Donnerstag, 28. September 2017

Ich habe ein Schulkind!

Und das - meine Lieben - bereits seit zwei Wochen 🙊.  Das heißt also auch im Klartext, dass meine Tochter schon ihre ersten beiden Wochen als Schulkind hinter sich hat. Und weshalb ich mich "erst" jetzt melde hat den simplen Grund,  dass die Tage wieder randvoll waren, im Flug vorbei gingen und ich schlichtweg nicht vorher Zeit hatte - Sorry! Aber ich hatte ja einen post zum Thema "Schulanfang" angekündigt und hier kommt er nun - wenn auch ein bisschen verspätet... 




Im Volksmund heisst es immer " nun beginnt der Ernst des Lebens". Ich halte gar nichts von diesem Satz  - zumindest nicht im Bezug auf Kinder.  Denn was soll dieser Satz eigentlich bewirken oder aussagen? Verunsicherung verursachen, Angst schüren? Das ist doch ganz sicher der falsche Ansatz,  oder?  

Dieser Satz hat höchstens für mich als Mama einen Sinn, auf mich bezogen. Denn wenn ich bislang evtl. noch morgens ein bisschen extra Zeit zum kuscheln, spaßen oder gemeinsamen trödeln mit meinen Kindern hatte, habe ich dies nun nicht mehr. Das Vesper muss gerichtet werden, das Schulkind früher geweckt werden (wobei mein Sohnemann dann auch immer gleich mit aufsteht - was auch gut ist), ausserdem lege ich Wert darauf, dass meine Tochter zumindest eine Kleinigkeit gegessen hat, bevor sie zur Schule geht (also muss ich zusätzliche Zeit noch einplanen), anziehen, waschen etc. - eben das volle Programm.  Und da meine Kleine mit zwei Klassenkameraden zur Schule läuft muss alles stets mit einem (strengen) Blick auf die Uhr passieren, etwas das für mich bislang zwar auch schon galt, aber eben nicht ganz so "streng". Und das ist gar nicht so einfach, denn sowohl meine Tochter als auch ich sind absolut keine Morgenmenschen. Naja. Mit diesem "Problem" bin ich zumindest nicht alleine, ich schätze es geht Millionen von anderen Eltern ebenso.

Und Millionen anderer Eltern haben sich sicher - so wie wir - im Vorfeld überlegt, was man am Tag der Einschulung macht. Ganz ehrlich? Ich finde, die Einschulung ist ein besonderer,  da einzigartiger Tag. Aber ich finde auch, dass selbst an diesem besonderen Tag alles mit Maß und Ziel ablaufen sollte. Denn man kann auch alles übertreiben und ganz bewusst wollten wir,  dass dieser Tag nicht einer im Sinne "höher, schneller, weiter" sein sollte, sondern einer, der in allererster Linie der kleinen Hauptperson - meiner Tochter - gefallen sollte. 

Wofür ich dem Kindergarten meiner Tochter unendlich dankbar bin ist, dass die Kinder dort über ein paar Wochen hinweg selbst ihre Schultüte gestalten. Sowohl von der Farbgebung, als auch beim zusammenbasteln...einfach alles.  Und ich bin nicht dankbar, weil ich dann nicht basteln muss (halloooo? Ich mache gerne Dinge selbst - wie ihr vielleicht schon gemerkt habt), sondern weil ich finde, dass die Kinder dadurch ihr Werk ganz besonders wert schätzen, sich daran freuen und stolz sind. Und für mich als Mama bedeutet das, dass ich eben nicht nach einer supertollen Idee oder gar fertigen Schultüte Ausschau halten muss, die besonders schön/groß/ausgefallen etc. sein "muss". 

Denn: viele Mamas (ja, ich finde besonders die Mamas - sorry, bin selbst eine 😉) mutieren vor dieser Veranstaltung zu Supereventmanagerinnen mit den tollsten Equipments, ausgetüftelte Deko bis ins Detail etc. - sehr vieles also im Superlative-Modus. Ich weiß,  diese Behauptung wird bei manchen auf Unmut,  Kritik oder gar Empörung stoßen. Aber: mein Blog, meine Meinung. Also zurück zum Thema: Da wird zum Beispiel sich nicht einfach mit der gemeinsam gebastelten Schultüte (was ja noch in sehr vielen Kindergärten so gehandhabt wird) zufrieden gegeben,  nein. Es muss dann noch eine zusätzliche, supertolle im Internet bestellt werden da die selbstgebastelte wohl nicht "gut" genug ist...?. Und in die kommen dann natürlich auch richtig tolle, wertvolle Geschenke,  oder zumindest auf den Gabentisch (wenn die Sachen nicht in die Tüte passen). Da sind dann die 30 engsten Verwandten und Freunde bei der Einschulung dabei usw. 

