Sonntag, 1. April 2018

April

Ich habe wieder genäht! 

Kein Aprilscherz, es ist tatsächlich so 😊! Ich habe einen Pulli genäht, den ich - und das ist leider auch kein Aprilscherz  - bereits im Dezember zugeschnitten hatte. Das ist auch der Grund, weshalb es etwa 25 Minuten gedauert hat, bis er fertig war...war ja alles vorbereitet 😉. 

Ich hab ihn am Schreibtisch meiner Tochter genäht, die daneben die Hasentäschchen genäht hat. Und neben meinem Sohn, der die Bügelperlen-Ostereier an seinem Basteltisch gesetzt hat (siehe vorheriger post). So konnte ich immer bei den beiden sein, wenn sie meine Hilfe brauchten und gleichzeitig konnten wir einträchtig produktiv und kreativ sein. War einne ganz neue Erfahrung - auf kleinstem Raum und ohne an meinen geliebten grossen Nähtisch zu werkeln.  

Kein Aprilscherz ist auch, dass ich den Stoff schon im Herbst 2017 gekauft habe. Er ist von Hilco und echt toll. Ich hatte ihn gekauft, weil er täuschend echt wie gestrickt aussieht. Und ich kann wirklich nicht stricken, schon gar nicht gleichmässig. Und das war für mich auch der ausschlaggebende Grund, weshalb ich ihn gekauft habe. Somit sieht er aus wie ein warmer, klassischer Strickpulli...ohne einer zu sein. Der Stoff ist innen herrlich weich und daher ganz sicher auch angenehm zu tragen. 

Und wenngleich wir jetzt schon April haben und der Frühling sich (hoffentlich) mit grossen Schritten nähert, ist es sicher trotzdem nicht schlecht, auch jetzt noch einen warmen Pulli zu haben. Aber bald werde ich sommerlichere oder zumindest frühlingshaftere Sachen nähen...und somit zu meiner "Vorschau":

Während ich Euch im März von meinem unerwarteten Arztbesuch und daraus resultierenden vielen Gedanken erzählt habe, Euch ein bisschen über den Kindergeburtstag meiner Sohnes berichtet habe und euch schließlich ein bisschen unsere diesjährige Osterdeko /Vorbereitung gezeigt habe, werde ich im April...

🌼 neben diesem post über den genähten Pulli 

🌼 vielleicht einen post über Traditionen / Rituale in unserer Familie verfassen

🌼 und etwas mehr nähen

🌼 eventuell kann ich Euch auch was von unserem Outdoor-Aktivitäten im Garten zeigen- das hängt jedoch vom Wetter und der Zeit meines Mannes ab...also versprechen kann ich nichts...


Und jetzt zum Pulli: Der Schnitt ist von "Erbsenprinzessin" und heisst "VoKuHiLa - Raglanshirt". Wie der Name schon vermuten lässt, ist er vorne kürzer als hinten und somit sehr lässig zu tragen und anzusehen. Er war sehr schnell genäht (sicherlich kommt mir da schon meine reichliche Erfahrung beim nähen zugute, aber auch für Anfänger ist er echt empfehlenswert, da überhaupt nicht kompliziert oder schwer). Meine Tochter wollte eine Bauchtasche haben...die hab ich einfach selbst zugeschnitten und drauf genäht...




Ich mag den April einfach...und das nicht nur, weil ich in diesem Monat geboren bin. Ich wünsche mir jetzt einfach ganz fest mal den Frühling, beständigeres Wetter und etwas mehr Wärme...ihr auch 😉🌼?

Freitag, 30. März 2018

Ostern

Und schwupps - schon ist Ostern vor der Tür. 

Die Deko, die ihr auf den Fotos in diesem post seht, steht hier schon tatsächlich seit etwa 14 Tagen. Nicht, weil ichnsk ein enormer Osternfan bin. Auch nicht, weil ich immer viel dekoriere. Ich hatte einfach so unbändige Lust auf Frühling und den Winter satt, dass ich unbedingt auch eine Umdekoration brauchte. 



