Mittwoch, 31. Januar 2018

Wohnen

Kürzlich habe ich mich mit einer Freundin in einem Cafe verabredet. Wir saßen gemütlich beisammen, als ich einen Zeitungsständer neben mir entdeckte, in dem u.a. eine Wohnzeitschrift steckte. So kamen wir auf das Thema wohnen, haben unsere unterschiedlichen Erfahrungen und Meinungen dazu ausgetauscht und dabei ist mir aufgefallen, wie viel es zu diesem Thema zu sagen gibt  

In der letzten Zeit lese ich öfters in Blogs Dinge wie "10 Facts about me" usw. Und wenngleich ich kein Freund davon bin, Dinge nachzumachen, so möchte ich heute gerne mal etwas zum Thema wohnen in diesem post schreiben - aus meiner persönlichen Sicht/Erfahrungsschatz. 

1. Bevor ich mit meinem Mann zusammen gezogen bin, habe ich alleine gelebt. Wir waren damals schon zusammen und es wäre sicher praktisch und finanziell auch sinnvoller gewesen, gleich zusammen zu ziehen, aber ich wollte vorher erst nochmal selbst wohnen. Zum einen weil es mir falsch erschien,  aus Bequemlichkeit oder aus rein finanziellen Aspekten heraus zusammen zu ziehen und zum anderen weil ich zuerst die Erfahrung machen wollte alleine zu wohnen. Und ihm Nachhinein kann ich sagen, dass dies eine sehr wichtige und wertvolle Erfahrung für mich war, die ich nur empfehlen kann.

2. Ähnlich wie mein Modegeschmack hat sich mein Geschmack in Sachen Einrichtung im Laufe der Zeit verändert. Früher war ich Stammkunde bei H&M und Co. Heute kaufe ich mir weniger, dafür qualitativ hochwertigere Sachen. Natürlich bin ich auch noch ab und zu bei H&M, aber eben längst nicht mehr so viel wie früher. Und ähnlich ist es auch im Bereich wohnen. Weniger ist mehr und lieber spare ich auf etwas und kaufe in Summe weniger Zeug, freue mich dafür darüber aber auch mehr und länger. 

3. So gerne ich in Zeitungen und Internet stöbere, bin ich der Meinung, dass jeder seinen persönlichen Einrichtungsstil finden sollte und sich nur mit Dingen umgeben sollte, die man wirklich mag und schön findet (und nicht die goldene Deko-Ananas - ja, sowas gibt's wirklich - auf den Tisch stellen sollte, weil das jetzt "in" ist, auch wenn man das Ding persönlich hässlich und für überteuert hält). Nichts ist ätzender, als eine Wohnung zu betreten, die zwar optisch schön aussieht, jedoch auch wie aus einer Zeitschrift, ganz ohne persönliche Note. Selbst könnte ich mich in einer solchen Wohnung nie wohl fühlen. 

4. Ich geniesse es in einem eigenen Haus zu wohnen und fühle mich auch zuhause. ABER: ich bin in einer kleinen Mietwohnung aufgewachsen und habe ganz offen gesagt als Kind und Teenie das auch nie bedauert oder anderen ein Haus geneidet. Soll heißen: ich würde mich auch in einer Mietwohnung wohlfühlen und brauche nicht unbedingt ein Haus zum Glücklichsein und schön gar nicht als Statussymbol, um jeden Preis oder so. Also wenn es mit einem Haus nicht klappt - aus egal welchen Gründen - würde ich das eher so sehen: lieber kein Haus und dafür noch leben und geniessen können, als in einem Haus zu sitzen und dafür nicht in den Urlaub/zum essen/ zum bummeln gehen zu können, weil man sich das dann nicht mehr leisten kann. Ich finde: es ist wichtiger zu leben als materialistische Dinge anzuhäufen. Am Ende kann niemand was "mitnehmen"...

5. Wenn ich neu bauen würde, könnte ich mich wahrscheinlich nur sehr schwer für einen Baustil entscheiden - mir gefällt einfach vieles. Beim Einrichtungsstil habe ich hingegen schon klarere Vorstellungen. 

