Sonntag, 16. Juli 2017

Wie Kinder einen verändern...

 Vor kurzem habe ich darüber nachgedacht, wie meine Kinder mich in meinem Denken und Tun verändert haben. Es war eine Situation- was genau weiß ich gar nicht mehr (und das ist auch nicht wichtig) - und ich dachte nur: das hätte ich vor meinem Leben als Mama nicht gemacht. Und während ich dann meinem Kindern beim spielen zugesehen habe, habe ich etwas näher darüber nachgedacht.



Es ist doch so - Kinder verändern uns. Und ich finde das auch gut so! Denn meiner Meinung nach bedeutet das, dass wir uns dann auch vollkommen auf sie einlassen - uns anpassen, Kompromisse schließen. Und nicht, dass sich die Kinder unserem vorherigen Lifestyle beispielsweise unterordnen müssen. Persönlich würde ich nicht sagen, dass ich durch meine Kinder ein besserer (oder schlechterer) Mensch geworden bin. Das klingt mir auch zu pathetisch. Ich fand mich vor meinen Kindern schon o.k. und tue das auch jetzt. Aber auch ich habe mich verändert. Und das ist in vielen, vielen kleinen Dingen spürbar. Mal offensichtlicher, mal nur für mein engstens Umfeld, mal merke oder weiß das nur ich.

Es gibt so viele Dinge, die mir an mir selbst aufgefallen sind...beispielsweise:

Seit ich Kinder habe, habe ich oft das Gefühl, dauernd aufzuräumen (und nie fertig zu werden). Und ich habe festgestellt, dass ich auch ganz schlecht (und meistens gar nicht) relaxen kann, wenn nicht aufgeräumt ist. Früher habe ich natürlich auch aufgeräumt und geputzt, allerdings hatte ich kein Problem,  mich erst auf die Couch zu legen und noch ein Kapitel aus einem spannenden Buch zu lesen, bevor ich dann mit der Hausarbeit startete. Manchmal wünsche ich mir diese Lockerheit dahingehend zurück...

Seit ich Mama bin, vertraue ich viel mehr auf meine Intuition. Zum Beispiel, wenn meine Kinder krank sind (was würde jetzt Sinn machen, was helfen). Oder ob es gut ist, dieses und jenes zu unternehmen oder zu kaufen. Ich vertraue meiner inneren Stimme mehr als den vielen Ratgebern (die ich unter anderem auch bei unserem ersten Kind zur Geburt geschenkt bekommen habe - mal lustig formuliert, mal ernsthaft, aber alle unnötig). 



Seit ich Kinder habe, geht bei uns vieles im Alltag viel schneller. Einfach, weil der Alltag ja auch viel bunter und voller geworden ist. Nun müssen nicht nur mein Mann und ich Termine unter einen Hut bringen, sondern auch die unserer Kinder. Eigentlich ist deren Alltag gar nicht so streng durchgetaktet, aber unter Terminen verstehe ich halt auch zum Beispiel: Verabredungen mit Freunden, Arzttermine, die wöchentliche Stunde beim turnen oder reiten, die Termine vom Kindergarten (die sich grade bei meiner Tochter, die dieses Jahr eingeschult wird, extrem häufen). Also muss alles irgendwie schneller gehen. Einkaufen, kochen....langsamer zu essen musste ich mir selbst erst wieder nach unseren Kindern beibringen. Irgendwie hatten keine Kinder nämlich schon von klein auf immer dann Hunger, wenn ich etwas essen wollte. Und als stillende Mama habe ich dann schnell was runtergeschlungen, um dann meine Babys füttern zu können. Dass ich so schnell esse, ist mir dann erst bewusst geworden, als mein Mann und ich mal wieder nach einer gefühlten Ewigkeit alleine essen gingen. Früher war einkaufen, kochen und essen für mich etwas, das ich schier zelebriert und ganz bewusst getan habe...

Seit ich Kinder habe denke ich über viele Dinge anders. Zum Beispiel über Geschwindigkeitsbegrenzungen. Sicher waren die immer schon sehr wichtig. Nur waren sie mir früher irgendwie nicht so bewusst oder wurden von mir nicht gar so ernst genommen. Nach wie vor habe ich eher einen rasanten Fahrstil (schlichtweg, weil ich trödeln hasse), aber in bewohnten Gegenden fahre ich nun auch langsamer und der Vorschrift entsprechend,  weil ich selbst auch eine Wut bekomme,  wenn irgendein Raser durch unsere 30km-Wohnstrasse durchrauscht. Oder zum Beispiel Politik. Die verfolge ich heutzutage mit anderen Augen...  