Kennt ihr das? Diese Zeit zwischen Weihnachten und Frühling, wo noch hier und da weihnachtliche oder zumindest winterliche Dekoration steht. Und steht und steht und irgendwann ziemlich fehl am Platz wirkt, einfach weil es Zeit für Neues ist. So empfand ich das dieses Jahr.  Und der Vorteil an der frühen Deko ist auch, dass wir länger was davon haben. Denn irgendwie ist Ostern ja immer so prompt da und ebenso rasant vorüber. 

Und ursprünglich hatte ich auch gar nicht vor, so viel zu dekorieren, aber es hat sich so ergeben. Denn als ich die Kiste mit den Ostersachen vom Speicher geholt habe und meine total euphorischen Kinder alles ausgeräumt hatten, haben wir erst mal festgestellt, wie viel süsse Sachen wir tatsächlich haben. 




Und ich habe festgestellt, dass es absolut nicht überladen wirkt, denn die meisten Sachen sind weiß oder auch in sonst eher unauffälligen Farben. Also mit anderen Worten: knallbunt haben wir nicht dekoriert. Bunt ist bei uns das Kinderzimmer und Spielzimmer. Und draussen haben wir die Bäume der Kids natürlich mit bunten - teils selbst bemalten - Plastikeiern dekoriert. 



Und sonst haben wir natürlich auch gemeinsam Eier gefärbt (und auch gleich gegessen, daher keine Bilder), dann haben wir noch mit zwei Freunden meiner Kinder gebacken. Geplant waren Häschen aus Hefeteig. Den Teig habe ich vorbereitet, heraus gekommen  sind ein Monsterhase, eine Wolke, ein großes Ei, ein kleinerer Hase, kleine Eier, ein Korb, ein Regenbogen und ein (Zitat) "Osterbollen"😂. Und das ist super so. Klar, wollte ich ursprünglich etwas österlicheres machen, aber die Kids waren so mit Eifer und Ideenreichtum, Kreativität und Eifer dabei, dass mich der "Bollen", der Regenbogen, der Monsterhase usw. viel mehr freut. Übrigens habe ich davon auch keine Bilder. Das reale Leben war bei der Entstehung einfach wichtiger und fesselnder, als dass ich mich mit der Kamera für ein paar gute Aufnahmen "bewaffnen" hätte wollen. 


Und heute - am "Karfreitag- Morgen" (gerade noch rechtzeitig vor unserem Osterprogramm, wir sind nämlich nicht wirklich viel zuhause in den nächsten Tagen) habe ich mit meiner Tochter noch kleine Hasentäschchen genäht. Die Idee habe ich vom Blog von Rebecca - Elfenkind Berlin. Glücklicherweise etwas, das sehr schnell umzusetzen geht...🤣



Für die Füllung ist u.a. mein Sohn verantwortlich. Er liebt Bügelperlen und hat Bügelperlen-Ostereier gemacht. So, und jetzt müssen wir schon los - Euch ganz tolle Osterfeiertage 🙋‍♀️
  
  

Sonntag, 25. März 2018

Kindergeburtstag

Ja, was soll ich sagen? Jetzt ist er schon 4 Jahre alt, mein Sohn. Diese Woche hatte er Geburtstag und heute haben wir seinen Kindergeburtstag gefeiert. 

Für ihn war das natürlich ein ganz besonderer Tag,  auch deshalb weil er seit etwa 10 Monaten immer mal wieder davon spricht und diese Feier ganz offensichtlich sehr wichtig für ihn ist. 

An dieser Stelle hätte ich heute gerne diejenigen belächelt, die alles in Bewegung setzen, um eine perfekte Party für Ihre Kinder zu schmeissen. Die sich tolle Programme, eine ausgefeilte Deko überlegen und Mitgebsel-Taschen für die Kinder packen, die fast grösser sind als die Geschenke die das Geburtstagskind erhält. 

Und ehrlich belächle ich diese Eltern tatsächlich immer noch ein bisschen. Aber vielleicht aktuell nicht ganz so sehr, denn mir ist selbst aufgefallen, dass wir in Teilen selbst ähnliches organisiert haben...und das obwohl es heute echt ein sehr entspannter Geburtstag , ganz ohne vollgestopftes Programm, Hektik oder dem Drang nach Perfektionismus war...aber erst mal eins nach dem anderen. 