Versteht mich nicht falsch - generell finde ich, dass das jeder für sich selbst entscheiden soll und muss, wie was ausgestaltet werden soll. Was für uns gilt, muss noch längst nicht für andere gelten und wenn es dem Kind so wichtig ist und man diese Wünsche erfüllen will,  dann los.  ABER: ganz oft habe ich das Gefühl, dass nicht unbedingt um des Kindes Willen dieses "Aufheben"  veranstaltet wird,  sondern aus anderen Gründen...und dann, genau dann finde ich diesen Hype nicht gerechtfertigt und eher lächerlich. 

So - wie sah nun die Einschulung bei uns aus? Erst mal war es so, dass ich mir erst relativ kurzfristig Gedanken darüber gemacht habe, was ich zum Essen machen will. Denn dass wir nach der Zeremonie in der Schule (wo es auch Kaffee und Kuchen gab) alle zusammen zu uns nach Hause gehen und nicht gleich wieder auseinander rennen, war für uns klar. Das Problem meiner "kurzfristigen Idee " war allerdings,  dass ich in der Woche der Einschulung keinen Abend komplett zu Hause war, da ich nonstop abends unaufschiebbare Termine hatte...aber trotzdem habe ich es hinbekommen, ein paar "Glückskekse" zu backen... 




Es sind ganz einfache Butterkekse, die ich mit Lebensmittelfarbe gefärbt habe. Schlicht und lecker.

Ausserdem gab es bei uns dann später noch ein gemeinsames Abendbrot.  


Hier ein kleiner Schnappschuss von den Käsespiesschen. Einfach und doch besonders durch die personalisierten Holzstäbchen, die ich aus je einem Zahnstocher und zwei Sticker schnell gemacht habe.


Ich mag Deko.  Und ich mag selbstgemachtes. Aber für beides hatte ich schlichtweg keine Zeit. Also habe ich mich vor mein Tablet gesetzt und per Internet ein paar (wenige) Utensilien bestellt. Und was in die Schultüte kam, waren natürlich Süßigkeiten und ein paar Kleinigkeiten und (dabei) vor allem Dinge, die sie in der nächsten Zeit braucht. Und wie viel Personen es bei uns waren? Wir hatten 7 Gäste. Und das war auch wirklich gut so, denn meinem Schulkind ging es an dem großen Tag leider nicht ganz so gut. Ihr war vor lauter Aufregung ganz flau im Magen und so war es einfach nur schön, dass wir in einem kleinen Kreis,  ganz unangestrengt miteinander feiern konnten und sich meine Kleine richtig entspannen und zu Hause erholen konnte.  Ohne Hektik, Lärm oder Stress.  Sondern ein schöner, intensiver Ausklang dieses aufregenden Tages...es war richtig gut so. 







Ja, und nun hat also ein neuer Lebensabschnitt begonnen.  Einer, der viele neue Herausforderungen birgt. Für meine Tochter vor allem,  aber auch für den Rest der Familie. Aber auch einer, auf den wir alle sehr, sehr neugierig sind und uns freuen. Der Ernst des Lebens eben😉.


Montag, 11. September 2017

Es ist fertig...!

Ja, es ist echt und wahrhaftig fertig - das "Outdoorprojekt ", von dem ich schon seit Juli rede 😂...




Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber bei mir ist das so, dass ich - seit dem ich Kinder habe - manches mit anderen Augen sehe. Zum Beispiel den Verkehr vor unsrem Haus. 

Zur Erklärung muss ich erwähnen, dass wir in einem Wohngebiet wohnen,  also an sich nicht die Masse an Autos und Co. vorbeidüsen, wie zum Beispiel an einer Hauptverkehrsstrasse. Aber es gibt zwei (entscheidende) Veränderungen:

1. Wurde unsere Straße in den letzten 1,5 Jahren komplett neu gestaltet (also verbreitert, neuer Belag und teilweise neue Strassenführung)

2. Wohnen wir direkt am Waldrand und hinter diesem Waldstück würde ein neues Baugebiet erschlossen. Durch die neue Strasse nutzen nun sehr viele neue Anwohner des Baugebiets, sowie sämtliche Baufahrzeuge diese Zufahrt.