6. So viele Vorteile es bringt, neu zu bauen...um eines beneide ich die Bauherren nicht: um die vergleichsweise kleinen Grundstücke in Neubaugebieten. Große Fensterflächen sind toll, aber wenn mir dafür der Nachbar morgens auf den Frühstückstisch sehen kann...nein danke. Klar gibt es Jalousien etc., aber wofür dann große Fenster, wenn diese immer verschlossen sind....? Wir haben nicht neu gebaut, sondern das Haus meiner Schwiegereltern übernommen. Und trotz mancher Nachteile, die dieser Umstand sicher mit sich bringt (allen voran bauliche Gegebenheiten und daher nicht komplett freie Gestaltungsmöglichkeiten), geniesse ich unsere Lage. Damit meine ich die Grundstücksgrösse, den Blick und vor allem den Platz um unser Haus. Da ist nichts beengt, sondern frei und weit - und das brauche ich. 

7. Wenn ich was in unserem Zuhause ändern würde, wäre es Badezimmer und Gästeklo. Diese beiden Räume waren schon vor unserem Ausbau vorhanden und entsprechend sind die Fliessen / Gestaltung nicht mehr unbedingt meins. Allerdings sind es jetzt glücklicherweise keine knallrosa Fliessen oder so (wie man das ganz früher hatte und von daher nicht extrem schlimm), aber wenn ich was verändern würde werde, dann das. 

8. Bei uns zuhause achte ich auf Sauberkeit und ein gewisses Maß an Ordentlichkeit.  ABER: es ist bei uns keinesfalls klinisch sauber und alles exakt ordentlich zu halten ist zumindest für mich mit zwei kleinen Kindern eine tägliche Herausforderung. Soll heißen: ich finde es wichtiger zu sehen, dass in einer Wohnung gelebt wird, als in einem Museum zu sitzen. Und ich mag es gemütlich und das bedeutet zum Beispiel auch, dass ich nicht gleich nach einem Kaffeeklatsch noch während die Gäste dasitzen mit dem Handstaubsauger komme. Das finde ich furchtbar - und habe das tatsächlich auch schon erlebt. Und somit bedeutet es auch, dass es bei uns zu Hause eine Grundordnung gibt, aber hier eben auch 4 Menschen wohnen und somit natürlich auch irgendwo Spielzeug herumliegt. Ich kenne beispielsweise eine Familie,  die sich in ihrem - wunderschönen - Anbau einen Flügel gestellt hat. Keiner von ihnen kann Klavier spielen, aber es sieht halt schön aus. O.k., kann man machen - wer's mag. Ich für meinen Teil finde das aber eher unpersönlich und frage mich: für wen wohne ich denn? Damit andere es schön anzusehen finden - also ich sicher nicht (siehe hierzu auch Punkt 3).

9. Ich finde, eine Wohnung einzurichten ist ein Prozess, der Monate und Jahre andauert - vielleicht sogar das ganze Leben. Ich habe die Erahrung gemacht, dass man oft erst merkt, was hier oder da gut reinpassen würde, wenn man in der Wohnung wohnt. Und dass es in Ordnung und sogar schön ist, wenn nicht alles sofort auf Knopfdruck perfekt ist. 

10. Für mich gehören Blumen zu einer guten Einrichtung dazu. Und das ist auch der Grund, weshalb man eigentlich immer (bis auf ganz wenige Ausnahmen) frische Blumen bei uns auf dem Tisch etc. findet. Dabei sind Blumen für mich der pure Luxus, denn sie tun nichts außer schön auszusehen (und meine Seele zu erfreuen). Und es ist mir egal, ob das ein schöner Blumenstrauß,  ein schönes Gesteck, einzelne Blumen oder Blütenzweige vom Händler, selbstgepflückt oder aus dem Supermarkt mitgenommen sind - Hauptsache Blumen. Die arrangiere ich dann auf unseren Esstisch, auf der Küchentheke, auf der Kommode im Flur oder Schlafzimmer... Selbst meine Kids sind schon damit angesteckt. Wenn ich Blumen kaufe, wollen sie immer auch ein oder zwei eigene Blumen, die sie dann ins Spielzimmer stellen 😊...




So, das waren zehn Dinge, die ich zum Thema wohnen sagen kann (und will). Seht ihr manches ähnlich oder ganz anders? Lasst es ,ich wissen - wenn ihr wollt. Bis dann 🙋‍♀️. 



P.S. : UPS- der Januar schon vorbei? Echt jetzt???😰

Hmm , im Februar werde ich mich hoffentlich öfter wieder melden, denn tatsächlich war ich terminlich in den letzten Wochen sehr eingespannt und habe Hoffnung, dass sich das nun ändert...