Schon seit vielen Monaten stand fest, dass sich mein Sohn eine "Piratenparty" wünscht. Also habe ich bereits im Februar entsprechendes Equipment im Internet geordert. Ich weiß,  die regionalen / lokalen Geschäfte soll man unbedingt unterstützen...und das tue ich auch regelmäßig. Nur muss man wissen, dass es in meiner Gegend nicht gerade von entsprechenden Läden wimmelt, die Party-Ausstattung für Kindergeburtstage haben und ausserdem: es ist unglaublich bequem. Es ist nicht schön, das zuzugeben, aber nunmal die Wahrheit. Und ich hatte das Glück auf einen wirklich schönen Shop gestossen zu sein, der wirklich viel zum Thema (Kinder-Motto-)Partys anzubieten hat und den ich auch an dieser Stelle gerne weiterempfehle (Werbung,  nicht gesponsort):  "Maiglöckchen Shop".

Hier habe ich also das Equipment für die Feier bestellt, was genau seht ihr hier:




Und das ich das bereits im Februar getan habe, hat sich auf jeden Fall schon früh als absolut richtige Entscheidung erwiesen, denn ich hätte das ganz sicher nicht rechtzeitig, oder zumindest ohne Hektik in meinem aktuellen Alltag hinbekommen. 

Die zweite richtige Entscheidung war, die Feier auf eine  Samstag zu legen. Es ist so simpel, dass ich selbst nicht verstehe, wie ich da nicht eher drauf gekommen bin. Die Kindergeburtstage meiner Tochter habe ich bislang immer unter der Woche stattfinden lassen, weil der Samstag unser "Action-Tag" ist, was Haus, Garten, Erledigungen usw. Betrifft. Vielleicht ist es mir daher nie in den Sinn gekommen, dass sich ein Samstag als Partyzeitpunkt anbietet. Jedenfalls steht ab heute fest: künftig werden alle von uns ausgerichteten Kindergeburtstage an einem Samstag stattfinden. Das war echt so entspannt. Ich hatte so viel Zeit für alles mögliche, musste nicht die Kids rechtzeitig wecken, in die Schule oder Kiga bringen, arbeiten, die Kids wieder abholen, alles richten usw. Samstags ist das ein ganz anderer Freiraum und Rythmus. Klasse! 



Was die Einladungen zum Kindergeburtstag betrifft: die habe ich auch bestellt. Es gab einfach so schöne Priateneinladungen vom "Krima und Isa" (die ich sowieso so gerne mag), dass ich dies im Maiglöckchen Shop gleich mitbestellt hatte. Ich finde es super, wenn Eltern mit ihren Kids selbst Einladungen basteln, aber mir fehlte einfach die Muse dazu. Und wenngleich ich auch nicht die Mama bin, die nur Einladungen aus "selbst handgeschöpftem Naturfaserpapier" akzeptiert, so finde ich es schön und auch wichtig, dass es Einladungen tasächlich noch in Papierform gibt. Mein Gefühl ist, dass es meinen Kindern wichtig ist und grossen Spaß macht, ihren Freunden etwas in die Hand geben zu können, wenn sie einladen. Mittlerweile gibt es ja auch mehr und mehr Eltern, die zur Kindergeburtstagsfeier per Whatsapp einladen. Ich liebe diesen Kommunikationsweg wirklich sehr, aber bei solchen  Veranstaltungen finde ich "richtige" Einladungen einfach schöner und passender. Mag sein, dass das altmodisch klingt. Dann bin ich das eben.




Also habe ich heute morgen Muffins noch gebacken (Piratenförmchen und -Stecker hatte ich ja auch mit der Lieferung erhalten), einen simplen Marmorkuchen (in einer Ritterburg-Silikonbackform) hatte ich schon am Vorabend gemacht. Ausserdem habe ich noch schnell eine Schatzkarte für unsere Schatzsuche gemalt und den Schatz präpariert. Was drin war? Für jedes Kind eine Plastik-Goldmünze (die hatten wir noch vom Geburtstag meiner Tochter im letzten Sommer übrig), einen Button zum anstecken mit einem Piratenkopf drauf, einen Papp-Falt-Piratenhut, und ein paar Süessigkeiten und: Holzsäbel. Diese hatte ich ursprünglich gar nicht geplant, aber meine Schwägerin hatte mir den Vorschlag gemacht, welche auszusägen, als ich ihr von der Piratenparty erzählt hatte.  Kann ja nicht schaden, dachte ich und wollte die Säbel auch einfach in "natur" verschenken, sodass die Kids dann jeder bei sich zu Hause den Säbel anmalen könnten. Aber sie hat die Säbel auch gleich noch lackiert - echt Spitze!