Nach wie vor ist die Frequenz absolut nicht mit einer Hauptstraße zu vergleichen, aber im Vergleich zu vorher hat sie doch deutlich zugenommen. Und leider entsprechend auch die Anzahl an Fahrern, die sich absolut nicht an die Begrenzung von 30 km/h halten...

Hinzu kommt nun, dass meine Kids sehr viel draussen spielen. Und nicht nur sie, sondern auch sehr oft mit ihnen ihre Freunde,  sodass bei uns häufig eine Kinderschar ums Haus/ Garten/Wald herumwuselt.



Wie gesagt, als Eltern sieht man manches anders. Früher hätte mich der Verkehr mit Schnellfahrern nicht gestört (da habe ich ja auch ganztags gearbeitet und sicher nicht so viel mitbekommen), aber zwischenzeitlich beschleicht mich doch öfter mal ein ungutes Gefühl.  Mit einer Stadt ist das sicherlich kein Vergleich und mir ist bewusst, dass ich vielleicht auf hohem Niveau jammere...aber jeder so, wie er's gewöhnt ist.

Und deshalb beschloss ich, ein Schild zu basteln. Auf der Suche nach guten Ausführungen und Möglichkeiten habe ich im Internet ein Schild gefunden, dass ich sehr schön fand. Einziges Manko: das Schild gab es zwar als Rohling (also zum selber bemalen), aber nur in einer Grösse, nämlich Höhe 1,60m - und das war mir nun doch entschieden zu groß.  

Aber: ich hatte noch Pappelsperrholz daheim und so habe ich die Figur einfach freihändig ausgezeichnet, ausgesägt und selber bemalt. Meine Idee war ursprünglich,  dass mein Mann zwei Bretter unten hin schraubt und wir das Schild aufstellen. Aber er hatte (die tatsächlich noch viel bessere) Idee,  das Schild an einer Eisenstange aufzuhängen. 

Also bestellte er bei einem befreundeten Schlosser eine ebensolche Stange und hat nun schliesslich am vergangenen Wochenende das Schild mit einer Schraube daran fest befestigt.    

Der Vorteil an diesem Schild ist nun,  dass es ein Eyecatcher ist.  Denn a) gibt es sonst in unserer Gemeinde so ein Schild kein zweites Mal und b) baumelt es und wird dadurch evtl. eher von Fahrern registriert (ich hoffe es zumindest). Seit es steht, bekommen wir stetig Komplimente darüber (viele finden es zudem also auch noch hübsch)...also im dreifachen Sinne gelungen 😉. 

Übrigens: bemalt habe ich das Schild mit Acrylfarbe (Vorder- und Rückseite) und fixiert mit Klarlack aus der Sprühdose. Das hält so jedem Wetter stand....





Samstag, 2. September 2017

Zufriedenheit



Dieses Foto hier (das ich bereits für den vorletzten Blogpost verwendet habe) habe ich vor etwa zwei Wochen gemacht. Es ist ein klassisches Selfie, ganz ohne Vorbereitung, Selfiestick oder sonstigen Utensilien.  Einfach ganz spontan weil ich dazu Lust hatte. Und es ist eines der wirklich wenigen Bilder, auf denen ich zu sehen bin und das mir selbst gefällt. Ich selbst finde mich nämlich eher unfotogen. Aber dieses Foto ist ganz ungekünstelt (also nicht gestellt), sondern einfach ich - genauso wie ich bin. Und immer, wenn ich dieses Foto anschaue fällt mir ein Wort dazu ein: Zufriedenheit.

Ich bin zufrieden. Das mag merkwürdig klingen, gerade in unserer Leistungsgesellschaft und unseren Breitengraden, wo es doch zum guten Ton gehört,  sich nie zufrieden zu geben und immer noch nach höher, schneller, weiter,  besser zu streben.  

Aber es ist tatsächlich so. Ich bin zufrieden und das meine ich im Sinne von "mit sich im Reinen sein". Natürlich wäre auch ich nicht traurig, die berühmten zwei oder drei Kilo weniger los zu sein.  Und ich wäre auch gerne grösser. Und ich habe viele Träume und Ziele - überhaupt finde ich, liegt das in der Natur des Menschen, immer neue Ziele, Vorhaben, oder Wünsche zu haben. Und ich persönlich fände auch ein Leben ohne das alles schrecklich langweilig. Aber das ändert nichts daran, dass ich mit mir und meinem Leben aktuell zufrieden bin. 