Seit ich Mama bin, bin ich oft (nicht immer) gelassener,  spontaner, flexibler. Okay - nicht, was meinen Haushalt betrifft 😂 und auch nicht, was manchmal meine Nerven betrifft....sehr wohl aber, was meine / unsere Planungen betrifft. Während wir früher schon wussten, was wir z.B. am Wochenende unternehmen, was wir dann und dann erledigen usw. muss man mit Kids einfach flexibler sein. Erkrankungen kommen halt immer ungelegen und zum ungünstigsten Zeitpunkt. Insofern kann ich heute eindeutig sagen, dass ich absolut spontaner bin als früher.



Was ich als Mama nach der intensiven Babyzeit auch erst wieder lernen musste: mich selbst nicht zu vergessen und auch wichtig zu nehmen. Anfangs dreht sich einfach dein ganzer Kosmos um dieses kleine Menschlein. Das ist wichtig, gut und unumgehbar. Aber irgendwann, ja irgendwann braucht dich dein Kind nicht mehr ganz so stark wie am Anfang - das merkst du spätestens von Jahr zu Jahr, wie sukzessive ein Stück Unabhängigkeit und damit verbunden auch Freiheit für Dich hinzukommt. Ich kenne Paare, die schon ewig zusammen waren und die sich nach dem Familienzuwachs "plötzlich" getrennt haben. Ich finde, es ist wichtig, sich ganz bewusst für sich selbst, aber auch für den Partner Zeit zu nehmen. Mal zusammen essen gehen. Ins Kino. Oder einfach die Glotze aus lassen und miteinander reden. Als Mama prasseln so viele Eindrücke, so viel Neues und so viel Verantwortung auf Dich ein. Doch es ist - finde ich - immens wichtig, sich selbst auch wahrzunehmen und wichtig zu nehmen. Sich z.B. selbst zu pflegen. Babymassage, Cremes, kostbare Öle etc. Aber selbst nicht mal die Zähne geputzt???  Auch ich bin natürlich mit tiefschwarzen Augenringen und megableich nach durchwachten Nächten etc. umhergeschlichen. Aber es war mir immer wichtig, mich selbst nicht "gehen zu lassen", also regelmäßig zu duschen, nicht wochenlang mit strähnigen Haaren herumlaufen usw. Und letztlich hat das mir, aber auch meiner Familie gut getan (ein entspannendes Bad wirkt manchmal Wunder 😉). Warum ich dann aber das "sich selbst nicht vergessen" erstmal wieder lernen musste? Ich war schon immer ein geselliger Mensch mit einem tollen Freundeskreis. Als ich Mama war, fiel es mir aber erstmal schwer, mich alleine (ohne Kinder) mit meinen Freunden zu verabreden und entspannt Zeit zu verbringen. Irgendwie hatte ich lange ein schlechtes Gewissen,  nicht zu Hause zu sein (dabei war ich tatsächlich nicht oft weg, was auch daran liegt, dass ich einfach auch gerne zu Hause bin). Das meine ich in meinem Fall mit "sich selbst wichtig nehmen". 

Und diese Liste könnte ich noch endlos weiterführen, wie zum Beispiel,  dass ich, wenn ich shoppen gehe automatisch oft erst was für meine Kids einkaufe (es gibt sooo schöne Sachen...) Und.so.weiter. Aber ich will euch ja nicht langweilen...

Vielleicht habt ihr euch bei dem ein oder anderen Punkt selbst wiedererkannt, habt das selbst erlebt und wisst, was ich meine. Vielleicht habt ihr aber auch ganz gegensätzliche Sichtweisen, anderes erlebt etc.... 

Ich denke, sicher ist nur: Mamasein, Elternsein verändert. In manchen Dingen zum positiven, in manchen nicht. Es ist unglaublich intensiv, anstrengend, manchmal Kräfte raubend oder nervend, aber es macht auch unglaublich reich an Glück, an Freude,  an Liebe. Und so kann ich heute sagen: ja, ein Leben mit Kindern bedeutet oft Entbehrung. Aber noch viel öfter genau das Gegenteil. Ich bin froh, Mama zu sein, denn dadurch fühlt sich mein Leben richtig und vollkommen an 💕!



