angst machen. Und ich würde lügen, wenn ich bestreiten würde, dass ich angesichts der täglichen neuen Situationen und Infos auch ein flaues Gefühl im Magen habe. Ja, ich mache mir natürlich auch Sorgen. Ich habe Menschen, die ich sehr liebe und um die ich mich sorge. Ich habe Menschen mit erhöhtem Risiko in meinem näheren Umfeld. Und doch weigere ich mich schlichtweg, Angst zu haben. Angst hemmt, macht oft handlungs- und denkunfähig und kann schnell in Panik oder Hysterie ausufern. Aber schon allein wegen meiner Kinder möchte ich überlegt und besonnen agieren. Und so sage ich täglich fast mantramässig zu mir selbst: wir bleiben nicht zu Hause aus Angst. Wir bleiben zu Hause aus Mitgefühl, wir wollen niemand gefährden, nicht evtl. ungeahnt den Virus übertragen. Und mehr noch: ich habe für unsere Familie beschlossen, dass diese besondere Situation - mit Schulunterbrechung, social distancing etc. eine besondere Zeit für uns wird. Trotz allem Leid in dieser Welt, in diesem Land : eine besonders schöne Zeit. Denn jetzt haben wir mal wirklich viel Zeit miteinander. Kein Zeitdruck, kein Terminstress, keine Verpflichtungen, keinen überfüllten Kalender. Dafür ganz viel Zeit für das, was wirklich wichtig ist: für uns. Jeder für sich und wir alle zusammen .
Covid 19 zwingt uns alle, zu verzichten und auch das ein oder andere Opfer zu bringen. Selbst von den Kleinsten dieser Gesellschaft. Mein Sohn wurde letzte Woche 6 Jahre alt. Er konnte nicht mit seinen Freunden in Kindergarten feiern und daheim hatten wir nur eine sehr kleine, sehr intime, sehr schöne Feier. Und diese Tatsache hat mir noch etwas anderes bewusst gemacht: jede Krise hat auch bei all den schlimmen Seiten ( ich will da echt nichts beschönigen) etwas Gutes.
Zum Beispiel, dass Du wieder spürst, auf wen du dich im Zweifel wirklich verlassen kannst.
Zum Beispiel dass dir bewusst wird, wem du wirklich wichtig bist.
Zum Beispiel, dass wir als Familie noch stärker zusammenwachsen können, als bisher schon.
Zum Beispiel, dass plötzlich wieder Raum für Kreativität ist.
Zum Beispiel, dass wir mehr können, als wir uns selbst manchmal zutrauen.
Zum Beispiel, dass man die kleinen Dinge wieder mehr zu schätzen weiß.
Zum Beispiel, dass man auf einmal wieder wesentlich achtsamer ist, mit sich, mit seinem Umfeld, mit der Natur.
Zum Beispiel, festzustellen, für was alles man dankbar sein kann (und da gibt es bei jedem Einzelnen eine Menge).
In dieser schnelllebigen Zeit bleibt oft zu wenig Zeit übrig, um sich Dinge bewusst zu machen, sich wahrhaftig austauschen zu können, intensiv zu leben, oder über grundlegende Themen nachzudenken. Nun haben wir alle eine Vollbremsung hinlegen müssen. Nun haben wir alle für all das (und noch viel mehr) Zeit.
Fakt ist: wir werden diese Krise irgendwann überstehen. Vielleicht wird manches nicht mehr sein wie zuvor. Viele Firmen (da bin ich mir sicher) werden die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Zeit noch Jahre später spüren. Manche werden sich (zwangsläufig) völlig neu erfinden und durchstarten. Es kommt darauf an, wie wir als Mensch und als Gesellschaft mit der Krise umgehen.
Krisen können als Chancen wahrgenommen werden ...
... sich auf das Wesentliche zu konzentrieren
... wertschätzender, bewusster und behutsamer miteinander umzugehen
... Kontakte und Freundschaften intensiver zu pflegen
... dankbar zu sein
... nicht alles als selbstverständlich zu sehen
... Mut zu haben, um neue Wege zu gehen
...daran zu wachsen und über sich hinaus zu wachsen
Was ich nun also an diesem schönen Tag mit meinen Kindern gemacht habe? Wir haben unsere Aufgaben erledigt (Homeoffice, Homeschooling), dann habe ich Ihnen ihr Lieblingsessen gekocht und das Nachmittagsprogramm durften sie entscheiden. Sie haben sich dafür entschieden, dass wir zu unserer (glücklicherweise sonnigen) Lieblingsstelle im Wald gehen, dort picknicken und ich Ihnen eingemummelt in warme Decken vorlese. Das haben wir auch so gemacht, zwischendurch Quatsch gemacht, viel gelacht und über alles mögliche geredet. Damit waren sie schon überglücklich. Offensichtlich haben sie da vielen Erwachsenen was voraus: sich an kleinen Dingen erfreuen können 😉.
Ich wünsche Euch und Euren Familien, dass Ihr gesund bleibt. Dass Ihr trotz allem Schrecken die Zuversicht nicht verliert und dass Ihr Euch dazu entscheidet, diese Krise als Chance zu sehen...beruflich oder privat 💛 ✊.
Alles Liebe
Natascha
Mittwoch, 25. März 2020
Sonntag, 16. Februar 2020
"Besondere Begegnungen"
Ihr Lieben,
Den nun folgenden Textvhabe ich ganz spontan, aus einem Gefühl heraus letzten Oktober verfasst..und ihn bis heute nicht veröffentlicht . Weil ich unsicher war, ob das was ich sagen möchte, auch richtig rüber kommt. Ob es nachvollziehbar ist und nicht zu "übertrieben" wirkt. Wie gesagt, ich hatte eine bestimmte Gefühlsstimmung. Und nun - fast ein halbes Jahr später veröffentliche ich ihn doch. Ich bin zwar immer noch unsicher, aber er erschien mir einfach zu schade, um im Archiv zu verstauben...
Kennt Ihr das: Ihr seid an einem Ort, an dem Ihr a) vorher noch nie ward oder aber auch b) früher einmal ward...oder ihr trefft Menschen die ihr a)noch nie vorher gesehen habt, die Euch aber inspirieren oder b) die ihr schon sehr lange nocht mehr gesehen habt...und diese Begegnung ruft in euch ganz neue Gedanken wach, wirbelt Gefühle und Erinnerungen auf, die Euch beschäftigen...
So ist es mir heute gegangen. Ich war in der Katharinenhöhe - einer Rehabilitationsklinik für krebskranke Kinder, in der ich vor 20(!) Jahren mein FSJ absolviert habe. Auch wenn diese Einrichtung gar nicht weit weg von meinem Zuhause ist, war ich dort seither nur ein oder zwei Mal. Ob bewusst oder unbewusst vermag ich gar nicht zu sagen...wie ein Kapitel eines Buches das zu Ende ist und geschlossen wird. Weitere neue Kapitel folgen und das eine Kapitel (ohne das es vielleicht auch die anderen Kapitel nicht in der Art und Weise gäbe) gerät in Vergessenheit.
Heute jedenfalls hatte ich mich ehemaligen Arbeitskollegen, die ebenfalls vor 20 Jahren dort gearbeitet haben, als FSJ, als Erzieherin, als Praktikantin, als Zivi (gab es ja damals noch) getroffen. Leider konnte ich nur ein paar Stunden dabei sein, da ich noch andere Verpflichtungen hatte, aber ich bin froh, wenigstens kurz dazugekommen zu sein. Wir hatten ein Treffen mit dem Leiter der Klinik, der uns erzählt hat, wer vom Stammpersonal noch da ist oder wer in Rente gegangen ist und der uns auch durch die mittlerweile völlig neuen, modernen und tollen Räumlichkeiten geführt hat. Und als wir zu meiner "alten" Kindergruppe kamen, in der hauptsächlich tätig war, da hing an der Tür noch der gleiche Wochenplan (genauer gesagt die gleiche Kopiervorlage für den Wochenplan), wie zu meiner Zeit dort. Und irgendwie war es wie ein Nachhausekommen, irgendwie aber auch völlig fremd (ja klar, es sind auch total andere neue Räume). Das war ein seltsames Gefühl.