In dem Wort "zufrieden" steckt ja auch "Frieden". Ich habe Frieden geschlossen,  zum Beispiel damit, dass ich wohl nicht mehr wachsen werde,  dass ich dieses oder jenes Talent nicht habe, Frieden geschlossen mit Selbstzweifeln - wie ich sie früher als pubertierender Teenie hatte, mit Menschen, die mich enttäuscht oder verletzt haben. Geblieben ist eine tiefe innere "Ruhe" und Gelassenheit und dadurch habe ich wieder einen besseren, ungestörten Blick auf all das, was wirklich zählt. 

Früher habe ich mich oft mit anderen verglichen und mal besser, mal schlechter abgeschnitten. Diese Zeit ist längst vorbei und ich gönne wirklich jedem alles. Einfach, weil ich völlig zufrieden damit bin, wie mein Leben aussieht. Kürzlich erst habe ich eine ehemalige Klassenkameradin getroffen. Und die erzählte mir von ihrem tollen Job in einer Führungsposition und wie sich alle Mitarbeiter sich um sie bemühen usw.  Wir hatten nur kurz Zeit, haben uns nur zufällig getroffen und somit nicht ausgiebig Zeit zum klönen. Und ehrlich? Ich war darüber überhaupt nicht traurig. Das ist genau der Grund, warum ich Klassentreffen oft eher befremdlich als schön empfinde. Man hat nur eine sehr begrenzte Zeit,  um sich mit möglichst vielen Menschen zu unterhalten und jeder will erzählen, wie sein/ihr perfektes Leben aussieht. Welches Studium absolviert wurde, welche tollen Jobs gemeistert wurden, wie gut verdient wird, wo die Traumhochzeit stattfand, die süssen, stets artigen und wohlerzogenen Kinder alles getoppt haben, wo das Eigenheim steht, wie oft in Urlaub gegangen wird etc. Ich überziehe da jetzt etwas, aber in etwa wissen sicherlich alle, was ich meine und haben es so oder ähnlich auch schon bereits erlebt. 

Ich habe ein sehr schönes Leben. Eines mit Höhen und Tiefen, mit unglaublichen Glücksmomenten und manchen Momenten der Verzweiflung,  mit unvergesslichen, traumhaften Erlebnissen und unerbittlichen, grausamen Schicksalsschlägen. Und ich habe ein Leben, das ich nicht für alles Geld der Welt tauschen oder ändern wollen würde. Und demnach brauche ich auch mir und anderen nichts "beweisen". Es hat mich zu der gemacht,  die ich heute bin. Hat mich innerlich reifen lassen, stark werden lassen, erkennen lassen, wie wichtig es ist, das Leben zu Leben, wie ich es mir für mich wünsche , wie glücklich ich sein kann,  so viele liebe Menschen um mich zu haben,  geliebt zu werden und selbst zu lieben  - jeden dieser Menschen, jeden Tag, alles was mir wichtig ist.  

"Ja, Natascha, ist ja alles schön und recht mit deinem "zufrieden sein", aber was ist denn mit glücklich sein - bist du denn nicht glücklich?" Hmm. Was meinst du denn? Wenn du dir einen Moment Zeit nimmst, einen Schritt zurück trittst und dein Leben anschaust. Mit einem wohlwollenden Blick, denn was ist schon perfekt? Und wenn du dann unter Abwägung aller wichtigen Stationen,  aller dir wichtigen Ereignisse und Inhalte in deinem Leben sagen kannst: ich bin echt zufrieden. Damit was ich erlebt habe, was gewesen ist und wie es mir heute geht, wo ich stehe.  Ist das dann nicht Glück und zwar das echte, wahre - das was zählt...?  

Mittwoch, 30. August 2017

Tschüss August und Hallo September

So, nun sind die Sommermonate dann wohl endgültig bald vorbei. Das einzige, was mich dabei fröhlich stimmt, ist die Hoffnung auf einen warmen, tollen, spätsommerlichen September / Herbst. 



Ein Rückblick:

Im August hatten wir Urlaub und da wir nicht länger verreist waren, gab es einiges im Haus und Garten zu werkeln und auch die ein oder anderen kreativen Ideen umzusetzen...