      

Dienstag, 11. Juli 2017

Eine neue Hose...

...habe ich für meinen Sohn gestern Abend genäht.  Und heute hat er sie gar nicht mehr ausziehen wollen - für mich auf jeden Fall das größte Kompliment. Schließlich Nähe ich zum allergrößten Teil für meine Kinder.  Wäre echt deprimierend, wenn sie es gar nicht mögen würden. Aber (noch...) ist das gar nicht so - im Gegenteil,  beide freuen sich immer riesig. 

Und so war es - glücklicherweise - auch mit dieser Hose. Glücklicherweise übrigens deshalb, weil Hosen zur Zeit gar nicht so einfach sind bei meinem Sohnemann.  Er ist eher schlaksig, und somit sind die meisten Hosen zu weit. Und ich muss das Bauchbündchen ganz eng stellen, was den Vorteil hat dass die Hose dann nicht mehr rutscht, ihm aber zum Beispiel beim sitzen drückt. 

Die Hose "Loose fit" von Mamasliebchen ist mega cool geschnitten und sehr vielfältig. Mit unterschiedlichen Stoffen wirkt sie plötzlich total anders und man kann auch viele eigene Ideen reinbringen. Ich zeige euch Fotos,  die ich heute Mittag von ihm mit der Hose gemacht habe, weil sie erst richtig wirkt, wenn sie angezogen ist. 

Nachdem sie so gut ankommt, wird dies sicher nicht die letzte "Mamasliebchen-Hose" für ihn bleiben... Vielleicht gefällt sie euch ja genauso wie mir und ihm 😊.    




Samstag, 8. Juli 2017

Neue Shirts braucht das Land...

...okay, okay  - vielleicht nicht das ganze Land, aber mein Sohn auf jeden Fall 🤣. Und so habe ich mich heute Abend an die Arbeit gemacht. Schliesslich habe ich mir selbst auch für den Juli ein ordentliches Pensum verpasst und auch wenn man gerade beim nähen schnell Fortschritte sieht: von allein macht es sich halt noch nicht. 

Und tatsächlich ist ja auch schon der erste Juliwoche um, also ran an die Nähmaschine. 

Heute Abend habe ich mich also dran gesetzt. Ich hatte zuvor heute mit meinen Kids,  deren Freunden und meinem jüngsten Patenkind  - also mit einer ganzen Horde Kinder - einen ausgiebigen, herrlichen Schwimmbad - Nachmittag und heute Abend schlafen meine Kids bei ihrer Patentante, mein Mann war noch mit seiner Tennis - Mannschaft bei einem Auswärtsspiel und so hatte ich tatsächlich komplett sturmfrei.  Klar, es gäbe noch das ein oder andere im Haushalt zu erledigen, aber wen kümmerts?

Erst gestern habe ich meinem ältesten Patenkind zum Schulabschluss ein Poster mit dem Spruch " Nimm dir Zeit für die Dinge, die dich glücklich machen" geschenkt. Dann wäre es ja geradezu unerhört, wenn ich mich nicht selbst daran halte (aber dann gute Ratschläge verteile)...

Also zum Shirt, das ich heute genäht habe. Den Stoff habe ich von Tante Poppins (via Dawanda) - ich kann diese Händlerin nur empfehlen. Immer moderne, stylische und schöne Stoffe in intensiven Farben...eine schnelle Lieferzeit etc....(nein, ich habe keine Kooperation - diesen Tipp gebe ich Euch einfach aus Überzeugung und weil ich weiß,  wie schnell man mal im Netz massig Zeit verplempert bei der Suche nach schönen Stoffen ).
Der Schnitt ist von "Mamasliebchen" und er hat mir gleich auf Anhieb richtig gut gefallen. Das Longsleeve hat einen asymetrischen Ausschnitt und somit das gewisse etwas... 

Leider kann ich euch kein getragenes Foto liefern, denn wie gesagt,  übernachtet mein   Sohn heute auswärts...ich werde mich nun gleich mit meinem Mann (der nun zwischenzeitlich heim gekehrt ist) bei einem Glas Wein in den Garten verkrümeln und die laue Sommernacht geniessen. Euch allen einen ganz tollen Abend 😘



Wegen der besseren Lichtverhältnisse und Farbwiedergabe habe ich heute morgen das Shirt fotografiert...gleich holen wir wieder unsere Mäuse ab - yippiieehh




Freitag, 30. Juni 2017

Tschüss Juni und willkommen Juli!