Und ich stand da und habe das alles einfach auf mich wirken lassen. Ich habe nie den Weg bereut, den ich eingeschlagen habe (weder beruflich noch privat). Und das tue ich jetzt auch nicht. Ich halte auch nichts davon, Dinge die nicht rückgängig zu machen sind zu bedauern, denn mein Weg war gut und alles hat auch irgendwie seinen Sinn - und ausserdem möchte ich immer nach vorne schauen. Aber zum ersten Mal nach all den Jahren, all der Zeit in der ich sehr wenig Gedanken an meine Zeit im FSJ "verschwendet" habe, habe ich mir gedacht, dass ich diese Zeit vermisse. Es war eine so manchmal energieraubende, anstrengende und unglaublich glücklich machende Arbeit. Es war soviel Sinn dahinter, was Du tust und Du hast tatsächlich von den erkrankten Kindern, oder von den Geschwisterkindern (die ein bisschen mehr Aufmerksamkeit so sehr genossen haben) oder von den Eltern so unglaublich viel zurück bekommen - das war genial, das war tief berührend und irgendwie auch unbeschreiblich! Ich meine hier nichts materielles, sondern schlichtweg aufrichtige Dankbarkeit, schonungslose Offenheit, unglaubliches Vertrauen und pure Herzlichkeit. In dieser Intensität und Häufigkeit habe ich das in meinen letzten 20 Berufsjahren nie wieder erlebt! Und dabei hatte ich auch in den Jahren nach meinem FSJ bis jetzt sehr viele, wunderschöne, bereichernde und /oder wichtige Begegnungen im Berufsleben. Natürlich hatte ich tolle Arbeitstage an denen ich nach Hause fuhr und mich freute, weil ich anderen geholfen hatte oder bei mir dachte: "Yes, das hast du gut gemacht". Aber wie gesagt, so häufig, so ehrlich und so intensiv....nie wieder. Ich habe damals ein Minigehalt bekommen und mir oft länger als 10 Stunden täglich den Arsch aufgerissen (die Arbeitszeitgesetze waren da noch nicht so streng / konkret), aber ich habe einen Sinn in all dem gesehen und ich habe es total gerne gemacht. Ich denke schon, dass die arbeitenden Menschen in der Katharinenhöhe auch heute noch diese Erfahrung in ihrem Arbeitsleben machen (ob es ihnen bewusst oder unbewusst ist...mir ist dieser Wert erst heute nochmal so RICHTIG bewusst geworden - nach 20 Jahren). Aber generell denke ich, dass in anderen Branchen (so wie ich sie in meinem Arbeitsleben kennengelernt habe) es so was nur vereinzelt gibt. Natürlich mag ich meine Arbeit sehr, ich habe mir meinen Weg bewusst heraus gesucht (okay und teilweise hat sich auch manches ohne mein Zutun ergeben) und selbstverständlich sehe ich in meinem heutigen Tun einen Sinn (sonst würde ich ja meinen Job wechseln). Aber wie gesagt, eine so intensive Zeit, eine so unmittelbare, wahre Reaktion auf meine Arbeit, das habe ich tatsächlich nie wieder gehabt. Ich weiß nicht, ob ihr das als Leser (die vielleicht eine ähnliche Erfahrung nicht gesammelt habt) nachvollziehen könnt, was ich meine. Diejenigen, die an dem Treffen dabei waren wissen es - und haben ganz ähnliche Empfindungen.
Jedenfalls war ich so beseelt von diesem Treffen, von diesem Zeitschritt zurück in die Vergangenheit, dass ich heute diese Zeilen einfach niederschreiben MUSSTE.
Alles, was ich bis jetzt erleben durfte - Höhen und Tiefen, alle Menschen, die mir begegnet sind, all diejenigen, die mir ans Herz gewachsen sind (und das sind nicht wenige - ich habe da viiieellll Platz 😉)...all das was ich lernen durfte, was mich geprägt hat, was mich zurückgeworfen und stärker gemacht hat...dafür bin ich unglaublich dankbar! Und es tut wirklich gut, sich das immer mal wieder bewusst zu machen...in Zeiten, in denen es nicht gut läuft und in Zeiten, in denen es sehr gut läuft. Alle Begegnungen, alle Fehler die wir machen, alle Erfahrungen machen uns zu den Menschen, die wir sind!
Und so hat er tatsächlich gut getan, dieser Nachmittag zurück in die Vergangenheit. In eine sehr intensive, lehrreiche Zeit, die ich erleben durfte. An die ich gar nicht mehr gedacht hatte...und die mir doch so viel zurückgegeben hat. Und so tue ich es doch - ich blicke zurück...und lächle.
Natascha
Donnerstag, 10. Oktober 2019
Wenn die Kinder selbstständig werden...
Wenn ich mich mit Freunden mit ähnlich kleinen (oder kleineren) Kindern unterhalte, habe ich oft den Eindruck, dass ein Thema in ganz vielen Eltern zwiespältige Gefühle weckt:
Dad Thema: Wenn die Kinder selbstständig(er) werden.
Und auch mir geht das so. Einerseits ertappe ich mich manchmal dabei (gerade wenn ich selbst hundemüde bin oder noch massig viel zu tun habe), dass ich mich schon darauf freue, wenn meine Kinder mal alt genug sind, sich selbst ins Bett zu bringen. Wenn ich in Ruhe meinen Aufgaben nachgehen kann. Dann wiederrum geniesse ich genauso unser aktuelles Abendritual. Das gemeinsame Abendessen, das Zähne putzen, vorlesen, knuddeln und schliesslich auch ins Bett bringen.
Einerseits finde ich es supertoll, wie gut ich mich mit meinen Kindern unterhalten kann, selbst zu kritischeren Themen (kürzlich habe ich mit meiner Tochter ernsthaft über den Waldbrand im Amazonas gesprochen - sie hatte was dazu im Radio aufgeschnappt und mich gefragt). Ich finde es faszinierend, welch kluge Gedanken meine Kinder haben und bin manchmal völlig platt, über welch (ungeahnten) Wortschatz sie bereits jetzt verfügen. Dann aber nervt es mich manchmal auch wieder, wenn sie einfach pausenlos reden, ich vielleicht in etwas vertieft bin und dann vor lauter Gequatsche keinen klaren Gedanken fassen kann.
Einerseits bin ich happy, wie viel meine beiden schon selbstständig können. Wenn ich mir aber vor Augen führe, dass meine Tochter bereits in der dritten Klasse ist und mein Sohn nächstes Jahr eingeschult wird, kann ich es ebenso manchmal kaum fassen und könnte heulen, weil die Zeit so rast.
Aber generell ist eines zu sagen: ich möchte meine Kinder zu selbstständigen Menschen erziehen. Ich möchte nicht, dass sie mit 48 Jahren noch im Hotel Mama wohnen, sich bekochen lassen und ich die schmutzige Wäsche aus ihren Zimmern aufsammle (eine absolute Horrorvorstellung).
Meine Mutter hat mich immer verwöhnt, was den Haushalt anging. Ja echt. Ich musste nie waschen, selten abwaschen, nie kochen...ihre Devise war immer dass sie sich gerne darum kümmert. Und ich glaube, sie brauchte auch das Gefühl, gebraucht zu werden. Das verstärkte sich vor allem, als meine Schwester auszog und ich als letztes Küken im Nest saß. Ich kannte das nicht anders und habe daher nie hinterfragt, ob ich mehr mitanpacken sollte oder nicht. Dabei war ich immer sehr hilfsbereit eingestellt und hätte auch jederzeit bereitwillig geholfen, wenn es mir bewusst gewesen wäre oder ich gefragt worden wäre. Fakt ist: meine Mama starb sehr jung und sehr plötzlich. Und sie ließ mich zurück. Das "Küken in ihrem Nest", das nie wirklich zur Selbstständigkeit erzogen worden war. Für mich hatte dieses einschneidende Erlebnis zur Folge, dass ich sehr schnell sehr erwachsen werden musste. Es war eine echt harte Zeit voller Trauer, Verzweiflung und Unsicherheit was zu tun ist. Wie man einen Haushalt führt, wusste ich ja gar nicht. Ich hatte ja auch nicht mal mit meiner Ausbildung begonnen und hatte ursprünglich geplant, mir erst nach den zwei Jahren Ausbildung was eigenes zu suchen. Und dann waren es nicht einmal ganze zwei Monate und ich hatte meine eigenen 4 Wände. Ich war völlig überrumpelt und war plötzlich auf mich allein gestellt, mit einer beginnenden Ausbildung, in einer eigenen Wohnung und ohne den bis dato wichtigsten Menschen in meinem Leben. Glücklicherweise weiss niemand, wann der letzte Atemzug ist, aber allein um meinen Kindern dieselbe harte Schule zu ersparen die ich durchleben musste, ist es mir wichtig, dass sie selbständig werden.
Konkret heisst das, dass meine beiden feste Aufgaben haben. Es ist nicht viel und doch ist es meiner Meinung nach wichtig, sodass meine Kinder es nicht schon voraussetzen, dass ich Ihnen alles hinterher räume. Sie räumen beide ihr eigenes schmutziges Geschirr nach dem Essen ab und abends räumen sie ihre Kleider eigenhändig auf - also schmutziges in die Wäschetrommel und den Rest zurück in den Schrank. Selbst mein Sohn mit 5 Jahren kann bereits seine Pullis zusammenfalten. Das klappt (wenngleich auch nicht immer perfekt, aber jeder hat ja mal klein angefangen). Und ich finde das auch nicht schlimm oder streng meinerseits. Es ist einfach ein erstes "mit-in-die-Verantwortung-nehmen" und ich denke, dass dieser Weg allemal einfacher ist, als wenn ich plötzlich meinem 14jährigen bis dato komplett verwöhnten Pubertier vermitteln will, dass die eigene Wäsche und das schmutzige Geschirr nicht meine (alleinige) Aufgabe ist. Bestimmt pflichten mir jetzt viele bei, sehen es vielleicht sogar - so wie ich - als Selbstverständlichkeit an, dass die Kids mithelfen. Und doch höre ich immer wieder, wenn meine Kinder anderswo essen von den erstaunten Eltern: "Sie/er hat einfach sein Geschirr nach dem Essen weggeräumt". Für meine Kids ist das längst selbstverständlich und natürlich freue ich mich auch immer sehr, wenn das auch anderswo ohne Aufforderung durch mich funktioniert.