Also ging' s erst mal ans Kuchen essen , als alle Kids da waren. Danach ein Geschenke-Austauschspiel, danach wollten alle erst mal spielen...noch jeder schnell ein Piratentattoo verpasst und schon ging' s raus zur Schatzsuche. Uns kam natürlich extem entgegen, dass wir heute einen so schönen, sonnigen Tag hatten. Nicht zu kalt und nicht zu heiß,  genau richtig um draussen zu sein. Erst mal ging es in den Wald, über kleine Wege, Steine und Wurzeln, dann gab es zwischendurch eine kleine Stärkung und schliesslich sind wir dann auf dem Spielplatz direkt in der Nähe von uns gelandet. Dort hat ein Papa-gei (mein Mann, verkleidet in einem Ganzkörper-Plüschkostüm, das wir vor vielen Jahren an der Fasnet mit der Clique gemacht haben) auf einer Kletterstange sitzend den Schatz bewacht. Ein Bild für Götter, kann ich Euch sagen. Ich muss jetzt noch lachen, wenn ich daran denke. Das war übrigens überhaupt nicht mit ihm abgesprochen gewesen und ein Spontaneinfall von ihm gewesen. Ich hätte euch an dieser Stelle gerne ein Foto geliefert, aber ich habe nur viele Gruppenfotos geschossen und aus datenschutzrechtlichen Gründen kann ich das nun nicht.

Schließlich haben wir die Kids einfach auf dem Spielplatz im herrlichsten Sonnenschein spielen lassen und anschließend sind wir zum Piratenmahl mit Pommes und Würstchen zu uns nach Hause. Schon war der Kindergeburtstag vorbei. Total schnell, sehr schön und tatsächlich MEGA  entspannt - sowohl für die Kids als auch uns Eltern. Sicher liegt das auch an dem perfekten Wetter, aber ich bin auch davon überzeugt, dass es an der homogenen Gruppe lag. Da war wirklich kein einziger, mürrischer, müder, quengelnder Pirat dabei, alle -wirklich alle - haben wunderschön miteinander gespielt und keiner war "aussen vor". 

Ach ja - ein  Sohn hatte 5 Kinder einladen dürfen. Eigentlich immer max. so viele, wie sie alt werden (also 4), aber einer mehr oder weniger geht schon.

Also mit dem Button,  Säbel und den Papphut hatten die Gäste dann schon ein bisschen was zum mit-nach-Hause-nehmen...und auch noch ein paar Süßigkeiten (da hatte es mein Mann sehr gut gemeint 🙈). Und das, wo ich eigentlich ein Gegner von zu viel Mitgebsel usw. bin 😂. 

Und das dann schon nach Perfektionismus rüber kommen kann,  wurde mir erst bewusst, als eine  Mama beim abholen spasshaft sagte: "Da habt ihr ja die Latte ganz schön hoch gehängt". Denn ganz ehrlich: mir selbst kam es überhaupt nicht so vor. Wie gesagt, habe ich mich in den Tagen davor viel weniger um die Party gekümmert, als in all den Jahren bei den Feiern meiner Tochter. Und es war auch alles so stressfrei...und vieles hat sich einfach ergeben, ohne Absicht und Planung (wie die Säbel oder der Papagei).  

Eine Mama hatte mir bei der Verabschiedung am Nachmittag gute Nerven gewünscht. Die waren überhaupt nicht nötig gewesen. Ein wirklich toller Nachmittag war das, der meinem Mann und mir tatsächlich unglaublich viel Spaß gemacht hat! Ich hätte selbst nicht gedacht, dass ich das mal von einem Kindergurtstag, den ich selbst ausrichte, sagen würde 😂😂😂. 