🎨angefangen habe ich mit einem großen Punkt, der auch schon länger auf meiner To do-liste prangte: dem neuen Wandanstrich im Kinderzimmer samt Wandtattos.  Ich bin immernoch mächtig proud hierüber und total verzückt. Die beste Verschönerungsidee seit langem
☀️ dann habe euch von meinem ungewöhnlichen Tag erzählt,  inklusive der kurzen Phase der Überforderung und Entscheidungsblockade was ich mit meiner unerwartet freien Zeit anstellen soll
☀️ nachdem das Kinderschlafzimmer verschönert worden war, hatte ich eine Idee für's Spielzimmer, an der auch alle Familienmitglieder mitgeholfen haben: eine wunderschöne Tafel, die seither auch regelmäßig bespielt wird 
☀️ und ich habe euch von meiner Entscheidung erzählt, den Arbeitgeber zu wechseln und somit einen neuen Weg einzuschlagen 

Ich hatte noch das ein oder andere mehr vor, habe jedoch einfach die wunderschönen Sommertage in den letzten Tagen ausgiebig genutzt und war mit meiner Family viel draussen und unterwegs. So zum Beispiel auch wieder beim Brombeeren sammeln, von wo auch die Fotos in diesem post stammen. Und ich habe die freie Zeit genutzt, um mich mal wieder mit meinen Freundinnen und Freunden zu treffen, abends zum Essen oder einfach was trinken gehen,  tagsüber zum ausgiebigen Bummeln und Shoppen, nachmittags mit Kind und Kegel. Tut einfach gut und da es im Alltag nicht immer möglich ist, geniesse ich das dann umso mehr...


Im September habe ich nun auch wieder so manches vor:

☀️es ist der Monat,  in dem meine Tochter nun eingeschult wird und somit werde ich da definitiv was vorbereiten (was und wie weiß ich allerdings noch nicht 🙈)
☀️dann werde ich doch wohl hoffentlich endlich(!!!) euch das Outdoorprojekt zeigen können, von dem ich ja bereits auch schon im Juli erzählt habe. Nur so viel: an mir liegt's jetzt wirklich nicht mehr...näheres dann im Blogpost im September - vielleicht 
☀️ich habe mir zum Thema "Zufriedenheit" Gedanken gemacht...mal sehen, vielleicht gibt's auch dazu ein Blogpost
☀️und nähen will ich natürlich auch wieder...erst letzte Woche kam hier eine Lieferung mit wunderschönen Stoffen an...

A propos Brombeeren pflücken: der geneigte Leser weiß ja inzwischen, wie gerne ich das mache. Es ist für mich ein Weg,  abzuschalten und gleichzeitig was sinnvolles und was, das Spaß macht zu tun. Und so habe ich letzte Woche mit meinen Kids wieder den Wald durchkämmt (für uns, die wir direkt am Waldrand wohnen und wo sich die Brombeerhecken schier türmen eh kein Problem). Und ich kann Euch diesen "Freizeittipp" auch echt nur ans Herz legen...geht mit den Kids raus und sammelt Beeren. Meine beiden waren zuvor eher quengelig, da irgendwie müde vom Kindergarten und gleichzeitig ideenlos, was gespielt oder gemacht werden kann und daher alles andere als gut gelaunt. Dann beschloss ich,  rauszugehen und mit ihnen Brombeeren zu sammeln. Was soll ich sagen: die schlechte Laune war urplötzlich verflogen,  beide waren mit Feuereifer dabei, suchten immer noch tollere Hecken mit noch mehr dicken Beeren, konnten tatsächlich so wie ich abschalten, und wir drei waren 2 Stunden draußen einträchtig am sammeln. Danach hatten auch alle wieder Lust, miteinander zu spielen - ohne ärgern oder streiten. Perfekt. Und nebenbei: im Wald muss man keinen Eintritt zahlen und kann in der Tat viel sehen und erleben...also los 😉


Montag, 21. August 2017

Entscheidungen

Entscheidungen, Entscheidungen.  Wenn man genau nachdenkt, besteht das ganze Leben aus Entscheidungen. Manche geschehen unbewusst, zum Beispiel welche Tasse man morgens aus dem Küchenschrank nimmt. Manche fallen leicht - was man heute anzieht, was man nachmittags mit den Kids unternehmen will, was man zu Mittag kocht. Manche sind leicht zu umgehen, manche Entscheidungen sind dringend nötig. Manche Entscheidungen überlässt man lieber anderen und manche Entscheidungen muss man zwingend selbst treffen. 