Am Ende der Sommerferien wollte meine Tochter nicht in die Ferienbetreuung, ich jedoch musste vormittags arbeiten. Sie alleine zu lassen war für mich kein Problem , weil ich weiß , dass sie ein sehr zuverlässiges Mädchen ist und garantiert nicht die Wohnung in meiner Abwesenheit verwüstet. Und unabhängig davon wohnt ihre Oma ein Stockwerk unter uns...sollte also Not am Mann sein, ist eine Erwachsene nicht weit...
Wir haben das also versucht und ich muss sagen: es hat super geklappt 😊. Meine Kids sind generell Kids, die sich auch gut und gerne mal allein beschäftigen. Die das manchmal regelrecht "zelebrieren", es geniessen und auch brauchen - die Zeit für sich alleine. Und auch das gehört für mich zur Selbständigkeit dazu, dass sie sich alleine beschäftigen können und nicht permanent irgendein Beschäftigungsangebot brauchen. Und das wiederrum bedeutet auch für mich als Person fernab vom "Mama-dasein" (welches ich übrigens liebe) eine Menge "Freiheit", Möglichkeiten auch meinen Hobbies nachzugehen oder ganz einfach auch mal relaxter - ohne Multitasking - den Haushalt zu schmeissen.
Und nicht nur, dass sie "allein zu Hause" war, ich habe ihr für jeden Tag eine kleine To-do-Liste geschrieben. Diese bestand aus kleinen, zu bewältigenden Aufgaben. Zum Beispiel aus: Tisch abräumen, Spülmaschine aus- /einräumen, ihr Zimmer aufräumen, Müll runter bringen...meist 2 Aufgaben, die sie jeden Vormittag einfach (und ohne grossen Zeitaufwand) bewältigen konnte. Manche werden jetzt vielleicht denken "die Arme". Aber hat sie sich auch als "armes Kind" gefühlt? Mitnichten. Sie war stolz wie Bolle, das zu erledigen und mir zeitgleich tatsächlich sehr zu helfen. Und sie hat es jedem erzählt, was sie ganz alleine gemacht hat. Und ich hab mich natürlich auch gefreut, klar!
Gestern morgen - wir saßen beim Frühstück - hatten meine beiden die Idee, dass sie ihr Vesper für die Schule / Kindergarten selbst richten könnten. Und das haben sie auch gemacht, sie haben sich ihre Brote geschmiert, Obst und Gemüse geschnippelt und alles ordentlich eingepackt. Ich war völlig perplex, dachte an versteckte Kamera oder ähnliches...
...und ich war stolz. Auf diese beiden kleinen Wesen, die doch schon so groß sind. Die schon jetzt selbständig sind und es von Tag zu Tag mehr werden. Und doch ist da wieder dieser Zwiespalt. Stolz einerseits ... andererseits 😭 sie werden so schnell gross 😆...
P.s.: meine Schwägerin hat mir kürzlich aus einer Zeitschrift einen Artikel- passend zum Thema - herausgetrennt. Ich fand's interessant und stelle ihn euch deshalb hier mal ein...gern geschehen 😉
LG
Natascha
Dad Thema: Wenn die Kinder selbstständig(er) werden.
Und auch mir geht das so. Einerseits ertappe ich mich manchmal dabei (gerade wenn ich selbst hundemüde bin oder noch massig viel zu tun habe), dass ich mich schon darauf freue, wenn meine Kinder mal alt genug sind, sich selbst ins Bett zu bringen. Wenn ich in Ruhe meinen Aufgaben nachgehen kann. Dann wiederrum geniesse ich genauso unser aktuelles Abendritual. Das gemeinsame Abendessen, das Zähne putzen, vorlesen, knuddeln und schliesslich auch ins Bett bringen.
Einerseits finde ich es supertoll, wie gut ich mich mit meinen Kindern unterhalten kann, selbst zu kritischeren Themen (kürzlich habe ich mit meiner Tochter ernsthaft über den Waldbrand im Amazonas gesprochen - sie hatte was dazu im Radio aufgeschnappt und mich gefragt). Ich finde es faszinierend, welch kluge Gedanken meine Kinder haben und bin manchmal völlig platt, über welch (ungeahnten) Wortschatz sie bereits jetzt verfügen. Dann aber nervt es mich manchmal auch wieder, wenn sie einfach pausenlos reden, ich vielleicht in etwas vertieft bin und dann vor lauter Gequatsche keinen klaren Gedanken fassen kann.
Einerseits bin ich happy, wie viel meine beiden schon selbstständig können. Wenn ich mir aber vor Augen führe, dass meine Tochter bereits in der dritten Klasse ist und mein Sohn nächstes Jahr eingeschult wird, kann ich es ebenso manchmal kaum fassen und könnte heulen, weil die Zeit so rast.
Aber generell ist eines zu sagen: ich möchte meine Kinder zu selbstständigen Menschen erziehen. Ich möchte nicht, dass sie mit 48 Jahren noch im Hotel Mama wohnen, sich bekochen lassen und ich die schmutzige Wäsche aus ihren Zimmern aufsammle (eine absolute Horrorvorstellung).
Meine Mutter hat mich immer verwöhnt, was den Haushalt anging. Ja echt. Ich musste nie waschen, selten abwaschen, nie kochen...ihre Devise war immer dass sie sich gerne darum kümmert. Und ich glaube, sie brauchte auch das Gefühl, gebraucht zu werden. Das verstärkte sich vor allem, als meine Schwester auszog und ich als letztes Küken im Nest saß. Ich kannte das nicht anders und habe daher nie hinterfragt, ob ich mehr mitanpacken sollte oder nicht. Dabei war ich immer sehr hilfsbereit eingestellt und hätte auch jederzeit bereitwillig geholfen, wenn es mir bewusst gewesen wäre oder ich gefragt worden wäre. Fakt ist: meine Mama starb sehr jung und sehr plötzlich. Und sie ließ mich zurück. Das "Küken in ihrem Nest", das nie wirklich zur Selbstständigkeit erzogen worden war. Für mich hatte dieses einschneidende Erlebnis zur Folge, dass ich sehr schnell sehr erwachsen werden musste. Es war eine echt harte Zeit voller Trauer, Verzweiflung und Unsicherheit was zu tun ist. Wie man einen Haushalt führt, wusste ich ja gar nicht. Ich hatte ja auch nicht mal mit meiner Ausbildung begonnen und hatte ursprünglich geplant, mir erst nach den zwei Jahren Ausbildung was eigenes zu suchen. Und dann waren es nicht einmal ganze zwei Monate und ich hatte meine eigenen 4 Wände. Ich war völlig überrumpelt und war plötzlich auf mich allein gestellt, mit einer beginnenden Ausbildung, in einer eigenen Wohnung und ohne den bis dato wichtigsten Menschen in meinem Leben. Glücklicherweise weiss niemand, wann der letzte Atemzug ist, aber allein um meinen Kindern dieselbe harte Schule zu ersparen die ich durchleben musste, ist es mir wichtig, dass sie selbständig werden.
Konkret heisst das, dass meine beiden feste Aufgaben haben. Es ist nicht viel und doch ist es meiner Meinung nach wichtig, sodass meine Kinder es nicht schon voraussetzen, dass ich Ihnen alles hinterher räume. Sie räumen beide ihr eigenes schmutziges Geschirr nach dem Essen ab und abends räumen sie ihre Kleider eigenhändig auf - also schmutziges in die Wäschetrommel und den Rest zurück in den Schrank. Selbst mein Sohn mit 5 Jahren kann bereits seine Pullis zusammenfalten. Das klappt (wenngleich auch nicht immer perfekt, aber jeder hat ja mal klein angefangen). Und ich finde das auch nicht schlimm oder streng meinerseits. Es ist einfach ein erstes "mit-in-die-Verantwortung-nehmen" und ich denke, dass dieser Weg allemal einfacher ist, als wenn ich plötzlich meinem 14jährigen bis dato komplett verwöhnten Pubertier vermitteln will, dass die eigene Wäsche und das schmutzige Geschirr nicht meine (alleinige) Aufgabe ist. Bestimmt pflichten mir jetzt viele bei, sehen es vielleicht sogar - so wie ich - als Selbstverständlichkeit an, dass die Kids mithelfen. Und doch höre ich immer wieder, wenn meine Kinder anderswo essen von den erstaunten Eltern: "Sie/er hat einfach sein Geschirr nach dem Essen weggeräumt". Für meine Kids ist das längst selbstverständlich und natürlich freue ich mich auch immer sehr, wenn das auch anderswo ohne Aufforderung durch mich funktioniert.