Was werdet ihr im Februar lesen?

🎉  sicher den Grund/das Ergebnis meiner Nähtätigkeit im Januar (habe wieder für meine Fasnetsmädels genäht)...

🎉 und sicher auch einen Beitrag zum Thema Auszeit für Eltern...

Alles weitere...? 🤔lässt euch überraschen 😉

Donnerstag, 18. Januar 2018

Was macht eine Frau / Mutter wenn...

...sie mal einen Nachmittag für sich hat, da die Kids bei Freunden zum spielen sind?

Ganz klar: sie nimmt endlich mal wieder ein entspannendes Vollbad, klatscht sich eine Haarkur drauf - eine Gesichtsmaske sowieso, legt sich danach auf das Sofa, blättert in der Lieblingszeitschrift, liest vielleicht noch ihr Buch weiter, begleitet von schöner Hintergrundmusik und einer leckeren Tasse Tee,  döst vielleicht ein bisschen...na schön.

Und jetzt bitte aufgewacht, denn die Realität sieht so aus: sie schippt Massen von tonnenschwerem, da tropfnassem Schnee,  fährt einkaufen für die Familie und die Gäste zur morgigen Geburtstagsfeier, wäscht zwei Maschinen Wäsche, backt einen Kuchen, räumt auf und putzt das ganze Haus (weil jetzt keiner stört), erledigt noch etwas Schriftkram, vergisst sich selbst was zum Mittagessen zu machen (ist aber nicht schlimm, weil das schadet auch mal nicht), näht noch etwas an den Kostümen für die Fasnet und schreibt diesen kleinen post (Stop, letzteres zählt zu Vergnügen). 

Hmm, habe ich nicht im vorletzen Beitrag was von "fünf gerade sein lassen" geschrieben? Ja habe ich. Und ich könnte jetzt sagen:"Was interessiert mich mein Gefasel von gestern?" , aber das tue ich nicht. Ich meinte diese Aussage ernst. Und ich arbeite auch daran. Mal gelingt es mir besser, mal schlechter. Aber heute habe ich ganz bewusst das alles erledigt. Ich hatte einen regelrechten Flow, es lief mir leicht von der Hand und musste sowieso (irgendwann erledigt werden. Und bei all dem werkeln habe ich mich tatsächlich auch "entspannt" - zumindest mental, wenn auch nicht körperlich. 

Und was ist der Preis? Der Preis für all das ist Selbstzufriedenheit und stolz sein auf sich selbst...und Freude dass das alles erledigt ist und nicht noch irgendwann zwischendrin gemacht werden muss...und somit habe ich Euch diesen post auch nicht geschrieben, um Bewunderung oder Lob zu ernten. Dass ich mich freue und selbst zufrieden mit mir bin, reicht völlig 😊.

Und ausserdem: ich habe heute etwas erkannt: ich habe erkannt, dass ich nicht neidisch auf reiche Menschen bin, nicht auf dicke Autos, nicht auf Jetset-Leben und auch nicht auf diejenigen, die jetzt bei 30° im Schatten am Strand liegen (okay...auf die vielleicht ein kleines bisschen). Aber ich bin wirklich neidisch auf Menschen die in Wohneinheiten mit Hausmeisterservice leben...ich HASSE Schnee schippen 😂😂😂 

Sonntag, 14. Januar 2018

Zeit

Manchmal vergeht sie wie im Flug,  rast geradezu an dir vorbei. Und dann wieder scheint sie stillzustehen oder zieht sich wie ein Kaugummi. Zeit. 

Wer hat heute schon Zeit oder eher: wer nimmt sie sich? Oftmals jagt man den falschen Aufgaben hinterher, hetzt sich ab und nimmt sich für das eigentlich wichtige einfach keine Zeit (weil da gibt es ja keinen Termindruck, keine (kommunizierte) Erwartungshaltung von anderen, keine Vorgaben, sondern nur ein "ich sollte mal wieder...ich wollte doch...ich habe schon lange nicht mehr" - das man zu sich selbst sagt). 