Es gibt ja Menschen, die sagen, dass sie nicht gern Entscheidungen treffen, die sich damit schwer tun. Ich kann das nicht so pauschal für mich sagen. Es hängt ganz von der Situation und den Umständen ab, ob ich mich leicht entscheide oder nicht. Was ich aber auf jeden Fall sagen kann ist, dass ich mir für Entscheidungen,  die für mein weiteres Leben richtungsweisend und wichtig sind, Zeit lasse. Zeit, um genau abzuwägen, um über die "wenn und aber" und über das "ob und wie " nachzudenken. Ich finde einfach, dass wichtige Entscheidungen nicht nur aus dem Bauch heraus und nicht nur spontan, sondern wohl überlegt getroffen werden sollten -  grade auch wenn man nicht nur für sich alleine verantwortlich ist, sondern so wie ich eine Familie hat, die unmittelbar oder indirekt von dieser Entscheidung betroffen ist.  

Hmmm - was faselt die denn da rum, was will sie uns eigentlich sagen? - werdet ihr jetzt vielleicht denken. 



Ich habe vor einiger Zeit eine Entscheidung getroffen. Diese Entscheidung musste erst über einen Zeitraum reifen, ich brauchte auch erst mal Zeit um mir bewusst zu werden,  dass eine Entscheidung wichtig und unumgänglich ist. Und so habe ich mich schliesslich entschieden. Heute habe ich meine Entscheidung offiziell gemacht und gekündigt.  Ich werde den Arbeitgeber wechseln. Für einige wird das vielleicht keine grosse Sache sein, aber für mich ist es das schon. Und dieser finale Schritt dazu ebenfalls, denn ich war nun 18 Jahre bei diesem Arbeitgeber.  Aber nun ist die Zeit reif für etwas neues. Die Zeit des haderns,  des zögerns ist vorbei - ich nehme mein Berufsleben in die Hand und handle. Und das fühlt sich unendlich gut an 😊. Sicher kennt das jeder, dass man sich mit Kollegen unterhält und es immer irgendetwas zu nörgeln gibt. Ich persönlich halte es da wie in dem Zitat: Love it, change it or leave it. Lange habe ich das, was ich tue sehr geliebt und mein ganzes Herzblut hineingesteckt. Später habe ich versucht ein paar Dinge zu verändern, was mir auch teilweise gelungen ist. Bei anderen Dingen habe ich aber auch erkannt, dass ich an die Grenzen stoße und jeglicher Aufwand vergebliche Mühe gewesen wäre. Ich finde das auch nicht weiter schlimm, denn die "eierlegende Wollmilchsau" wird man wohl nie erhalten. Aber schliesslich summierten sich die Dinge, meine Unzufriedenheit wuchs und so ist für mich auch der einzig konsequente Schritt,  einen Schlussstrich zu ziehen und etwas neues zu wagen. 

Wer weiß,  ob dieser Weg der richtige für mich ist, aber wer weiß das überhaupt jemals? Jedenfalls fühlt es sich für mich richtig an - sowohl im Kopf, als auch im Bauch. Und ich freue mich unbändig und riesig auf die neue Aufgabe in einer tollen, neuen Firma. Und so ist meine Vorfreude riesig auf alles was kommt. Im kommenden Frühjahr wird es dann soweit sein und ich starte einen neuen Lebensabschnitt in meinem Berufsleben. Bis dahin ist noch etwas Zeit, aber Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. 

Warum ich euch das heute erzähle? Hmm- das hat mehrere Gründe,  ganz klar. Zum einen schreibe ich hier, in meinem Blog oft über Dinge,  die mich beschäftigen und bewegen. Sicher noch längst nicht über alles, aber dieses Thema war eines, das mich persönlich sehr lang und intensiv beschäftigt hat. Und wenn dieser Blog nicht persönlich ist,  was dann? Er ist ja schliesslich voll mit persönlichen Beiträgen, ich bin ja kein Magazin oder Unternehmen, sondern nur ich - pur, echt, authentisch.  Zum anderen bin ich selbst gespannt, wie ich das ganze wuppen werde und evtl. werde ich auch eine zeitlang nicht mehr ganz so viel selbstgemachtes anfertigen und zeigen können. Und vor allem: ich möchte ermutigen. Alle, die mit ihrer jetzigen (Lebens-)Situation unzufrieden sind. Denn das Leben ist doch - wenn man es genau nimmt - viel zu schade und viel zu kurz - um ewig zu hadern, unzufrieden und unglücklich zu sein. Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen,  dass es IMMER einen Weg gibt. Vielleicht führt der über Umwege,  vielleicht ist dieser Weg nicht immer schön und perfekt oder gar steinig, vielleicht gibt es Durststrecken , aber wenn du dein ein Ziel vor Augen hast, flexibel bleibst und deinen Geist und Seele öffnest um auch kleine schöne Dinge am Wegesrand war zu nehmen, dann wirst Du glücklich sein - nicht erst am Ziel, sondern auch auf Deinem Weg!