Halli Hallo 🙋‍♀️ - da bin ich wieder...

Schwupps ist der Juni vorbei. Habt ihr ihn auch so genossen wie ich? Ich muss ehrlich zugeben, dass ich heute erschrocken bin, als ich auf den Kalender geschaut habe und tatsächlich die 30 da stand. Sind es nun echt schon wieder 14 Tage her, seit dem ich mich zuletzt gemeldet habe ??? Tatsache, denn mein letzter und zugleich dritter post diesen Monat habe ich am 16.6. online gestellt 🙊. 

Im Juni habe ich: 

☀️Urlaub gemacht und mir selbst eine kleine Bloggerpause verschrieben
☀️zum Thema Seelenlandschaften geschrieben und euch meine vorgestellt
☀️seit langem mal wieder einen kleinen kulinarischen post verfasst, weil ich Erdbeeren so unendlich liiieeeebbbbe
☀️und schliesslich über die verschiedenen Arten und Möglichkeiten,  Urlaub zu machen gepostet

Ursprünglich hatte ich vor, noch viel mehr zu posten...ABER: da hat mir einfach dieses mega traumhafte Wetter einen gründlichen Strich durch die Rechnung gemacht.  Das war aber auch schon der einzige Nachteil daran. Und ich will mich da auch gar nicht beschweren. Für mich kann es nie zu warm, zu sonnig sein. Und während andere über die hohen Temperaturen gestöhnt haben, nicht schlafen konnten bei der Wärme usw., war ich einfach nur happy. Und auch nachts habe ich nicht wirklich schlecht geschlafen, da habe ich wahrscheinlich einfach Glück, dass mir das weniger ausmacht als anderen. 
Und so hoffe ich, dass diese kleine Sommerpause tatsächlich nur eine Pause ist und der Sommer ganz bald wieder zurückkehrt...

Und da ich nicht so viel gepostet habe, wie ursprünglich geplant, habe ich dafür den Vorteil, dass ich diese ganzen Dinge / Themen ja in den Juli packen kann - das ist das tolle an einem eigenen Blog 😊.  Einen kleinen Ausblick will ich euch heute schon geben:

🌞 heute habe ich darüber nachgedacht,  wie Kinder das eigene Leben und das eigene tun und denken verändern...hierüber werde ich noch in einem separaten post bloggen
🌞 schon Ende Mai hatte ich von einem Outdoorprojekt erzählt. Ganz ehrlich: ich habe zwischenzeitlich kein bisschen daran gearbeitet, dafür aber an einem anderen Outdoorprojekt, das mir spontan eingefallen ist (ja, da bin ich manchmal spontan, kreativ und chaotisch und arbeite grundsätzlich immer am Dingen, zu denen ich grade Lust habe. Etwas fertig zu machen, obwohl ich das eigentlich grade gar nicht will - also so unter dem Motto: es wird erst eins fertig gemacht, bevor wieder was neues angefangen wird - ist mir ein Greuel. Ich finde, Kreativität sollte in erster Linie immer Spass machen und dazu gehört auch die Freiheit, spontan Pläne zu ändern). Da beides noch nicht fertig ist, bin ich mir sicher, dass zumindest eines der Projekte noch im Juli fertig werden wird....also erfahrt ihr es dann hier 😉
🌞und ich habe natürlich ein Haufen Nähprojekte in der Pipeline. Noch vor unserem Urlaub hatte ich so unendlich Lust,  sofort mit allem loszulegen...dank Wetter und ganz vielen anderen Dingen hat das ja dann nicht stattgefunden. Mittlerweile glaube ich, dass längere Nähpausen mir nicht gut tun, denn irgendwie ist es dann immer schwer für mich,  wieder anzufangen jnnd den drive zu finden....na ja - ich bin sicher, dass ich das in den nächsten vier Wochen angehe
🌞 ausserdem habe ich bald ein Schulkind vielleicht gibts hierzu auch den ein oder anderen Beitrag...

Ich hoffe, ich treffe mit diesen Vorhaben ein bisschen euren Geschmack und ihr freut euch auf diese posts genauso wie ich...falls ihr Lust / Interesse an anderen oder zusätzlichen Themen habt, dann lasst es mich gerne wissen (ich kann es euch nur anbieten)...andernfalls gehe ich davon aus, dass ich mit diesen (gedanklich) vorbereiteten Themen genau ins Schwarze treffe...