In der kommenden Woche hat mein Mann Geburtstag. Und während ich mir schon sicher war, er wünscht sich den obligatorischen "Weltfrieden", hat er zu seinem Geburtstag die Familie und viele Freunde eingeladen und gleich dazu erwähnt, dass er sich dieses Jahr Zeit von ihnen wünscht. Zeit, zum miteinander was unternehmen, für gute Gespräche,  um zu helfen (bei den vielfältigen Aufgaben rund ums Haus), Zeit auf unsere Kinder aufzupassen (damit wir mal wieder zu zweit was unternehmen können)... Und ja, ich war darüber echt überrascht. Aber ich muss sagen, dass ich das wirklich einen sehr, sehr schönen und süßen Geburtstagswunsch finde. Und er hat mir wieder mal bewusst gemacht, wie wenig echte Zeit man im Alltag hat oder sich "einfach" nimmt. Und wie schnell Zeit verrinnt. 

Und mal ehrlich: neben all dem Zeug, was man sonst meist zum Geburtstag bekommt, ist das doch etwas wirklich wertvolles. Und ich finde es zudem auch gut, denn es ist ein "Wunsch", aber einer, der trotzdem ein bisschen Phantasie,  ein bisschen überlegen seitens der Schenkenden erfordert. Schließlich können sie ja entscheiden, für was sie Zeit schenken. Ob mit konkreten Termin oder ohne usw. Und es ist nicht einfach schnell "abgehandelt", wie ein Geschenk oder ein Gutschein, den man mal schnell im Geschäft kauft (wissend, dass der Beschenkte es brauchen kann, aber oftmals halt einfach schnell besorgt-damit man was hat, weil der Geburtstag steht ja so unvermittelt vor der Tür - ich fasse mich da übrigens auch selbst an die eigene Nase)...



Kürzlich saßen wir abends bei einem Glas Wein zusammen, haben über das vergangene Jahr gesprochen und das, was wir dieses Jahr Vorhaben (Projekte im und ums Haus,  Ziele,  Urlaube etc.). Und es war wirklich toll, schön und produktiv. Und bewusst wurde uns wieder, wie oft wir abends nicht viel reden, weil wir einfach platt vom Tag sind, weil es leichter ist, sich mit irgendeinem Krampf der im TV ausgestrahlt wird berieseln zu lassen usw.



Heute waren wir mit Bekannten und deren Kids wandern. Es war ein herrlicher, sonniger und kalter Januarsonntag, wir konnten mal wieder ausgiebig klönen und quatschen, haben draussen in der Sonne ein Picknick gemacht (das gibt es auch nicht so oft bei uns im Schwarzwald im Januar...), waren später zusammen essen und sind alle satt und zufrieden wieder nach Hause gefahren, durchgelüftet, entspannt und glücklich über einen schönen, ausgiebigen Sonnen-Wintertag draußen.  Und: das ist auch etwas, was ich mir für das neue Jahr gewünscht hatte: wieder mehr Zeit mit Freunden und Bekannten verbringen. Sich Zeit nehmen...what a wonderful day today😊! 





Mittwoch, 3. Januar 2018

Vorschau

Herzlich willkommen in 2018 und auf diesem Blog hier 😊! 

Wer schon eine Weile hier dabei ist weiss, dass ich gerne den alten Monat mit einem Rückblick verabschiede und auf den neuen Monat eine kleine Ausschau gebe...nun habe ich ja einen exta "Jahresrückblick-post" Ende Dezember verfasst und so bleibt nur noch übrig, eine kleine Ausschau zu geben. 

Und zwar nicht "nur" auf den Januar, sondern am besten das ganze Jahr! Ich freue mich riesig, unbändig auf 2018...auf alles, was es meiner Familie umd mir bringen mag, auf alle Herausforderungen, auf alle neuen Erfahrungen und Erlebnisse! Und tatsächlich sind mir in den letzten Tagen auch Dinge eingefallen, die ich mir für 2018 vornehmen möchte und die ich aufgeschrieben habe, um sie nicht zu vergessen (ich werde ja auch nicht jünger...🤣). 



Es ist nicht, was ihr vielleicht meint - klassische Vorsätze, wie abnehmen etc. - sondern eine etwas andere Liste...