Samstag, 12. August 2017

Was für's Spielzimmer

Ich werde öfter gefragt, woher ich die ganzen Ideen meine er DIY- Projekte habe (dicht gefolgt von: wann hast du dafür Zeit?). Oft hole ich mir die Ideen  / Inspirationen aus dem Internet,  mittlerweile seltener aus Zeitschriften (weil ich nicht mehr so viele lese wie früher), aber allermeistens bringt die Zeit die besten Ideen und Gedanken. 

Zum Beispiel das Kinderschlafzimmer.  Immer wenn ich in dem Raum war, war ich unzufrieden.  Es war alles drin was nötig ist, aber irgendwie war es nicht perfekt. Ich stellte Möbel um, dekorierte neu, bis ich irgendwann die zündende Idee hatte, die Wandfarbe zu ändern.




Und so war es ähnlich bei unserem aktuellen DIY-Projekt. Meine Tochter - angehendes Schulkind - spielt zur Zeit gerne Schule. Wir haben dafür auch extra einen alten, ausrangierten Ranzen von der Tochter einer Freundin erhalten und die Kids haben auch eine kleine, aufklappbare Tafel, die wir vom Discounter haben. Wie gesagt, die Tafel ist aufklappbar, was im Umkehrschluss bedeutet, dass man sie auch wegräumen kann (nicht gerade die Lieblingsbeschäftigung von Kindern) und dass sie - wenn sie nicht gebraucht wird oder weggeräumt ist - irgendwie immer im Weg ist. Und sie ist zudem eher kleiner, der "Lehrer" kann also nicht davor stehen... 

Auf der Suche nach anderen Tafeln bin ich auf tolle Onlinehändler gestoßen mit wirklich süßen Spielsachen, allerdings nicht ganz so süßen Preisen. Oder wie findet ihr den Preis von 169€ für eine aufklappbare Tafel - ohne mitgelieferte Kreide (bei dem Preis müsste m.E. ein Jahresvorrat an Kreide inklusive mitgeliefert werden). Also beschloss ich,  eine Tafel selbst zu machen. 




Was man dazu braucht: ein Brett Leimholz aus dem Baumarkt (unseres hat die Maße 50 x 80 cm), Holzleisten als Rahmen (die gibt es in unterschiedlichen Breiten, ebenfalls im Baumarkt), eine etwas breitere Holzleiste als Ablage für die Kreide, Acrylfarbe (falls der Rahmen bunt werden soll) und Tafellack (den hatte ich schon vor vielen Monaten in der Kruschtelabteilung eines Drogeriemarktes für 2,99€ gekauft). Ausserdem noch ein paar Nägel zum anbringen der Holzleisten und 2 Schrauben( zum festschrauben der Tafel an der Wand). 

Und schon kann es los gehen. Das schöne an diesem Projekt ist auch wieder, dass wir das alle gemeinsam gestaltet haben. Meine Kids haben den Tafellack angebracht,  ich habe den Rahmen bemalt und mein Mann hat den Rahmen - und die Tafel an der Wand befestigt (er kann das wesentlich schneller und sauberer als ich). 







Et voila, die Tafel ist fertig und wird bereits kräftig bespielt. Und das schöne: es ist eine ganz individuelle Tafel, groß genug und sehr schön, hängt an der Wand und stört nicht (im Gegenteil) und hat insgesamt nur rund 25€ gekostet 😊. 





Ich muss nun los, die "Lehrerin" ruft... 😉 

Donnerstag, 10. August 2017

Ungewöhnlich

Ungewöhnlich. So würde ich meinen heutigen Tag beschreiben. Es ist das erste Wort, das mir hierzu einfällt...