Auch ansonsten freue ich mich riesig auf den Juli - er zählt definitv zu meinen Lieblingsmonaten! Bei uns wird einiges los sein...allein an Festen und Feiern. Schon in der ersten Woche haben gleich drei mir sehr wichtiger Menschen Geburtstag,  in der zweiten Woche wird meine Tochter sechs Jahre alt (natürlich besonders wichtig),  mein Mann und ich werden unseren zehnten (!) Hochzeitstag feiern, dann muss ich noch einen Polizei - und Räuber - Kindergeburtstag organisieren (den sich meine Kleine dieses Jahr wünscht), ich werde mit meinen Mädels zu einem Andreas Bourani - Konzert gehen, der Juli ist der letzte Monat vor den Ferien und entsprechend haben meine Kids auch noch einige Termine im Kindergarten....puhhh. Also Leute echt mal jetzt: wenn ich dann noch das poste, was ich als Vorschau gegeben habe....dann bin ich doch echt gut und habe mir ein Lob verdient, oder einen Pokal,  ein großes Eis, Ruhm und Ehre - ach was, ein winziges Kommentar reicht schon...was meint ihr 😂😉.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein tolles Wochende - bis bald 😊, eure Natascha


Heute fotografiert...ein Teil unseres Eingangsbereichs

Freitag, 16. Juni 2017

Und was für ein Urlaubstyp bist Du?

Momentan sind noch Ferien (zumindest in "meinem" Bundesland 😉) und unser Urlaub in Mallorca war ja auch erst, sodass ich Lust habe,  noch was dazu zu posten.

Geht euch das auch so? Wann immer ich bisher gefragt wurde, was wir im Urlaub machen, waren die Meinungen grob in zwei Gruppen unterteilbar: 1. Diejenigen, die Hotelurlaub gut finden und 2. Diejenigen, die lieber campen / in Ferienhäuser etc. urlauben, aber eben nicht im Hotel. 

Eins vorneweg: wir haben schon beides (gern) im Urlaub gemacht. Und generell glaube ich, ich bin einfach ein Urlaubstyp, was bedeutet: erst einmal ist es mir grundsätzlich wurscht, wie - Hauptsache neues / anderes sehen und erleben, Urlaub eben.

Ich war in Hotels die superklasse ä- oder eben auch nicht so toll waren und in Ferienhäusern, die sehr schön waren oder aber auch solche wo ich froh war, die meiste Zeit des Tages nicht dort zu sein.




Dieses Jahr haben wir uns wieder mal ganz bewusst für ein Hotel entschieden. Denn im letzten Jahr waren wir zwei mal im Urlaub und dabei zwei mal "Selbstversorger" - einmal in einem Ferienhaus in der Eifel und einmal in einem Mobilheim auf einem Campingplatz in Italien.

Das wirklich tolle (und wohl auch offensichtliche) im Hotel ist einfach, dass Du Dich um NICHTS kümmern brauchst. Nicht einkaufen, nicht kochen, nicht putzen. Vor kurzem habe ich mich mit einer Mama aus dem Kindergarten unterhalten, die mit ihrer Familie immer in ein Ferienhaus geht (das einer Verwandten gehört). Und sie sagte : im Grunde verlagere ich meinen "Arbeitsplatz " nur an einen anderen Ort,  sonst bleibt das meiste gleich. Und das stimmt, finde ich. Vielleicht hat man nicht den Zeit - und Termindruck wie Zuhause und bestimmt geht man auch das ein oder andere Mal essen...aber generell muss man trotzdem planen (schauen, dass man was "zu Hause" zu essen hat und wissen, ob man noch was einkaufen muss oder wo man essen geht und ggf. reservieren und.so.weiter) und kann nicht einfach komplett ins blaue hinein leben(zumindest nicht, bevor man über manches nachgedacht oder geplant hat, denn irgendwann haben die Kids einfach Hunger). Und was das ausmacht, also ich meine alleine schon was das zeitliche betrifft, habe ich in unserem Urlaub letzte Woche festgestellt. Du hast einfach sooo viel Zeit! Zeit, die du völlig unbeschwert und ganz intensiv mit deinen Kids verbringen kannst. Wir haben so viel geplanscht, Sandburgen gebaut und gespielt - und dabei völlig die Zeit vergessen...H.e.r.r.l.i.c.h!