Es sind vor allem Aktivitäten,  die ich aufgeschrieben habe, wie zum Beispiel:

🎈mit meinen Kids im Spielhaus übernachten (das hatte ich Ihnen schon letztes Jahr versprochen, aber entweder waren keine Ferien/Wochenende oder mieses Wetter) 

🎈bestimmte Veranstaltungen besuchen

🎈 meinem Mann und mir mehr gemeinsame Auszeiten zu gönnen und diese auch bewusster wahrnehmen

🎈 mehr Freunde abends einladen und zusammen sein (denn zwischen den Jahren hatten wir mal wieder -seit einer gefühlten kleinen Ewigkeit) Freunde zu Besuch.  Ich hab sie bekocht und wir saßen ewig lange bei dem leckeren Essen,  einem guten Wein und tollen Gesprächen beisammen. Und mein Mann und ich haben danach festgestellt, wie sehr uns das gefehlt hat und wie gut uns (allen) dieser Abend getan hat, sodass wir beschlossen haben, dies nun öfter /regelmäßiger zu machen. Früher waren solche Abende sehr oft und regelmäßig,  aber seit wir Kinder haben, ist das eingeschlafen...und nun sind unsere zwei ja schon grösser und wir können diese alte Tradition wieder aufleben lassen...

🎈 auch in 2018 wird es Reisen geben. Familienurlaub und auch der ein oder andere Trip mit Freunden...

🎈 ausserdem habe ich schon viele, viele Ideen, die ich realisieren möchte (dient der Verschönerung unseres Hauses und Gartens...)

🎈und ansonsten: DIY und nähen ist und bleibt mir wichtig!

🎈aber: auf mich warten ja auch ein paar Veränderungen und neue Herausforderungen in 2018 und somit weiß ich nicht, ob ich wirklich so viel selbst machen kann, wie ich mir wünsche...aber au h das nehme ich mir für dieses Jahr vor: nicht immer alles so streng sehen und auch mal einfach (im Privatleben natürlich!) faul zu sein. Meine Schwester zum Beispiel hat in wenigen Tagen Geburtstag und während ich sie gefragt habe, ob ich ihr einen Kuchen backen soll, hat sie gemeint, dass das nicht nötig ist. Sie hätte zwar selbst Zeit dazu, hat sich aber entschlossen, irgendwo nen Kuchen zu kaufen.  Reicht ja auch. Und es muss ja auch nicht immer alles gemacht und vorbereitet sein, wenn man sich weitaus weniger Arbeit oder Stress machen muss...!

Und was steht nun konkret im Januar an? Also bei mir natürlich meine Arbeit, diverse Geburtstage, einige Proben für den Tanzauftritt meiner Sportgruppe und ansonsten: nähen, nähen, nähen...die Fasnet findet dieses Jahr nämlich schon sehr früh statt und somit bleibt wenig Zeit, das Kostüm anzufertigen 😨😰...und die Tatsache,  dass sich meine Mädelsgruppe dieses Jahr an der Fasnet noch vergrößert,  macht das Ganze nicht leichter....

Das Ergebnis werde ich euch aber erst im Februar zeigen können - bis zur Fasnet ist alles natürlich geheim...! Also... viel DIY neben dieser Aufgabe wird es diesen Monat wohl sicher nicht geben ...lasst euch einfach überraschen, was ich posten werde...ich tue das auch 😂

Samstag, 30. Dezember 2017

Jahresrückblick...

Bald, sehr bald ist 2017 Geschichte.  Und ich wäre nicht ich, wenn ich mir nicht ein paar Gedanken über das vergangene Jahr gemacht hätte - und deshalb gibt es einen kleinen persönlichen Jahresrückblick,  ganz ohne andauernd nervige Werbeunterbrechung und (leider) ohne prominente Gäste 😂.  

Ihr seht, ich habe meinen Humor nicht verloren, trotz der harten Wochen, die hinter uns liegen und der harten Wochen, die vielleicht noch kommen werden...Humor ist etwas ganz wichtiges für mich. Etwas, aus dem ich Energie ziehen kann und das eine zentrale Rolle in meinem Leben spielt...aber nun zu meinem persönlichen Resümee,  2017 betreffend. 

Sollte ich dem scheidenden Jahr eine Überschrift geben, so würde ich irgendetwas wie "unerwartet" oder "viel Bewegung " oder ähnliches nehmen. 

Einfach, weil in diesem Jahr tatsächlich viele unerwartete Dinge passiert sind....

In meinem Freundeskreis habe ich noch im Januar damit geprahlt, dass ich nun schon 20 Jahre den Führerschein habe ohne einen Unfall gehabt zu haben. Und prompt hatte ich noch im Januar einen kleinen Crash.  Nichts schlimmes, aber trotzdem. Falls ihr also einen guten Rat annehmen wollt: prahlt nie mit solchen Dingen- ganz schnell kann es anders sein. 