Am Ende der Sommerferien wollte meine Tochter nicht in die Ferienbetreuung, ich jedoch musste vormittags arbeiten. Sie alleine zu lassen war für mich kein Problem , weil ich weiß , dass sie ein sehr zuverlässiges Mädchen ist und garantiert nicht die Wohnung in meiner Abwesenheit verwüstet. Und unabhängig davon wohnt ihre Oma ein Stockwerk unter uns...sollte also Not am Mann sein, ist eine Erwachsene nicht weit...
Wir haben das also versucht und ich muss sagen: es hat super geklappt 😊. Meine Kids sind generell Kids, die sich auch gut und gerne mal allein beschäftigen. Die das manchmal regelrecht "zelebrieren", es geniessen und auch brauchen - die Zeit für sich alleine. Und auch das gehört für mich zur Selbständigkeit dazu, dass sie sich alleine beschäftigen können und nicht permanent irgendein Beschäftigungsangebot brauchen. Und das wiederrum bedeutet auch für mich als Person fernab vom "Mama-dasein" (welches ich übrigens liebe) eine Menge "Freiheit", Möglichkeiten auch meinen Hobbies nachzugehen oder ganz einfach auch mal relaxter - ohne Multitasking - den Haushalt zu schmeissen.
Und nicht nur, dass sie "allein zu Hause" war, ich habe ihr für jeden Tag eine kleine To-do-Liste geschrieben. Diese bestand aus kleinen, zu bewältigenden Aufgaben. Zum Beispiel aus: Tisch abräumen, Spülmaschine aus- /einräumen, ihr Zimmer aufräumen, Müll runter bringen...meist 2 Aufgaben, die sie jeden Vormittag einfach (und ohne grossen Zeitaufwand) bewältigen konnte. Manche werden jetzt vielleicht denken "die Arme". Aber hat sie sich auch als "armes Kind" gefühlt? Mitnichten. Sie war stolz wie Bolle, das zu erledigen und mir zeitgleich tatsächlich sehr zu helfen. Und sie hat es jedem erzählt, was sie ganz alleine gemacht hat. Und ich hab mich natürlich auch gefreut, klar!
Gestern morgen - wir saßen beim Frühstück - hatten meine beiden die Idee, dass sie ihr Vesper für die Schule / Kindergarten selbst richten könnten. Und das haben sie auch gemacht, sie haben sich ihre Brote geschmiert, Obst und Gemüse geschnippelt und alles ordentlich eingepackt. Ich war völlig perplex, dachte an versteckte Kamera oder ähnliches...
...und ich war stolz. Auf diese beiden kleinen Wesen, die doch schon so groß sind. Die schon jetzt selbständig sind und es von Tag zu Tag mehr werden. Und doch ist da wieder dieser Zwiespalt. Stolz einerseits ... andererseits 😭 sie werden so schnell gross 😆...
P.s.: meine Schwägerin hat mir kürzlich aus einer Zeitschrift einen Artikel- passend zum Thema - herausgetrennt. Ich fand's interessant und stelle ihn euch deshalb hier mal ein...gern geschehen 😉
LG
Natascha
Montag, 26. August 2019
Die Macht der Gedanken
Hi Ihr,
kleine Anmerkung vorab: ich habe den Blogpost bereits vor einer Woche (am 19.8.) angefangen zu schreiben...
Heute ist Montag, ich habe heute Nacht nicht allzu gut geschlafen, draussen regnet es und alles ist grau in grau. Und als ob das nicht schon blöd genug ist, muss ich nach dem Frühstück los zu einem Zahnarzttermin. Beste Voraussetzungen also, um übellaunig, lustlos und genervt aufzustehen.
ABER: es ist auch mein erster Urlaubstag und ich habe gar keine Lust dazu, mir von diesen -sagen wir mal - Aussenwirkungen - die Laune verderben zu lassen. Als ich nach meinem Termin noch ein paar Erledigungen gemacht habe und unter anderem in einen Zeitschriftenladen schlenderte, meinte der Inhaber zu mir:" Sie strahlen ja richtig, trotz Montag und Regenwetter -toll!". Und ich sagte ihm (und mir selbst):"Warum auch nicht, der Regen ist und bleibt egal ob ich fröhlich bin oder nicht." Und klar, da musste er mir beipflichten. Ich ging weiter und stellte fest, wie viele Menschen mir an diesem Tag mit ernsten, genervten oder schlecht gelaunten Gesichtern entgegen kamen. Und wie es manche regelrecht irritierte, selbst wenn ich sie nur freundlich grüsste.
Was will ich damit sagen? Mich selbst beweihräuchern, weil ich sooo nett bin, so tun, als ob alles schlechte an mir abprallt, mich besonders hervor tun? Nein. Mitnichten. Es war ein Montag und eine Situation, die mich daran erinnerte, dass ich schon längst mal einen Blogpost über ein bestimmtes Thema schreiben wollte: Über die Macht der Gedanken.
Vor ein paar Monaten war ich morgens sehr spät dran, entsprechend gestresst und parkte mein Auto am Kindergarten etwas "grosszügiger" als üblich - einfach kopflos weil ich es eilig hatte und meinen Sohn zügig in den Kindergarten bringen wollte. Als ich wenige Minuten später zurückkehrte sagte mir eine andere Mama, dass gerade ein Mann mein Auto fotografiert. Natürlich war ich irritiert, habe den Mann noch gesehen, wie er hastig in sein Haus zurückging. Ich klingelte zwar (weil mich einfach interessierte, warum er das gemacht hat), aber er öffnete nicht. Ein paar Tage später traf ich zufällig wieder die selbe Mama und sie sagte mir, dass sie mir nicht hatte den Tag vermiesen wollen, sondern mir nur sagen hatte wollen, dass da jemand fotografierte. Fakt war, dass ich es nett gefunden habe, dass sie mich auf den Fotografen aufmerksam gemacht hat. Natürlich fand ich das fotografieren seltsam...aber den Tag vermiesen? Wegen sowas? Weil irgendjemand schlecht gelaunt und aggressiv ist und sich als Hobbypolizist aufspielen will? Never ever! Ich gebe zu: früher hätte mich dieser Fotograf mehr oder weniger den ganzen Tag über gedanklich beschäftigt. Ich hätte mir den Kopf zerbrochen nach dem warum und dem "was kommt auf mich zu". Früher war ich jemand, der sich oft viel zu sehr "hinterdacht" hat. Jemand, dem diese Aktion ganz gewiss den ganzen Tag versaut hätte.
Aber mir ist zwischenzeitlich etwas bewusst geworden: ich habe die Wahl! Ich kann jederzeit darüber entscheiden, ob mein Tag ein guter wird, ob ich mich durch schlechtgelaunte Mitmenschen, blöde Situationen oder ähnliches anstecken und den Tag vermiesen lasse. Oder ob ich mich vielleicht gerade dann dazu entscheide, dass ich den Tag zu meinem besten und schönsten Tag mache, der mir möglich ist. Klar, das ist nicht immer leicht. Aber lasst euch gesagt sein: es ist reine Übungssache. Klar gibt es Tage, wo ich auch genervt bin, wo es für mich schwer ist, sich nicht runterziehen zu lassen. Ich laufe auch nicht den ganzen Tag als Grinsekatze herum. Aber ich habe einfach für mich beschlossen, nicht mehr alles negative an micn heran zu lassen, auf mich zu beziehen, mich nicht wegen irgendwelchen (fremden) Personen zu hinterdenken, mich nicht mit schlechter Laune anstecken zu lassen.
Oder, wenn man es ganz pathetisch / philosophisch ausdrücken will: Das wertvollste was wir Menschen haben ist Zeit. Und meine Zeit will ich möglichst wenig mit negativem, mit ausweglosen Gedankenspiralen, mit ärgern, Frust, genervt sein verbringen!
Ja, ich habe das erst lernen müssen. Ja man kann das trainieren, in dem man sich zum Beispiel einfach verdeutlicht, dass das Problem, das dein schlechtgelauntes Gegenüber gerade hat, nicht Dein Problem ist und dass Du Dich weigerst, das Ventil, Opfer, Blitzableiter - whatever - zu sein.
Übrigens nicht zu verwechseln mit sich nicht wehren. Wenn mich jemand angreift, sich schlecht verhält etc. sage ich sehr wohl etwas und lasse mir nicht alles gefallen. Die Dame, die mir letztens zum Beispiel in voller Fahrt den Einkaufswagen in die Wade gerammt hat und nichts weiter tat, als mich, die sich mit schmerzverzerrtem Gesicht an den Fuss fasste, trotzig anzuglotzen...das hat mich natürlich geärgert, weil es vielleicht keine Absicht war, aber eben auch von keiner guten Erziehung zeugt, sich nicht zu entschuldigen. Wie gesagt, glotzte sie nur und ich sagte ihr, das ein "einfaches Entschuldigung" auch genügt hätte und habe sie stehen lassen. Aber von diesem kurzen Vorfall den ganzen Tag zunichte machen? Wegen einer unfreundlichen Fremden? Ich fände das sehr schade. Und absurd. Und unnötig. Und, und und.