Und immer, wenn wir in Mallorca sind, mieten wir auch ein Auto,  einfach weil die Insel so abwechslungsreich und schön ist (und es meiner Meinung nach eine echte Verschwendung wäre, ausschliesslich in der - zugegeben sehr schönen - Hotelanlage zu bleiben). Und so waren wir natürlich auch diesmal unterwegs und dabei war es völlig egal, wie lange wir uns dort oder dort noch aufhalten, oder noch einen Abstecher nach da machen, weil wir ja nicht noch essen einkaufen mussten oder Zeit einplanen zum kochen etc. Versteht mich nicht falsch, wir waren wie gesagt auch schon in Ferienhäusern und werden sicher auch wieder mal einen solchen Urlaub machen, aber das sind die Vorteile am Hotelurlaub,  die mir dieses Mal besonders bewusst geworden sind.  

Ja aber Natascha, im Hotel ist immer alles so steif und selbst zum Frühstück muss man "gerichtet" sein, da ist es auf einem Campingplatz viel entspannter...ja, das mag sein. Allerdings habe ich auch auf dem Campingplatz im letzten Jahr so manche Frauen gesehen, die bereits morgens beim Bäcker perfekt gestylt und geschminkt waren. Und hier im Hotel gab es einige Frauen, die ganz normal (in Schlabberhose und T-Shirt) im Restaurant waren - und das auch abends. Ich finde, es relativiert sich alles so langsam. Im Hotel trifft man zwischenzeitlich nicht nur die supergestylten an und auf dem Campingplatz nicht nur die laissez-faire-Typen. Auch bei uns im Hotel gab es natürlich Frauen,  die total "in shape" waren und die nicht nur so manches Fettpölsterchen oder das ein oder andere "sympathische" Röllchen "weggeshaped" hatten, sondern ganz besonders auch ihre Lebensfreude und Ausstrahlung. Und die somit a` la Viktoria Beckham ernst und ohne jegliche Gesichtsmimik dasaßen. Es gab Frauen, die einen echt tollen Kleidungsstil hatten und bei denen ich am liebsten ans Hotelzimmer geklopft hätte, so in der Art:" Verzeihung, sie haben ja irre tolle Sachen, darf ich mal kurz in ihren Schrank gucken?" 🤣. Und andere, die völlig klamottentechnisch entgleist waren aber - das muss ich Ihnen lassen - dies voller Überzeugung und Stolz zur Schau trugen. Es ist einfach wie überall: es gibt solche und solche.... 





Fakt ist, dass Urlaub teuer ist. Und v.a. Hotelurlaub.  Und v.a. in der Ferienzeit (was ich ja echt bodenlos finde, denn in den Ferien verreisen ja insbesondere Familien, also diejenigen, die ohnehin mehr Personen sind und meist weniger verdienen (wenn nicht beide Elternteile Vollzeit arbeiten)). Worauf ich immer beim Hotelurlaub achte, ist, dass es a)keine Hochhaus- Betonbunker sind (also max. Wohneinheiten mit 3 Stockwerken hat). In Dubai oder New York o.ä. ist das etwas anderes (da gehören die Hochhäuser auch zum "Landschaftsbild"), aber diese Plätze in den "Touristenhochburgen" strahlen auf mich keine Anziehungskraft aus. B) ist es uns immer wichtig, dass die Hotelanlage weitläufig ist - also eine große Garten-/ Parkanlage hat, eine große Poollandschaft etc. - sodass es nicht so extrem überlaufen oder voll wirkt, man ein bisschen für sich sein kann, ja - auch mal anderen aus dem Weg gehen kann. Damit sind wir bisher immer hervorragend gefahren.     

Und jetzt mal zurück zu unserem letzten Urlaub: das merkwürdige war: wir hatten so viel intensive Zeit mit den Kids, dass wir auch "plötzlich" total viel Zeit für uns selbst hatten. Ich habe zum Beispiel ein ganzes Buch gelesen,  mein Mann war bei der Massage, ich war mit meiner Tochter bei einem witzigen Mutter-Tochter-Wellness-Treatment und irgendwie habe ich so viel Sport wie schon lange nicht mehr gemacht. Völlig stressfrei und eigentlich nebenbei.

Also wir haben uns sehr erholt. Und das ist doch das eigentlich wichtige im Urlaub, oder 😉😉😉?