Und ja, ich belächle nach wie vor Eltern, die teure Mitgebsel organisieren oder die einen Zauberer oder Clown engagieren, um die Kids zu bespassen. Wie ich erst heute wieder festgestellt habe, kann man das mit ein klein wenig Aufwand und Kreativität ganz leicht auch selbst machen!



Und zum Thema Geschenke wollte ich noch sagen: ich war Anfang der Woche - als mein Sohn den "echten" Geburtstag hatte - total erstaunt über ihn gewesen. Unter anderem hatte er als Beilage ein Päckchen mit bunten Pflastern bekommen. Darüber hat er sich wahnsinnig gefreut und jedem erzählt, dass er er Pflaster bekommen hat. Dass seine Patentante "nur"  eine Kleinigkeit mitgebracht hat, weil das richtige Geschenk nicht rechtzeitig geliefert wurde, war ihm völlig egal. Und von uns hatte er beim Frühstück einen kleinen Bus von Siku bekommen (den hatte er sich gewünscht und zufällig hatte es den in der Woche vor dem Geburtstag bei einem Discounter gegeben). Und darüber war er so dermassen glücklich, dass wir uns am Nachmittag echt noch überlegt haben, ob wir ihm sein "grosses" Geschenk (einen CD-Player, damit er seine heissgeliebten Hörspiele hören kann und den er von allen gemeinsam bekommen hat) überhaupt noch schenken sollen (und nicht für Weihnachten aufbehalten sollen). Aber schliesslich haben wir uns doch entschieden, ihn gleich zu schenken. Aber was wieder echt schön war zu sehen: wie wenig verwöhnt er in solchen Dingen ist und wie sehr er sich über Kleinigkeiten freuen kann. Ich hoffe sehr, dass er sich das noch ganz lange bewahrt. Und selbst versuche ich mir mal daran ein Beispiel zu nehmen. Viel zu oft sieht man doch die kleinen Dinge nicht mehr, nörgelt und strebt immer nach grösserem. Dabei sind es oft Kleinigkeiten, die entscheidend sind...die zählen.





Montag, 12. März 2018

Was meine Kinder einmal über ihre Mutter denken sollen

Ende Februar hatte ich noch 5 Tage frei, bevor ich zum 01. März bei einem neuen Arbeitgeber angefangen habe (actually, I'm very busy - that's why this ist the first Blogpost in March🙊). Neben ein paar wirklich schönen Dingen, auf die ich mich gefreut habe (ein ausgiebiges Wellness-Treatment in einem meiner Lieblingslocations hier um die Ecke, ein Friseurbesuch, Kaffeeklatsch oder Frühstücksverabredungen mit Freundinnen...), habe ich auch in diese Zeit extra noch ein paar Arztbesuche reingepackt (denn ich war schon echt ewig nicht mehr beim Check-up oder der Vorsorge). Ganz nach dem Motto: besser jetzt noch, bevor ich dann erst mal keine Zeit mehr dazu habe. Bei einer Untersuchung stellte dann mein Arzt leider eine "Unregelmässigkeit" fest, es folgten weitere Besuche bei Fachärzten, um Gewissheit zu erhalten. Entsprechend verlief also meine kurze Auszeit leider doch nicht so entspannt und unbeschwert, wie gedacht. 

Es ist schon echt der Hammer und hört sich so floskelmässig an, aber man weiß echt leider erst die Gesundheit zu schätzen, wenn man sie nicht mehr hat - oder wenn sie "brökelt". Und es trifft mich jedes Mal wie ein Donnerschlag, wenn ich solche Hiobsbotschaften überbracht bekomme, dabei müsste ich leider schon genug Erfahrungen damit haben (mir nahestehende Menschen erkranken schwer...oder sogar im dramatischsten Fall die Nachricht, dass jemand Dir sehr wichtiges nicht mehr lebt). Ich werde mich sicher nie daran gewöhnen. Und so stand ich dann auch echt schockiert meinem Arzt gegenüber, war ich doch gerade erst von einem Kaffeplausch bei meiner Freundin gekommen und bester Laune gewesen.