Wir hatten einen wunderschönen Familienurlaub in meinem heissgeliebten Mallorca - ein letzes Mal (vorerst) ausserhalb der Ferien und somit zu einigermaßen bezahlbaren Preisen...😬. 

Dann habe ich mich entschieden. Für einen neuen Arbeitgeber und einen neuen beruflichen Weg.  Ich habe gekündigt (nach 18 Jahren bei ein umd demselben Arbeitgeber- hat sicher auch bald Seltenheitswert sowas) und bald - sehr bald - kann ich endlich meine neue Stelle antreten. Anfang dieses Jahres hätte ich nicht gedacht, dass dieses Jahr eine so wichtige Entscheidung mit sich bringen wird...

Unser Sommer war sehr schön...und ist irgendwie rückblickend verdammt schnell vorbeigerast. Ich wollte eigentlich viel mehr Outdoorprojekte realisieren,  aber das läuft nicht weg und wird dann wahrscheinlich auf 2018 verschoben. Dafür sind ein paar tolle, neue Ideen hinzu gekommen und da kann ich ehrlich gesagt kaum erwarten, dass sie Gestalt annehmen.  Aber irgendwie habe ich tatsächlich viel mehr DIY- mässiges vorgehabt, aber irgendwie fehlte Zeit oder Energie oder beides. Aber ich finde das auch nicht schlimm, denn das war eine wichtige Erfahrung für mich: wie schön es sein kann, auch in der Freizeit alle fünf gerade sei zu lassen. Dass das gut tut, wichtig ist und keinesfalls schlimm - im Gegenteil.  

Vielleicht trägt ein bisschen Schuld an dieser "DIY-Flaute" auch mein neues Interesse für Instagram und die unzähligen tollen Inspirationsquellen, witzigen, informativen oder einfach nur schönen Accounts...und dem Feedback, das man selbst auch so viel und oft und schnell erhält, was ich als unheimlich bereichernd empfinde...

Meine Tochter kam in die Schule und somit hat für sie - und uns ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Und es ist ein schöner - bis jetzt 😉. 

Wir waren - völlig unverhofft- in den Herbstferien in Schottland/Edinburgh. Haben ein wenig von diesem grossartigen Land gesehen, unsere Familienzeit vollauf genossen und ausgekostet, ein bisschen Kraft getankt vom Alltag, von Sorgen oder Problemen...die, wenn man einen schweren Schicksalschlag erlebt dann völlig unbedeutend und ja, eigentlich absurd erscheinen. 

Einen Schicksalsschlag, den wir mit dem Tod meines Schwiegervaters im Dezember erhielten und erst noch verarbeiten und verkraften müssen. Trauerarbeit ist schwer (leider,  leider habe ich darin Erfahrung), aber unsere Familie, unser Zusammenhalt und unsere Liebe ist stark und wir werden das schaffen. 

Das Ironische an dem Ganzen ist, dass ich  - hätte man mich im November nach meinem 2017 gefragt - dieses Jahr für richtig toll gehalten hätte. Unerwartete Situationen, wichtige Entscheidungen,  tolle Urlaube,  ganz kostbare Momente und unvergessliche Erlebnisse, neue Freundschaften, wichtige Erfahrungen...und unterm Strich tatsächlich zufriedenstellend für mich.

Und wenn ich eine Lehre aus diesem Jahr ziehen kann, dann sicher dass mich das Leben auch dieses Jahr wieder gelehrt hat, dass alles anders kommt als man denkt. Abgesehen vom Tod meines Schwiegervaters ist das nicht unbedingt das schlechteste...

Nun schliessen wir also 2017 ab. Mit der Hoffnung auf Kraft, die neue Situation annehmen zu können, den Verlust zu akzeptieren und damit zurechtkommen zu können. Zweifelsohne wird es ein herausforderndes Jahr und das nicht nur wegen meines Jobwechsels. Aber ich freue mich darauf. Herausforderungen sind dazu da, angepackt zu werden und ich bin nicht dazu gemacht, den Kopf vorschnell in den Sand zu stecken.      

Ob ich mehr bloggen werde? Ich kann es nicht garantieren, aber ich hoffe es...und ich würde mich freuen, wenn ihr mich dabei weiterhin begleitet und mit mir durch das kommende Jahr  geht.  