    

Mittwoch, 14. Juni 2017

Erdbeerliebe

Mit Sommer verbinde ich: natürlich Sonnenschein, lange, nie endende Tage draußen,  laue Sommernächte im Garten mit guten Gesprächen und vielleicht auch einem kühlen Glas Wein,  der Geruch von frisch gemähtem Gras (dabei muss ich immer an meine Kindheit denken; ich liebte es, wenn ich auf dem Heimweg das von unserem Nachbarn frisch gemähte Gras roch - ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Sommer nun Einzug hielt), Eis, Eis und Eis,  Wassermelone und: ERDBEEREN 😋🍓🍓🍓🍓. 




Bei uns gab es eigentlich Erdbeeren rund um die Uhr.  Und wenn es sehr warm draußen war (und keiner Lust auf ein warmes Mittagessen hatte), gab es einfach eine Schale Erdbeeren mit Milch oder Erdbeeren pur. 





Und so ist die Liebe zu Erdbeeren geblieben und sobald es Erdbeeren gibt, gibt's die auch bei uns - andauernd. Vielleicht versteht ihr deshalb auch, dass ich unglaublich happy war, als ich am Montag auf der Heimfahrt von einem Ausflug mit den Kids endlich auch wieder den Obstbauern gefunden habe, der so unglaublich tolles Obst - und eben auch Erdbeeren hat. 

Es ist ein Direktvertrieb und ein toller Laden.  Es gibt natürlich Obst, frisches Gemüse (alles aus der Region), selbst gemachte, megaleckere Suppen,  die in Gläsern verkauft werden, Frischkäse,  eingelegter Käse, Eier,  Blumen (sowohl gebundene und extrem schöne Sträusse als auch einzelne Blumen, zum individuellen zusammenstellen), Topfpflanzen und Deko (zum Beispiel Windlichter, Vasen, Körbe und alles, was Frau so braucht 😉), Honig,  Wein und vieles, vieles mehr. Vor Jahren haben mein Mann und ich diesen Himmel auf Erden entdeckt und ich hatte mir geschworen, dass ich jedes mal, wenn ich in dieser Gegend vorbeikomme, dort auch einen Abstecher mache. Nur leider habe ich daraufhin vergessen,  in welchem Ort der Laden ist und habe seither immer gesucht und bin umher geirrt, aber nie habe ich ihn gefunden. Und so bin ich völlig berauscht und glückselig durch diesen Laden gelaufen, als ich ihn endlich gefunden hatte (evtl. hat die Verkäuferin gedacht, dass ich was eingeschmissen habe, denn ich war echt absolut verzückt)...ja und dann ging es ans shoppen. Das war echt ein teurer Tag, denn am Vormittag waren wir ja bereits beim Lieblingsschweden tüchtig gewesen...aber was soll's - man lebt ja nur einmal 😂😂. 

Und NATÜRLICH(☝️) habe ich  auch Erdbeeren mitgenommen. Ein Grossteil wurde bereits so vernichtet, aus dem Rest habe ich heute einen kleinen Kuchen und Erdbeereistee mit Basilikum gemacht (was wir gleich mit unserem Besuch schlemmen werden). 



Den Boden für das Küchlein habe ich gekauft (0,99€ im Edeka, dafür kann man ihn kaum selbst machen). 





Den Eistee machen wir eigentlich jedes Jahr mal und meine Kids mögen den auch sehr. Hier das Rezept:

♡ 3 Teebeutel Schwarztee (man kann auch mehr nehmen,  aber da die Kids auch trinken, mache ich ihn lieber schwächer) mit
♡einer Hand voll grob gerupften Baslikumblättern und 
♡ 1l kochendem Wasser  übergießen,  kurz ziehen lassen
♡ dann abgiessen und mit etwa 25g Vanillinzucker (ich mache meinen immer selbst) süßen

2 Stunden kalt stellen

♡ Erdbeeren klein geschnitten und ein paar Blätter Basilikum hinzugeben und etwas ziehen lassen (je länger desto besser) - fertig. Besonders gut schmeckt er mit Eiswürfeln.

Also wir werden jetzt diesen sommerlichen Nachmittag gleich geniessen - Euch wünsche ich ebenfalls einen supertollen Sommertag!


Donnerstag, 8. Juni 2017

Seelenlandschaften

Und da bin ich wieder...der Urlaub (wieder mal viel zu schnell vorbei 😩) ist zu Ende. Zumindest der Urlaub in Mallorca,  wir haben noch ein paar Tage frei und somit ist der Break zwischen Urlaubs- und Alltagsmodus nicht ganz so heftig. 