Und das interessante daran war: ich hab mich keine Sekunde um mich selbst gesorgt, sondern ausschließlich um meine Familie. Was werden die ohne mich machen, wenn ich lange im Krankenhaus bin, wenn ich vielleicht nicht mehr die alte bin wie vorher, wenn ich später in Reha muss und somit lange weg von meinem Zuhause - von Ihnen? Wie werden sie mit der Ungewissheit klar kommen, wird mein Mann stark genug sein und wird es Menschen geben, die für ihn da sind? Und noch etwas ist mir an mir selbst aufgefallen: während ich der ewige Optimist für andere bin, immer renne und tue, immer lache und Mut zuspreche und keinen noch so kleinen negativen Gedanken zulasse...als ich nun persönlich betroffen war, ging bei mir unweigerlich das Kopfkino los. Was, wenn ich es nicht schaffe? Was, wenn ich das gleiche Schicksal wie meine Mutter teile, die viel zu früh starb? Es gibt doch noch so unnendlich viel, das ich machen will, das ich sagen will, dass ich mit meiner Familie erleben möchte. Warum nur? 

Und ich dachte viel darüber nach, was ich mir für meine Kinder wünsche und was ich hoffe, das sie eines Tages über ihre Mama sagen oder denken werden. Es gibt so vieles, was ich mir für sie wünsche...Gesundheit allem voran...und eine gesunde Portion Glück. Menschen, die sie aufrichtig lieben und für sie da sind, viele wertvolle Erfahrungen, Selbstbewusstsein und Mut eigene, andere Wege als die anderen zu gehen. Unzählig schöne Momente und Erlebnisse, ein Stück weit Unbeschwertheit, das sie sich bewahren sollen. Ich hoffe, dass sie ehrliche, geradlinige Menschen werden, die andere Menschen wertschätzen und respektieren - unabhängig von deren Herkunft, Background oder Bildungsstand. Dass sie die Dinge, die Ihnen widerfahren als Geschenk und wertvoll und eben nicht als selbstverständlich annehmen. Zwei ganz tolle Menschlein sind sie ja jetzt schon...und die Anlagen zu den eben genannten Eigenschaften bringen Sie auf jeden Fall mit. 

Und wenn sie mal an mich zurückdenken. Was soll Ihnen dann einfallen? Hoffentlich nicht die vielen Male, an denen wir zu spät zu Treffen kamen, weil ihre Mama wieder mal einen spontanen Einfall hatte oder "noch schnell" was erledigen wollte. Besser auch nicht die Male, in denen ich wieder eine meiner Standpauken hielt, weil das Zimmer wieder apokalyptisch aussah, oder wo ich laut fluchend und Spielzeug pfeffernd "aufräumte", um zumindest eine Schneise zum Schrank zu haben. Oder wo ich lauthals geschimpft habe und zornig wurde, weil die zwei auf Durchzug schalteten. Oder die Tage, an denen ich von allem und jedem genervt war und keine Geduld hatte, weil ich viel zu müde oder beschäftigt war...

Ich hoffe sehr, dass sie an mich denken als eine Mama, mit der mal unglaublich viel Quatsch machen konnte, die viele tolle Ideen hatte, die sich Zeit genommen hat und die sie immer hat spüren lassen, dass sie das wichtigste sind. Die gezeigt hat, wie schön das Leben - trotz mancher Tiefen - ist und dass man aus jeder Situation etwas gutes ziehen kann. Mit der man viel, viel lachen konnte - und viel kuscheln. Die ihnen täglich gesagt hat, wie sehr sie geliebt werden. Eine Mama, zu der sie immer gehen konnten, egal mit welchem Problem oder Anliegen und die immer für sie da war....

Diese und ähnliche Dinge gingen mir durch den Kopf als ich schliesslich nach einer weiteren - schmerzhaften - Untersuchung im Behandlungszimmer saß und auf die Ärztin wartete. Ihr könnt mir glauben: das waren wohl mit die längsten Minuten meines Lebens. Meiner Familie und Freunden hatte ich übrigens nichts gesagt. Ich wollte sie nicht beunruhigen. Nur meine Schwiegermutter war eingeweiht, denn sie hatte mich verzweifelt gesehen, als ich von meinem Arzt und dessen erster Einschätzung heim kam.