Ich wünsche euch ein ganz wundervolles neues Jahr...bis dann🙋‍♀️! 


Montag, 18. Dezember 2017

Abschied

Wir haben gehofft. Lange, unnachgiebig. Wir haben gebangt, um Dich und Dein Leben. Wir haben die Hoffnung nie aufgegeben, bis zuletzt waren wir zuversichtlich und wollten Dir mit diesen positiven Gedanken Kraft geben. 

Wir haben gebetet - darum, dass Du gesund wirst. Aber auch darum, dass Du in Würde leben kannst und wenn das nicht möglich ist, in Würde sterben kannst. Letzteres hast du am 9.12. getan, als Dein Herz aufhörte zu schlagen. Als Dich Deine Kraft verließ und Du losgelassen hast. 

Nun ist es an uns, Dich loszulassen. Auch wenn Du ewig in unseren Erinnerungen weiterleben wirst. 

Es gibt einige, die sagen, dass es besonders in den Tagen vor Weihnachten schlimm ist, jemand zu beerdigen - so wie Du morgen beerdigt wirst. 

Gibt es überhaupt einen guten Zeitpunkt, von jemand Abschied zu nehmen - zumindest in diesem Leben? Ich glaube nicht, aber ich verstehe den Gedanken an der Aussage,  dass dies in der Vorweihnachtszeit besonders schwer ist. Ist es doch die Zeit, in der Familie eine besonders große Rolle spielt und nun uns noch schmerzhafter als ohnehin schon bewusst wird, dass jemand wichtiges wie Du fehlt.  

Morgen ist also dieser grauenhafte Tag, an dem wir uns ein letztes Mal von Dir verabschieden, mein lieber Schwiegervater. Du warst ein widersprüchlicher Mensch. Keiner war so stur wie du, keiner so konsequent. Immer 1000%ig in allem was du tatest und immer absolut zuverlässig. Einerseits manchmal beinah verletzend direkt, andererseits unglaublich liebenswürdig. Ein durch und durch positiver Mensch, der gerne und viel lachte, immer ein einen lockeren Spruch parat hatte, immer über alles mögliche informiert war und zu allem eine Meinung hatte. Ein Mann mit Format, ein Mann mit wahrer Grösse.  

Viel zu früh gehst du nun, aber du gehst nicht ganz, denn du lebst weiter in uns. Vielleicht müssen wir es wirklich mit den Augen unserer Kinder sehen, die uns in dieser schweren Zeit so sehr helfen - ohne sich dessen bewusst zu sein. Natürlich. Sie meinen, du lebst nun beim lieben Gott,  fernab von Schmerzen und bei der anderen Oma und Opa, wo ihr eine grosse Party feiert und als unsere Schutzengel auf uns aufpasst. Ein schönes Bild, das ich mir nur zu gern vorstelle. 

Wo auch immer du nun sein magst: Danke Dir - für viele schöne Momente und Erlebnisse, für alles. Wir werden dich für immer vermissen. Auf Wiedersehen, Eberhard. 

Samstag, 9. Dezember 2017

Alles anders...

Was ist denn mit der los? Hat sie jetzt mit dem bloggen aufgehört? - Solche und ähnliche Fragen wird sich vielleicht der ein oder andere gedacht haben, denn schliesslich ist der neue Monat schon 9 Tage alt und...

Ich habe weder einen "Rückblick / Ausblick - post" a la "Tschüss November,  hallo Dezember" veröffentlicht, noch habe ich sonst irgendetwas gepostet - und das wo wir doch Dezember haben, der DIY-Monat schlechthin...glaubt mir, ich habe mir selbst das auch ganz anders vorgestellt.

Eigentlich hatte ich vor, euch einen Ausblick auf den Dezember und Rückblick auf den November zu geben. Und eigentlich hätte ich euch schon längst gerne was von meinen Projekten in der Vorweihnachtszeit gezeigt...eigentlich,  eigentlich...

Doch manchmal kommt alles anders, als man denkt. Ein naher Angehöriger von mir ist schwer erkrankt und während die Behandlung zunächst Erfolge zeigte, kämpft er nun um sein Leben.  Und plötzlich ist alles anders. Steht alles still, wird vermeintlich wichtiges absolut unbedeutend. Wird Zeit, Kraft und Energie für diesen Menschen und die Familie gebraucht. 