UND: Das schöne ist: begegne einem schlecht gelaunten Menschen mit besonderer Freundlichkeit / Fröhlichkeit. Mach das einfach mal ganz bewusst. Du wirst sehr verdutzte Gesichter sehen. Und gleichzeitig die Erfahrung machen, wie leicht es ist , Menschen nicht nur mit schlechter Laune anzustecken, sondern auch mit guter. Und jemandem (fremden) einen guten, schönen Moment zu schenken... dann wenn er es vielleicht auch gar nicht erwartet (oder gar "verdient"), das steigert Deine eigene gute Laune noch um ein Vielfaches 😉 - ich versprech's.
In diesem Sinne: Lasst Euch ausschließlich anstecken mit guter Laune, lachen, Freude und Fröhlichkeit - alles andere ist Zeitverschwendung 😊!
Liebe Grüsse
Natascha
kleine Anmerkung vorab: ich habe den Blogpost bereits vor einer Woche (am 19.8.) angefangen zu schreiben...
Heute ist Montag, ich habe heute Nacht nicht allzu gut geschlafen, draussen regnet es und alles ist grau in grau. Und als ob das nicht schon blöd genug ist, muss ich nach dem Frühstück los zu einem Zahnarzttermin. Beste Voraussetzungen also, um übellaunig, lustlos und genervt aufzustehen.
ABER: es ist auch mein erster Urlaubstag und ich habe gar keine Lust dazu, mir von diesen -sagen wir mal - Aussenwirkungen - die Laune verderben zu lassen. Als ich nach meinem Termin noch ein paar Erledigungen gemacht habe und unter anderem in einen Zeitschriftenladen schlenderte, meinte der Inhaber zu mir:" Sie strahlen ja richtig, trotz Montag und Regenwetter -toll!". Und ich sagte ihm (und mir selbst):"Warum auch nicht, der Regen ist und bleibt egal ob ich fröhlich bin oder nicht." Und klar, da musste er mir beipflichten. Ich ging weiter und stellte fest, wie viele Menschen mir an diesem Tag mit ernsten, genervten oder schlecht gelaunten Gesichtern entgegen kamen. Und wie es manche regelrecht irritierte, selbst wenn ich sie nur freundlich grüsste.
Was will ich damit sagen? Mich selbst beweihräuchern, weil ich sooo nett bin, so tun, als ob alles schlechte an mir abprallt, mich besonders hervor tun? Nein. Mitnichten. Es war ein Montag und eine Situation, die mich daran erinnerte, dass ich schon längst mal einen Blogpost über ein bestimmtes Thema schreiben wollte: Über die Macht der Gedanken.
Vor ein paar Monaten war ich morgens sehr spät dran, entsprechend gestresst und parkte mein Auto am Kindergarten etwas "grosszügiger" als üblich - einfach kopflos weil ich es eilig hatte und meinen Sohn zügig in den Kindergarten bringen wollte. Als ich wenige Minuten später zurückkehrte sagte mir eine andere Mama, dass gerade ein Mann mein Auto fotografiert. Natürlich war ich irritiert, habe den Mann noch gesehen, wie er hastig in sein Haus zurückging. Ich klingelte zwar (weil mich einfach interessierte, warum er das gemacht hat), aber er öffnete nicht. Ein paar Tage später traf ich zufällig wieder die selbe Mama und sie sagte mir, dass sie mir nicht hatte den Tag vermiesen wollen, sondern mir nur sagen hatte wollen, dass da jemand fotografierte. Fakt war, dass ich es nett gefunden habe, dass sie mich auf den Fotografen aufmerksam gemacht hat. Natürlich fand ich das fotografieren seltsam...aber den Tag vermiesen? Wegen sowas? Weil irgendjemand schlecht gelaunt und aggressiv ist und sich als Hobbypolizist aufspielen will? Never ever! Ich gebe zu: früher hätte mich dieser Fotograf mehr oder weniger den ganzen Tag über gedanklich beschäftigt. Ich hätte mir den Kopf zerbrochen nach dem warum und dem "was kommt auf mich zu". Früher war ich jemand, der sich oft viel zu sehr "hinterdacht" hat. Jemand, dem diese Aktion ganz gewiss den ganzen Tag versaut hätte.
Aber mir ist zwischenzeitlich etwas bewusst geworden: ich habe die Wahl! Ich kann jederzeit darüber entscheiden, ob mein Tag ein guter wird, ob ich mich durch schlechtgelaunte Mitmenschen, blöde Situationen oder ähnliches anstecken und den Tag vermiesen lasse. Oder ob ich mich vielleicht gerade dann dazu entscheide, dass ich den Tag zu meinem besten und schönsten Tag mache, der mir möglich ist. Klar, das ist nicht immer leicht. Aber lasst euch gesagt sein: es ist reine Übungssache. Klar gibt es Tage, wo ich auch genervt bin, wo es für mich schwer ist, sich nicht runterziehen zu lassen. Ich laufe auch nicht den ganzen Tag als Grinsekatze herum. Aber ich habe einfach für mich beschlossen, nicht mehr alles negative an micn heran zu lassen, auf mich zu beziehen, mich nicht wegen irgendwelchen (fremden) Personen zu hinterdenken, mich nicht mit schlechter Laune anstecken zu lassen.
Oder, wenn man es ganz pathetisch / philosophisch ausdrücken will: Das wertvollste was wir Menschen haben ist Zeit. Und meine Zeit will ich möglichst wenig mit negativem, mit ausweglosen Gedankenspiralen, mit ärgern, Frust, genervt sein verbringen!
Ja, ich habe das erst lernen müssen. Ja man kann das trainieren, in dem man sich zum Beispiel einfach verdeutlicht, dass das Problem, das dein schlechtgelauntes Gegenüber gerade hat, nicht Dein Problem ist und dass Du Dich weigerst, das Ventil, Opfer, Blitzableiter - whatever - zu sein.
Übrigens nicht zu verwechseln mit sich nicht wehren. Wenn mich jemand angreift, sich schlecht verhält etc. sage ich sehr wohl etwas und lasse mir nicht alles gefallen. Die Dame, die mir letztens zum Beispiel in voller Fahrt den Einkaufswagen in die Wade gerammt hat und nichts weiter tat, als mich, die sich mit schmerzverzerrtem Gesicht an den Fuss fasste, trotzig anzuglotzen...das hat mich natürlich geärgert, weil es vielleicht keine Absicht war, aber eben auch von keiner guten Erziehung zeugt, sich nicht zu entschuldigen. Wie gesagt, glotzte sie nur und ich sagte ihr, das ein "einfaches Entschuldigung" auch genügt hätte und habe sie stehen lassen. Aber von diesem kurzen Vorfall den ganzen Tag zunichte machen? Wegen einer unfreundlichen Fremden? Ich fände das sehr schade. Und absurd. Und unnötig. Und, und und.
UND: Das schöne ist: begegne einem schlecht gelaunten Menschen mit besonderer Freundlichkeit / Fröhlichkeit. Mach das einfach mal ganz bewusst. Du wirst sehr verdutzte Gesichter sehen. Und gleichzeitig die Erfahrung machen, wie leicht es ist , Menschen nicht nur mit schlechter Laune anzustecken, sondern auch mit guter. Und jemandem (fremden) einen guten, schönen Moment zu schenken... dann wenn er es vielleicht auch gar nicht erwartet (oder gar "verdient"), das steigert Deine eigene gute Laune noch um ein Vielfaches 😉 - ich versprech's.
In diesem Sinne: Lasst Euch ausschließlich anstecken mit guter Laune, lachen, Freude und Fröhlichkeit - alles andere ist Zeitverschwendung 😊!
Liebe Grüsse
Natascha
Dienstag, 16. Juli 2019
Schenken
Ich liebe es, etwas zu schenken! Ich muss es vielleicht noch etwas genauer erklären - ich liebe es, anderen etwas zu schenken, OHNE dass ein spezieller Anlass (wie Geburtstag, Hochzeit, Taufe, Jubiläum etc.) ansteht.
Wenn ich einfach eine schöne oder coole oder witzige (oder alles zusammen) Idee habe, wenn ich beim bummeln sprichwörtlich an etwas hinrenne, das mich sofort an jemand aus meinem Familien-, Freundes- oder Bekanntenkreis erinnert und dann diese Kleinigkeit verschenke...schööönn.
Dann nämlich erwartet der Beschenkte ja erst mal gar nichts (weil er/sie zum Beispiel kein Geburtstag hat) und die Überraschung ist dann so richtig groß (und die Freude hoffentlich auch). Und genau das liiieeebbeeee ich!
Anlässe, zu denen man etwas schenkt "stressen" mich hingegen manchmal. Dann nämlich muss ich mir auf jeden Fall etwas einfallen lassen, habe vielleicht gar keine Zeit zum Bummeln oder um im Internet zu stöbern, evtl. auch nicht die zündende Idee (man will ja nicht irgendwas schenken - nebenbei finde ich persönlich nichts ätzender als ein unpersönliches Geschenk, das offensichtlich schnell gekauft wurde damit man nicht mit leeren Händen kommt....dann lieber bitte kein Geschenk - für mich).