Schließlich kam die Ärztin und konnte mir endlich Gewissheit geben...und Entwarnung! Ich bin nicht sterbenskrank und so unendlich dankbar dafür!!! Ich darf noch eine Weile hier bleiben, Standpauken halten, zu spät - da total verplant - zu Verabredungen kommen usw. Nein, im Ernst. Ich war natürlich unglaublich erleichtert und dankbar, aber gleichzeitig auch sehr nachdenklich. Wie viele Frauen, Mamas werden tagtäglich mit einer heftigen, lebensbedrohenden, lebensverändernden Diagnose konfrontiert. Müssen kämpfen...und müssen sich vielleicht auch manchmal geschlagen geben.  Sie und deren Familien haben mein vollstes Mitgefühl und meinen absoluten Respekt.

Und meine Kinder waren total verdattert, als meine Schwiegermutter und ich uns bei meiner Heimkehr dann weinend vor Glück und Erleichterung in den Armen lagen. 

In diesem Sinne: nehmt eure Lieben mal wieder fest in den Arm und sagt ihnen, was ihr fühlt. Und nehmt nichts für selbstverständlich - schon gar nicht eure Gesundheit!

    

Samstag, 24. Februar 2018

Und da ist es nun wieder - mein Dilemma

- das mich regelmäßg jährlich Ende Februar ereilt:

Während gefühlt überall der Frühling willkommen geheißen wird, im TV, in Zeitschriften, Instagram usw., kann ich es selbst kaum erwarten,  dass der Frühling endlich einzieht. Aber: bekanntermaßen wohne ich im Schwarzwald, was bedeutet, dass oft im März der Winter erst recht ein Revival erlebt - oft genug schneit es sogar noch im April und somit fällt der Frühling hier oft reichlich kurz und spärlich aus...



Überhaupt...wirklich Wahnsinn, dass schon wieder Ende Februar ist, was? Diesen Monat habe ich 2 posts verfasst, einen über die diesjährige Fasnet mit meinen Fasnetsmädels  und eine über unsere Eltern-Auszeit Anfang Februar...

 Was steht im März an????

🌷Mein Sohn wird  4 Jahre alt - das ein oder andere seines ersten Kindergeburtstags werde ich Euch zeigen
🌷Ich werde wieder nähen (mich "juckt"  es in den Fingern)
🌷und Ostern ist auch noch ...evtl. werden wir was basteln, bestimmt dekorieren...

Soweit zu dem, was ich für den nun nahenden Monat plane. 

März...der Monat in dem der kalendarische Frühlingsanfang liegt. Und Frühling, nicht nur eine schöne Jahreszeit, sondern auch ein Synonym für Neubeginn.

Und der steht mir mit dem Monat März ebenfalls bevor. Mein Start bei einem neuen Arbeitgeber.  Ich freue mich darauf, bin gespannt auf die neuen Herausforderungen und voller Vorfreude.  



Von meinen bisherigen Kollegen habe ich mich diese Woche verabschiedet. Und mir wurde bewusst, dass ich bei meinem bisherigen Arbeitgeber nicht nur gute Kollegen hatte, sondern auch einige Menschen, mit denen ich in Freundschaft verbunden bin und mit denen ich in den fast zwei Jahrzehnten (oh Gott, klingt das lange...bin ich tatsächlich schon so alt?!) zusammengewachsen bin. Der Abschied hat mich geschmerzt und gleichzeitig gerührt. Jemand hat einmal gesagt, dass nirgends so viel gelogen wird wie bei Verabschiedungen und Beerdigungen.  Ich hoffe nicht, dass die zahlreichen lieben Worte und Gesten, die ich erhalten habe, gelogen waren. Dafür waren sie auch viel zu ehrlich, viel zu berührend und kamen von Herzen (ich finde, das spürt man einfach). 