Unser Urlaub war sehr chillig, sehr schön, erlebnisreich und erholsam - für alle. Die Kids waren happy, denn es gab Wasser, sowohl am Pool als auch das Meer (und meine drei - also auch mein Mann, ich bin zweifache Mum - sind absolute Wasserratten 😉). Und ich war happy, denn endlich, E.N.D.L.I.C.H hatte ich es wieder: "mein Meer". 

Die Journalistin Meike Winnemuth - deren Geschichten und Kolumnen ich so wahnsinnig gerne lese und die treffender, lustiger und ehrlicher schreibt wie keine zweite - hat einmal in einer ihrer Kolumnen geschrieben (Zitat):" Ich glaube, jeder hat seine eigene Seelenlandschaft, eine, die zu ihm spricht, die ihm was Wichtiges zu sagen hat. So einen Ort zu haben, an den man jederzeit zurückkehren kann wie zu einer Kur, ob tatsächlich oder in Gedanken, ist unendlich tröstlich." Und? - jaaa, ich sagte doch, sie schreibt unglaublich treffend und kann Dinge jnd Situationen, selbst die alltäglichsten oder augenscheinlich unbedeutendsten so super beschreiben.  Also, kauft unbedingt mal ein Buch von ihr (diese kostenlose, hervorragende Buchempfehlung gibt's hier völlig gratis 😉). 

Aber der Titel dieses posts lautet "Seelenlandschaften" und deshalb nun zum eigentlichen Thema. Ich weiß genau, wie meine Seelenlandschaft aussieht. Es ist das Meer. Und dabei ist es tatsächlich für mich völlig schnurz, welches Meer: Mittelmeer, Adria, Atlantik, Pazifik, rotes Meer, Nord -/ Ostsee...egal,  Hauptsache weit. Mindestens einmal im Jahr zieht es mich förmlich ans Meer und dann kann ich auch ewig davon zehren, wenn ich nicht mehr am Meer bin. Ich liebe es, einen ausgiebigen Strandspaziergang zu machen,  die salzige Luft einzuatmen, den Wellen zu lauschen, Sand unter den Füßen und den Kopf ordentlich "durchpusten" zu lassen. Völlig egal, ob bei schönem oder schlechtem Wetter, manchmal ist genau das schlechte Wetter das idealste. Oder einfach nur am Strand, auf einem Felsen, einer Aussichtsplattform etc. zu sitzen und aufs Meer zu schauen. Ohne zu reden. Manchmal kommen mir da die besten Ideen, die schönsten Gedanken und oft genug werden die vielen Dinge, die im Kopf schwirren und über die ich nachdenke, leiser und verstummen schliesslich ganz. Und dann bin ich nur einfach da. Am Meer. Tue nichts, denke nichts.

Mein Mann übrigens witzelt immer, dass er mich locker mit ausreichend Wasser den ganzen Tag am Meer sitzen lassen könnte, weil ich nicht mehr brauche. Und das stimmt. Für mich persönlich ist alles weitere unnötig, wenn ich einfach dasitzen will. Manche werden ja dann unruhig, müssen irgendetwas tun, stehen auf oder zappeln herum. Ich nicht. Und das witzige: meine Tochter auch nicht. Sie wird ja dieses Jahr erst sechs Jahre alt,  aber auch auf sie scheint das Meer eine ähnliche Faszination auszuüben. Und so saßen wir dieses Jahr gemeinsam am Meer und haben gemeinsam geschwiegen. Unglaublich schön. 

Wer nun glaubt, dass ich an den übrigen dreihundertsoundso Tagen ziemlich unglücklich sein muss, weil der Schwarzwald ja bekanntermaßen nicht ganz so nah am Meer liegt, der irrt. Erstens kann ich  ja lange von meinem Urlaub am Meer zehren und mich auch wieder dorthin denken und zweitens bin ich mir sehr wohl der Vorzüge,  im Schwarzwald zu leben, einem wunderschönen Fleckchen Erde an dem viele ebenfalls Urlaub machen (vielleicht "ihre Seelenlandschaft" haben), meiner Heimat, absolut bewusst. Also alles gut.     

Und somit bin ich nun wieder zu Hause. Erholt, gestärkt, mit neuer Energie und Kraft getankt und vielen neuen, anderen Gedanken und Zielen...

Und ihr? Wo ist eure Seelenlandschaft?