Alles andere wird Nebensache. Auch das, was doch normalerweise gut tut und entspannt - wie nähen, basteln oder auch bloggen, dafür ist am Ende eines viel zu langen, viel zu nervenaufreibenden Tag keine Energie und Muse mehr da. Und deshalb habt ihr (leider) auch so lange nichts mehr gehört.

Und da der Dezember nun schon voll am laufen ist, bekommt ihr auch keinen Rückblick auf den November und einen Ausblick für den Dezember mag ich auch nicht wagen, da meine Familie und ich Tag für Tag schauen müssen und einfach keine (grösseren) Pläne machen können.

Also wird dies ein anderer post. Einer, der beschreibt wie man in den dunklen Stunden,  in der Verzweiflung und Traurigkeit doch manchmal Trost findet. So wie ich es aktuell erlebe. Die Situation, in der wir stecken ist grausam und schlimm...und dass jetzt Vorweihnachtszeit ist, macht das ganze nicht besser. Und doch bin ich momentan ganz berührt von der Anteilnahme,  von der Feinfühligkeit, der Solidarität und Hilfsbereitschaft, die ich erfahre und erhalte. So viele bieten Hilfe an, zum Beispiel meine Kinder zu betreuen, wenn ich und mein Mann ins Krankenhaus gerufen werden...und so weiter. 

Wisst ihr, ich bin selbst jemand der sehr gut im geben ist, aber grottenschlecht im nehmen (vielleicht weil ich schon früh die Erfahrung machen musste, auf mich allein gestellt zu sein). Das ist sicherlich noch etwas, was ich lernen kann: Hilfe annehmen. Und trotzdem tut es so unendlich gut, so viel Support und Zuspruch zu erhalten. Unabhängig davon, ob ich tatsächlich davon Gebrauch mache oder nicht. Einfach zu wissen, dass da jemand ist, dass man nicht alleine ist...das reicht oft schon.

Und da sind ja noch (vor allem) meine Kinder. Ich spüre gerade, dass es ganz besonders jetzt unendlich wichtig ist und gut tut, dass die beiden da sind. Sie geben (zwangsläufig) dem aktuellen Chaos und Gefühlswirrwarr eine Ordnung und Bahn. Sie zwingen mich, nicht in sinnlosen Endlos-Gedankenschleifen zu versacken,  sondern zu funktionieren. Und zu spielen und zu reden - über wichtiges und ganz unbedeutendes. Sie bringen mich zum Lachen und: sie haben es verdient, trotz all der Traurigkeit die wir in uns drin haben, eine schöne (Vor-) Weihnachtszeit zu erleben. 

Und so tun wir auch das, was alle Familien aktuell tun: Plätzchen backen, weihnachtlich dekorieren, zu Nikolausfeiern gehen, Geschenke basteln und einpacken und so weiter.  Und so schaffen wir ein Stückchen Normalität in einer ganz und gar aussergewöhnlichen Situation. Bislang ist uns das sehr gut gelungen. 




Ja, wir Erwachsenen haben dieses Jahr keine schöne, fröhliche Vorweihnachtszeit, sondern eine zwischen hoffen und bangen, eine nachdenkliche. Aber: bei all dem  schlimmen haben wir vielleicht gerade jetzt eine ganz wertvolle Vorweihnachtszeit- so absurd das auch erscheinen mag. Eine,  bei der wir uns wieder auf den richtigen Sinn von Weihnachten besinnen. Fernab von den gestressten Paketzustellern, den genervten Verkäufern, dem ganzen Kommerz und lautem Trubel und Heiterkeit auf Knopfdruck. 

Dem Rückbesinnen, dass die Liebe das einzig Wahre ist. Und dass wir alle nur Gast auf dieser Welt sind und unsere Zeit nutzen sollten. Und vor allem: 

Dass Familie und Freunde neben Zeit das wertvollste und wichtigste ist, was wir haben und dass wir genau das auch zu schätzen wissen sollten und es pflegen und bewahren. Und es wird mir wieder bewusst, dass wir tatsächlich so viel echte und richtig gute Freunde haben, die auch da sind und zu uns halten wenn schwierige Zeiten kommen. Deshalb:

Liebe Familie und Freunde: vielen Dank für Euren Zuspruch,  für die ungefragte Hilfsbereitschaft und vor allem für Eure Liebe. Sie gibt uns Kraft - Danke!