Natürlich komme ich auch nicht mit leeren Händen zu einer Geburtstagsfeier, die nettesten Ideen für Geschenke kommen mir aber tatsächlich wenn ich nicht gezielt danach schaue...
Aber zurück zu meinen "Lieblingsgeschenken" - denen ohne Anlass. Das müssen nicht immer grosse Geschenke sein. Es sind nie "grosse/kostspielige" Geschenke, das sollen sie auch gar nicht sein! Und neben dem Überraschungseffekt macht es mir auch selbst riesige Freude zu schenken. Ich habe also auch selbst etwas davon 😊.
Aktuell hatte ich eine Idee für ein kleines "Sommergeschenk" auf pinterest gesehen und als ich kurz drauf ein passendes Produkt in der Drogerie fand, habe ich gleich ein paar Sachen hierfür besorgt. Wer diese kleinen Geschenke bekommt? Ein paar meiner Freundinnen und Bekannten. Nicht alle (das würde den Rahmen sprengen), aber diejenigen bei denen ich denke, dass sie sich über eine kleine Überraschung aktuell sehr freuen würden. Denen vielleicht wieder einmal ein Grund zum lächeln gut täte weil sie momentan eine heftige Zeit durchmachen. Denen ich zeigen will, dass ich - auch wenn wir uns schon wieder ein wenig länger nicht gesehen haben - sie nicht vergessen hab (im Gegenteil). Denen, bei den ich mich bedanken möchte oder denen ich einfach mal wieder eine Freude machen möchte usw. Die Liste der Gründe ist lang...
Wat is es denn, wat ich da schenke?
Wenn ich einfach eine schöne oder coole oder witzige (oder alles zusammen) Idee habe, wenn ich beim bummeln sprichwörtlich an etwas hinrenne, das mich sofort an jemand aus meinem Familien-, Freundes- oder Bekanntenkreis erinnert und dann diese Kleinigkeit verschenke...schööönn.
Dann nämlich erwartet der Beschenkte ja erst mal gar nichts (weil er/sie zum Beispiel kein Geburtstag hat) und die Überraschung ist dann so richtig groß (und die Freude hoffentlich auch). Und genau das liiieeebbeeee ich!
Anlässe, zu denen man etwas schenkt "stressen" mich hingegen manchmal. Dann nämlich muss ich mir auf jeden Fall etwas einfallen lassen, habe vielleicht gar keine Zeit zum Bummeln oder um im Internet zu stöbern, evtl. auch nicht die zündende Idee (man will ja nicht irgendwas schenken - nebenbei finde ich persönlich nichts ätzender als ein unpersönliches Geschenk, das offensichtlich schnell gekauft wurde damit man nicht mit leeren Händen kommt....dann lieber bitte kein Geschenk - für mich).
Natürlich komme ich auch nicht mit leeren Händen zu einer Geburtstagsfeier, die nettesten Ideen für Geschenke kommen mir aber tatsächlich wenn ich nicht gezielt danach schaue...
Aber zurück zu meinen "Lieblingsgeschenken" - denen ohne Anlass. Das müssen nicht immer grosse Geschenke sein. Es sind nie "grosse/kostspielige" Geschenke, das sollen sie auch gar nicht sein! Und neben dem Überraschungseffekt macht es mir auch selbst riesige Freude zu schenken. Ich habe also auch selbst etwas davon 😊.
Aktuell hatte ich eine Idee für ein kleines "Sommergeschenk" auf pinterest gesehen und als ich kurz drauf ein passendes Produkt in der Drogerie fand, habe ich gleich ein paar Sachen hierfür besorgt. Wer diese kleinen Geschenke bekommt? Ein paar meiner Freundinnen und Bekannten. Nicht alle (das würde den Rahmen sprengen), aber diejenigen bei denen ich denke, dass sie sich über eine kleine Überraschung aktuell sehr freuen würden. Denen vielleicht wieder einmal ein Grund zum lächeln gut täte weil sie momentan eine heftige Zeit durchmachen. Denen ich zeigen will, dass ich - auch wenn wir uns schon wieder ein wenig länger nicht gesehen haben - sie nicht vergessen hab (im Gegenteil). Denen, bei den ich mich bedanken möchte oder denen ich einfach mal wieder eine Freude machen möchte usw. Die Liste der Gründe ist lang...
Wat is es denn, wat ich da schenke?
Etwas saures, das lustig macht und mit dem man ein Getränk aufpimpen kann 😆...
Uuuunnnndddd:etwas spritziges zu trinken, dazu ein passender Strohhalm und für den Körper / die Sinne ein Duschgel , das echt lecker duftet (Kneipp hat da dieses Jahr eine wirklich tolle Sommeredition. Neben diesem Duschgel gibt es noch ein weiteres Schaumduschgel mit Wassermelonengeruch - seeehhrrr gut). Das ganze packe ich noch in eine schöne kleine Papiertasche, voila😊.
Ihr seht: überhaupt kein grosses Ding, kein riesen Tamtam, sondern einfach eine kleine Aufmerksamkeit. Ein kleines: Hey, ich hab Dich gern und ich möchte Dir eine Freude machen.
Geht übrigens auch ohne Geschenke Im eigentlichen Sinne. Immer wiederstelle ich fest, wie viel Freude und Resonanz ein paar selbst geschriebene Zeilen auf einer hübschen Karte oder nettem Briefpapier verursacht. Man schenkt Zeit, Gedanken und ebenfalls etwas sehr persönliches - und man braucht dafür gar kein Geld .
So oder so: schenken schenkt Freude - für beide Seiten 😊
...euch auch viel Spaß beim "schenken",
Liebe Grüße
Natascha
P. S.: Werbung, da Marken zu erkennen / genannt wurden 😉
Sonntag, 7. Juli 2019
Neue Teile genäht...
Der Frühling / Frühsommer im Schwarzwald ist ja (bekanntlich) recht wechselhaft. Es kann schon relativ früh recht heiß sein, Schnee im Mai ist aber nichts abnormales. Ich mag diese Zeit ehrlich gesagt nicht besonders. Schon gar nicht, wenn ich in Freiburg bin, das nicht weit weg von uns ist und wo dann schon alles blüht und sukzessive wärmer wird. Die Garderobe und Schränke sind permanent überfüllt, weil man von dem dünnen Sommerjäckchen bis zum dicken Skianzug theoretisch alles tragen kann.
Ein untrügliches Zeichen, dass jetzt nun definitiv eine neue Jahreszeit beginnt sind für mich die Kataloge, die bei - zwar uns nur vereinzelt aber immerhin - eintrudeln. Besonders die Kindermode hat es mir angetan. Es gibt halt auch so viele tolle Sachen, schöne Schnitte, witzige Muster usw. Dazu kommt, dass meinen Kindern eigentlich immer die entsprechende Grösse passt - anders als bei mir zum Beispiel, wo die Kleidergrössen je nach Marke doch stark variieren können. Und zu meiner Ehrenrettung darf auch nicht unerwähnt bleiben, dass meine Kids natürlich auch wachsen und oft die Sachen vom Vorjahr gar nicht mehr passen. Es ist also schlichtweg notwendig, den Kids neue Sache zu besorgen.
Dieses Jahr habe ich mich aber zusammengerissen und habe nicht gleich bestellt oder bin shoppen gegangen. Ich habe mein Lager an Stoffen durchgesehen und beschlossen, erst mal was zu nähen und so die wunderschönen Stoffe erst mal zu verwerten. Herausgekommen ist folgendes:
Ein untrügliches Zeichen, dass jetzt nun definitiv eine neue Jahreszeit beginnt sind für mich die Kataloge, die bei - zwar uns nur vereinzelt aber immerhin - eintrudeln. Besonders die Kindermode hat es mir angetan. Es gibt halt auch so viele tolle Sachen, schöne Schnitte, witzige Muster usw. Dazu kommt, dass meinen Kindern eigentlich immer die entsprechende Grösse passt - anders als bei mir zum Beispiel, wo die Kleidergrössen je nach Marke doch stark variieren können. Und zu meiner Ehrenrettung darf auch nicht unerwähnt bleiben, dass meine Kids natürlich auch wachsen und oft die Sachen vom Vorjahr gar nicht mehr passen. Es ist also schlichtweg notwendig, den Kids neue Sache zu besorgen.
Dieses Jahr habe ich mich aber zusammengerissen und habe nicht gleich bestellt oder bin shoppen gegangen. Ich habe mein Lager an Stoffen durchgesehen und beschlossen, erst mal was zu nähen und so die wunderschönen Stoffe erst mal zu verwerten. Herausgekommen ist folgendes:
Zwei T-Shirts für meinen Sohn. Der Schnitt ist von "Mamasliebchen", er ist recht körpernah und daher für meinen schmalen Sohnemann wie gemacht. Die Stoffe habe ich tatsächlich schon so ewig, dass ich nicht mehr weiß, woher...🙈. Generell kaufe ich aber meine Stoffe gerne online bei "Tante Poppins" oder bei "Das hüpfende Komma". Beides Läden mit einer super Auswahl, gutem Preis-Leistungsverhältnis und sehr schnellen Lieferzeiten. Ich habe grundsätzliche keine Kooperationen und Teile mit Euch diese Infos einfach gerne und aus purer Überzeugung!