Heute war das Wetter nur grau in grau, es regnete ununterbrochen. Eigentlich ein Wetter,  das sich dann spätestens im Laufe des Tages auf das Gemüt meiner Kinder (und nicht nur deren) niederschlägt,  also im Klartext: ich hatte schon mit nörgeln, mit gegenseitigem ärgern (weil einem selbst zu langweilig ist) und dem ein oder anderen Streit gerechnet. Das Gegenteil war der Fall (also echt: in letzter Zeit erstaunen mich die Beiden). 

Beide haben wunderbar miteinander und dann auch wieder wunderschön vertieft nebeneinander gespielt. Und ich? Ich wurde ja nicht zum Streit schlichten oder spielen gebraucht, mein Mann wollte ein bisschen Papierkram erledigen und ich beschloss spontan, einer mir ganz lieben Freundin einen Brief zu schreiben. Sie hat aktuell keinen Urlaub und ich hatte nun keine Lust, eine ewig lange Whatsapp zu tippen oder eine Sprachnachricht zu schicken. Und ich muss sagen, es hat wirklich Spaß gemacht. Wie immer, wenn ich mich hinsetze und schreibe (das klingt jetzt, als würde ich das öfter machen, also ist wohl "wenn ich mich früher hinsetzte und schrieb" richtiger), wird es lang und so waren es schliesslich 6 Seiten die ich - unterbrochen von kleinen Massageeinheiten meiner Hand - geschrieben habe. Dafür kann ich behaupten, dass sie nun vollends über sämtliche News informiert ist 😂. Beim schreiben ist mir aufgefallen,  dass ich tatsächlich schon ewig nicht mehr einen Brief geschrieben habe (daher war meine Hand auch etwas aus der Übung). Außerdem habe ich auch kein schönes Briefpapier mehr und habe das in Gedanken auf meine Liste für den nächsten Einkauf schöner Dinge geschrieben...und wenn wir schon dabei sind: einen schönen Füller brauche ich auch. Ein Foto der Briefseiten habe ich übrigens via Instagram gepostet.  

Nachmittags meinte mein Mann dann, dass er mit den Kindern in einen Indoor Spielplatz bei uns in der Gegend fahren möchte und dass ich ja dann einfach mal Zeit für mich habe. Ich hatte überhaupt nicht mit einem freien Nachmittag gerechnet und war - ganz ehrlich - erst mal mit der unverhofften Freizeit überfordert. Es ist so: ich bin jemand, der sehr gerne alleine ist. Aber als Mama ist die Zeit alleine meist sehr begrenzt. Und nun hatte ich unerwartet tatsächlich eine Menge freie Zeit alleine. Unbegrenzte Möglichkeiten. Ich überlegte, was ich am besten tun kann und wie ich diese geschenkte Zeit am besten nutzen sollte: zu meinem Lieblingsblumenhändler fahren (der allerdings 40 Fahrminuten weit entfernt ist), was zuschneiden für das nächste Nähprojekt, malen, lesen, staubsaugen, was backen...hmmm🤔. 

Schliesslich entschied ich mich,  zu Fuß zur Post zu laufen um den Brief einzuschmeißen und anschließend zum zweiten Mal heute etwas zu tun, was ich schon ewig nicht mehr gemacht habe: ein ausgiebiges Bad in der Wanne nehmen. Ich bin eher der Duschtyp, aber an so herbstigen Tagen wie heute hatte selbst ich Lust auf ein ausgiebiges, entspannendes Bad und dabei ein gutes Buch.

Ich liebe meine Familie über alles und so macht mir alles Freude, mit dem ich meinen drei eine Freude machen kann. Deshalb habe ich frisch gebadet, voll erholt und eingecremt einen Schokokuchen mit weichem Kern gebacken. Er war genau zum richtigen Zeitpunkt fertig, als alle zur Tür herein kamen und sich - hungrig von einem spaßigen Tag im Indoor Spielplatz - über den Kuchen her gemacht haben. Ich konnte gerade noch ein Foto machen, bevor er vernichtet wurde...😂





Mein Fazit: unverhofft kommt oft. Ich habe heute zwei für mich recht ungewöhnliche Dinge gemacht und Spass dabei gehabt. Also will ich versuchen, künftig öfter mal "was anderes" zu machen...

P.S. heute Abend kam dann doch tatsächlich wieder ein wenig die Sonne zum Vorschein und wir vier haben einen kleinen Abendspaziergang mit Gummistiefeln und warmer Jacke unternommen...damit hätte ich echt heute nicht mehr gerechnet...war recht ungewöhnlich, diese Abendsonne... 😉