Ausserdem noch ein Longsleeve...wie gesagt, weiss man im Frühsommer bei uns nie, was einen erwartet 😂. Der Schnitt ist ebenfalls von Mamasliebchen (ich hasse es ja, Schnittmuster auszuschneiden, daher Stelle ich gerne gleich mehrere Teile von einem Schnitt her, dann spare ich mir den Aufwand des Zusammenklebens und ausschneidens).
Auch meine Tochter hat natürlich was bekommen; den Schnitt für ihr T-Shirt habe ich von einem ihrer Lieblingsshirts übertragen (habe ich ja letzten Herbst beim Nähkurs gelernt😉).
Und ein Rock mit Taschen...der bereits zum Lieblingateil geworden ist....
Natürlich habe ich trotzdem noch ein bisschen geshoppt...auch in der Toskana, wo wir im Juni im Urlaub waren, gibt es so tolle Kindermode...aber zumindest hat der Stoffvorrat ein wenig abgenommen und meine Kids ein paar neue selbstgemachte Sachen im Schrank 😉.
Liebe Grüße,
Natascha
Samstag, 25. Mai 2019
Von der Fähigkeit, sich entschuldigen zu können
Als ich es das erste Mal bewusst bemerkt habe, dachte ich, dass die Person vielleicht mit dem falschen Fuß aufgestanden ist. Ein paar Wochen später bei einer ähnlichen Situation aber anderen Person dachte ich: "Okay, vielleicht haben wir Vollmond oder so was"...und seitdem hatte ich hin und wieder ähnliche Erlebnisse...und so kann muss ich euch leider sagen: es gibt erschreckend viele Erwachsene, die sich nicht entschuldigen können! Ich will da sicher nichts verallgemeinern, wie immer gibt es auch andere (hoffentlich die Mehrheit), die es sehr wohl noch können und auch tun. Nur leider - das ist meine Erfahrung - sind die die es nicht können (oder nicht für nötig halten weil sie unfehlbar sind, weil sie über den Dingen stehen, weil sie das nicht brauchen oder aus weiss Gott was für einen irrsinnigen Grund) erschreckend viele.
Und das entsetzt mich regelrecht! Und gleichzeitig finde ich das unglaublich traurig. Warum ist das so gekommen? Wann ist uns die Fähigkeit, sich zu entschuldigen abhanden gekommen? Wieso ist es so schwer, auch mal selbstkritisch und ehrlich zu sein und einen Fehler zuzugeben?
Die meisten Kinder lernen bereits im Sandkasten, sich zu entschuldigen. Ich würde sagen, dass Eltern nach wie vor die gute Erziehung des eigenen Nachwuchses wichtig ist (okay, da gibt es unterschiedliche Auffassungen über "gute Erziehung", aber grundsätzlich wisst ihr, was ich meine oder?). Also theoretisch hat jeder - vielleicht in unterschiedlichen Ausprägungen, aber immerhin - gelernt, wie das geht mit dem entschuldigen.
Und wie bei so vielem gibt es auch beim Thema entschuldigen noch eine Steigerung. Nämlich die, dass sich jemand nicht entschuldigt und darüber hinaus dir (der Person, die eine Entschuldigung verdient hätte) selbst ein schlechtes Gewissen machen will. So unter dem Motto: " Mir ging es so schlecht in der letzten Zeit und ich hab mich nicht gemeldet / das oder jenes nicht erledigt usw. weil ich so traurig/ängstlich/unsicher/krank war...und du hast dich ja nicht gemeldet, ich war so allein....".
Und die noch fiesere Steigerung vom "nicht-entschuldigen": Jemand entschuldigt sich nicht bei Dir und schiebt dafür (zum Dank) noch alle Schuld auf dich. Nur nicht zugeben, dass da ein Fehltritt war und dafür dem anderen ruhig zeigen, dass der auch nicht perfekt ist... Da werden schon mal gerne Stammtischparolen ausgegraben, wenn man nichts findet, wofür man den anderen beschuldigen kann. In etwa wie: " Du hast ja auch noch nie rechtzeitig das oder jenes gemacht/ du machst das ja auch immer, nie hörst du zu und nimmst Rücksicht, immer muss alles auf den letzten Drücker sein / obwohl ich es schon so oft erklärt habe, machst du das grundsätzlich falsch/ du hast mir da nichts gesagt, mich nicht informiert usw. Da gibt es sicher die vielfältigsten Beispiele, man würde staunen, wie kreativ und einfallsreich da manche Menschen werden können!
Der Grund warum ich heute zum Thema entschuldigen schreibe ist, dass mir das erst diese Woche wieder selbst widerfahren ist. Und zwar die letzte (meiner Meinung nach fieseste Variante). Keine Entschuldigung, Hauptsache mal die Keule rundum geschwungen und mit Stammtischgeschwätz vom eigenen Fehlverhalten ablenken. Wie es mir dabei geht? Mir platzt bei sowas der Kragen. Weil ich das unverschämt finde, weil es dreist ist und nicht von einem guten Charakter zeugt.
Bei mir ist es so: entschuldigt sich jemand nicht bei mir, dann hängt es natürlich von der Situation ab und auch von der Art der Beziehung in der ich zu der Person stehe. Meistens stehe ich drüber. Und ich bin da auch nicht nachtragend. Wenn es etwas ganz wichtiges ist, sage ich es auch schon mal, dass ich etwas nicht in Ordnung fand und mich über eine Entschuldigung gefreut hätte (das ist aber eher selten der Fall - das muss ich zugeben - denn ich muss andere nicht erziehen und bin der Meinung, dass das im Zweifel jeder mit seinem eigenen Gewissen ausmachen muss). Die meisten haben ja ein Gewissen (die anderen tun mir leid). Aber sauer werde ich, wenn jemand versucht, die Schuld in andere Schuhe zu schieben um von sich abzulenken oder das eigene Fehlverhalten zu relativieren. Das ist wirklich mies und da ich einen grossen Gerechtigkeitssinn habe, reagiere ich entsprechend auch allergisch.
Oft haben solche Personen ja mit dieser Taktik leider Erfolg, denn das verunsichert das Gegenüber natürlich. Man überlegt: trage ich auch meinen Anteil daran und habe ich mich falsch verhalten? Und manche können dass dann vielleicht nicht 100%ig ausschliessen oder sagen sich, dass eine direkte Konfrontation das nicht wert ist, zu mühsam, "vergebene Liebesmüh" usw. Früher habe ich mich auch oft zurückgezogen und mir einfach meinen Teil gedacht, meine persönlichen Konsequenzen daraus gezogen etc. Aber mittlerweile bin ich der Meinung , dass ich alt genug bin (und vor allem stark genug), um mir so etwas nicht gefallen lassen zu müssen. Fazit aus meinem Erlebnis diese Woche: Pech für die Person, die versucht hat, sich mit Stammtischparolen rein zu waschen und den schwarzen Peter anderen zuzuschieben, denn ich habe die direkte Konfrontation gesucht und ein paar Dinge (deutlich) klar gestellt.
Ich meine, was ist so schlimm daran, zuzugeben: okay, ich habe mich da falsch verhalten, ich habe Dich nicht informiert, ich hätte mich (eher) kümmern müssen, ich hab die Situation unterschätzt, ich habe nicht an dich gedacht usw.? Vertuschen, verschweigen , verleugnen...das macht doch alles nur schlimmer und den Fehler schon gar nicht wett!
Und ich? Entschuldige ich mich auch selbst, wenn ich es sollte?
Wie bei jedem ist es auch bei mir so, dass ich natürlich lieber andere Dinge tue, als festzustellen dass ich mich nicht richtig verhalten habe und jemandem eine Entschuldigung schuldig bin. Wer gibt schon gerne Fehler zu und freut sich darüber? Aber was ich noch mehr hasse ist das Gefühl, dass Dinge nicht geklärt sind, da noch etwas im Argen liegt (und ich daran schuld bin). Und ja: ich entschuldige mich, wenn es einen Grund dazu gibt und mir dieser auch bewusst ist. Wenn ich tatsächlich mal nichts merke, hoffe ich doch sehr, dass andere mich darauf aufmerksam machen, anstatt sich vielleicht zurückzuziehen, mir nicht mehr zu vertrauen oder ähnliches. Wir sind alle nur Menschen und machen Fehler - tagtäglich. Und wenn ich mich entschuldige ist es oft so, dass andere den Grund gar nicht als so schlimm empfunden haben, aber sich darüber freuen, dass man sich Gedanken gemacht hat und rücksichtsvoll war. Persönlich habe ich noch nie erlebt, dass ich mich entschuldigt habe und jemand diese Entschuldigung nicht angenommen hat...liegt aber auch vielleicht daran, dass ich bisher noch nie Dinge, die unverzeihlich sind begangen habe. Aber selbst wenn das so wäre, wenn jemand die Entschuldigung nicht annimmt bin ich mir trotzdem sicher, dass es mir nach meiner Entschuldigung besser gehen würde, denn das tut es tatsächlich immer.
Manche sagen, dass es von Grösse zeugt, wenn man sich entschuldigt. Ich würde das nicht ganz so pathetisch sehen. Wenn es allerdings hilft, dass jemand sich entschuldigt der es auch sollte - bitteschön. Ich finde, sich zu entschuldigen zeugt auf jeden Fall von einem guten Charakter...und sich mit Leuten zu umgeben, die einen solchen besitzen, ist nie verkehrt.
Also: Lasst uns doch alle erwachsen genug sein, uns zu entschuldigen wenn wir das sollten. Ganz ohne Relativierung, ohne Gegenschlag und ohne Schnickschnack. Wir alle machen Fehler und sollten auch dazu stehen. Für ein besseres, friedlicheres und aufrichtiges Miteinander - ganz so, wie wir es uns auch von unseren Kindern wünschen.
In diesem Sinne euch ein schönes Wochenende,
Natascha
Und das entsetzt mich regelrecht! Und gleichzeitig finde ich das unglaublich traurig. Warum ist das so gekommen? Wann ist uns die Fähigkeit, sich zu entschuldigen abhanden gekommen? Wieso ist es so schwer, auch mal selbstkritisch und ehrlich zu sein und einen Fehler zuzugeben?
Die meisten Kinder lernen bereits im Sandkasten, sich zu entschuldigen. Ich würde sagen, dass Eltern nach wie vor die gute Erziehung des eigenen Nachwuchses wichtig ist (okay, da gibt es unterschiedliche Auffassungen über "gute Erziehung", aber grundsätzlich wisst ihr, was ich meine oder?). Also theoretisch hat jeder - vielleicht in unterschiedlichen Ausprägungen, aber immerhin - gelernt, wie das geht mit dem entschuldigen.
Und wie bei so vielem gibt es auch beim Thema entschuldigen noch eine Steigerung. Nämlich die, dass sich jemand nicht entschuldigt und darüber hinaus dir (der Person, die eine Entschuldigung verdient hätte) selbst ein schlechtes Gewissen machen will. So unter dem Motto: " Mir ging es so schlecht in der letzten Zeit und ich hab mich nicht gemeldet / das oder jenes nicht erledigt usw. weil ich so traurig/ängstlich/unsicher/krank war...und du hast dich ja nicht gemeldet, ich war so allein....".
Und die noch fiesere Steigerung vom "nicht-entschuldigen": Jemand entschuldigt sich nicht bei Dir und schiebt dafür (zum Dank) noch alle Schuld auf dich. Nur nicht zugeben, dass da ein Fehltritt war und dafür dem anderen ruhig zeigen, dass der auch nicht perfekt ist... Da werden schon mal gerne Stammtischparolen ausgegraben, wenn man nichts findet, wofür man den anderen beschuldigen kann. In etwa wie: " Du hast ja auch noch nie rechtzeitig das oder jenes gemacht/ du machst das ja auch immer, nie hörst du zu und nimmst Rücksicht, immer muss alles auf den letzten Drücker sein / obwohl ich es schon so oft erklärt habe, machst du das grundsätzlich falsch/ du hast mir da nichts gesagt, mich nicht informiert usw. Da gibt es sicher die vielfältigsten Beispiele, man würde staunen, wie kreativ und einfallsreich da manche Menschen werden können!
Der Grund warum ich heute zum Thema entschuldigen schreibe ist, dass mir das erst diese Woche wieder selbst widerfahren ist. Und zwar die letzte (meiner Meinung nach fieseste Variante). Keine Entschuldigung, Hauptsache mal die Keule rundum geschwungen und mit Stammtischgeschwätz vom eigenen Fehlverhalten ablenken. Wie es mir dabei geht? Mir platzt bei sowas der Kragen. Weil ich das unverschämt finde, weil es dreist ist und nicht von einem guten Charakter zeugt.
Bei mir ist es so: entschuldigt sich jemand nicht bei mir, dann hängt es natürlich von der Situation ab und auch von der Art der Beziehung in der ich zu der Person stehe. Meistens stehe ich drüber. Und ich bin da auch nicht nachtragend. Wenn es etwas ganz wichtiges ist, sage ich es auch schon mal, dass ich etwas nicht in Ordnung fand und mich über eine Entschuldigung gefreut hätte (das ist aber eher selten der Fall - das muss ich zugeben - denn ich muss andere nicht erziehen und bin der Meinung, dass das im Zweifel jeder mit seinem eigenen Gewissen ausmachen muss). Die meisten haben ja ein Gewissen (die anderen tun mir leid). Aber sauer werde ich, wenn jemand versucht, die Schuld in andere Schuhe zu schieben um von sich abzulenken oder das eigene Fehlverhalten zu relativieren. Das ist wirklich mies und da ich einen grossen Gerechtigkeitssinn habe, reagiere ich entsprechend auch allergisch.
Oft haben solche Personen ja mit dieser Taktik leider Erfolg, denn das verunsichert das Gegenüber natürlich. Man überlegt: trage ich auch meinen Anteil daran und habe ich mich falsch verhalten? Und manche können dass dann vielleicht nicht 100%ig ausschliessen oder sagen sich, dass eine direkte Konfrontation das nicht wert ist, zu mühsam, "vergebene Liebesmüh" usw. Früher habe ich mich auch oft zurückgezogen und mir einfach meinen Teil gedacht, meine persönlichen Konsequenzen daraus gezogen etc. Aber mittlerweile bin ich der Meinung , dass ich alt genug bin (und vor allem stark genug), um mir so etwas nicht gefallen lassen zu müssen. Fazit aus meinem Erlebnis diese Woche: Pech für die Person, die versucht hat, sich mit Stammtischparolen rein zu waschen und den schwarzen Peter anderen zuzuschieben, denn ich habe die direkte Konfrontation gesucht und ein paar Dinge (deutlich) klar gestellt.
Ich meine, was ist so schlimm daran, zuzugeben: okay, ich habe mich da falsch verhalten, ich habe Dich nicht informiert, ich hätte mich (eher) kümmern müssen, ich hab die Situation unterschätzt, ich habe nicht an dich gedacht usw.? Vertuschen, verschweigen , verleugnen...das macht doch alles nur schlimmer und den Fehler schon gar nicht wett!
Und ich? Entschuldige ich mich auch selbst, wenn ich es sollte?
Wie bei jedem ist es auch bei mir so, dass ich natürlich lieber andere Dinge tue, als festzustellen dass ich mich nicht richtig verhalten habe und jemandem eine Entschuldigung schuldig bin. Wer gibt schon gerne Fehler zu und freut sich darüber? Aber was ich noch mehr hasse ist das Gefühl, dass Dinge nicht geklärt sind, da noch etwas im Argen liegt (und ich daran schuld bin). Und ja: ich entschuldige mich, wenn es einen Grund dazu gibt und mir dieser auch bewusst ist. Wenn ich tatsächlich mal nichts merke, hoffe ich doch sehr, dass andere mich darauf aufmerksam machen, anstatt sich vielleicht zurückzuziehen, mir nicht mehr zu vertrauen oder ähnliches. Wir sind alle nur Menschen und machen Fehler - tagtäglich. Und wenn ich mich entschuldige ist es oft so, dass andere den Grund gar nicht als so schlimm empfunden haben, aber sich darüber freuen, dass man sich Gedanken gemacht hat und rücksichtsvoll war. Persönlich habe ich noch nie erlebt, dass ich mich entschuldigt habe und jemand diese Entschuldigung nicht angenommen hat...liegt aber auch vielleicht daran, dass ich bisher noch nie Dinge, die unverzeihlich sind begangen habe. Aber selbst wenn das so wäre, wenn jemand die Entschuldigung nicht annimmt bin ich mir trotzdem sicher, dass es mir nach meiner Entschuldigung besser gehen würde, denn das tut es tatsächlich immer.
Manche sagen, dass es von Grösse zeugt, wenn man sich entschuldigt. Ich würde das nicht ganz so pathetisch sehen. Wenn es allerdings hilft, dass jemand sich entschuldigt der es auch sollte - bitteschön. Ich finde, sich zu entschuldigen zeugt auf jeden Fall von einem guten Charakter...und sich mit Leuten zu umgeben, die einen solchen besitzen, ist nie verkehrt.
Also: Lasst uns doch alle erwachsen genug sein, uns zu entschuldigen wenn wir das sollten. Ganz ohne Relativierung, ohne Gegenschlag und ohne Schnickschnack. Wir alle machen Fehler und sollten auch dazu stehen. Für ein besseres, friedlicheres und aufrichtiges Miteinander - ganz so, wie wir es uns auch von unseren Kindern wünschen.
In diesem Sinne euch ein schönes Wochenende,
Natascha
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