Und so bin ich nun gegangen und beende diesen Lebensabschnitt, an den ich mich immer zurückerinnern werde,  der mich so sehr reifen ließ und mein Leben bereichert hat. Und ich schaue nun auf einen neuen Abschnitt. Wie gesagt, voller Vorfreude und Spannung.  Das Leben ist nicht dazu da, sich immer den bequemsten, vielleicht einfachsten oder voraussehbaren Weg auszuwählen. Die wirklich interessanten, tollen, bereichernden Wege sind doch die, die nicht einfach sondern anstrengend sind, die Herausforderungen birgen,  die man meistern und daran wachsen muss, die das unbekannte bieten und überraschen. Ich habe große Lust,  diesen Weg zu gehen.



Und während ich mich also nach dem Frühling sehne, erfreue ich mich an den vielen Blumen, die bei uns zu Hause blühen und die ich teilweise geschenkt und teilweise selbst gekauft habe (ich konnte nicht widerstehen)... habt noch schöne letzte Februartage!


Donnerstag, 22. Februar 2018

Kinder...

...ändern dein Leben grundlegend. So weit, so bekannt. Wie sehr sie dein Leben verändern - das behaupte ich , kannst du aber wirklich erst in letzter Konsequenz nachvollziehen, wenn du selbst Mama oder Papa (geworden) bist. Diese bedingungslose Liebe für das kleine Wesen fühlen, Dinge, die du früher nie getan hättest, werden plötzlich selbstverständlich, Prinzipien, die vorher für dich wichtig waren, werden (manchmal getrost, manchmal schweren Herzens) über Bord geworfen, manches von dem du glaubtest, du würdest das nie können, meisterst du und wächst buchstäblich über Dich hinaus. Ich finde, durch das Mamasein /Elternsein lernst du dich selbst nochmal von einer ganz anderen, neuen Seite kennen.  

Für mich war mit das bemerkenswerteste und neueste am Elternsein, wie man sich plötzlich über Dinge freut, die früher selbstverständlich waren...wie ein erholsamer Schlaf, alleine aufs Klo gehen können, in Ruhe essen können usw. Und als Eltern verstehst du auch erst wirklich die Tragweite und Bedeutung von Sätzen wie: er schläft durch / im eigenen Bett, sie ist nun Beikost/ am Tisch mit uns mit, er braucht keine Windel mehr / geht alleine aufs Klo....kleine Meilensteine in der Entwicklung von Kindern, die für die Eltern eines bedeuten: wieder ein Stück gegenseitige Unabhängigkeit und Zeitgewinn. Gut, die Zeit geht dann wieder für was anderes drauf, aber sei's drum. 

Für mich ist Mamasein das aller, aller schönste auf der Welt (selbst, wenn ich manchmal völlig gestresst, entnervt oder ausgepowert bin - ich würde nichts an unserer Familiensituation / -konstellation ändern wollen). Aber- und das ist auch klar: dein Kind braucht ganz besonders in den ersten Lebensjahren vor allem eines: Deine Liebe und Fürsorge und: Deine Zeit. Und damit wird vor allem eines notwendig: eine gute Organisation,  um alles (Kind, Partner, Familie und Freunde, Job , Haushalt und DU SELBST - nebenbei stellt diese Auflistung keine Rangordnung für mich dar, jeder setzt da andere Prioritäten) unter einen Hut zu bringen. 

In besonders stressigen Zeiten gerät der ein oder andere Lebensbereich ins Hintertreffen (bei mir war / ist das in 99%der Fälle erst mal ich selbst). Mir persönlich war es aber dabei immer besonders wichtig, mich selbst nicht ganz zu vergessen, also mich zum Beispiel selbst zu pflegen und nicht zu vernachlässigen (egal wie kurz die Nacht war) - ich glaube, ich habe das in einem früheren post schon einmal erwähnt. 

Und: ich wollte nie eine Mama sein, die sich ausschließlich nur über ihre Kinder definiert (und dann in ein tiefes Loch fällt wenn die Kids sie irgendwann nicht mehr (so sehr) brauchen oder deren Ehe am Ende ist, weil man sich bei all der Selbstaufgabe für die Kids um nichts und niemand anderen mehr gekümmert hat). Furchtbar auch die Eltern, die ihre Kinder zum Erfolg peitschen, weil sie sich dadurch selbst insgeheim einen Traum erfüllen wollen und den dann durch ihre Kinder erleben....

Und deshalb ist es auch wichtig, sich und seinem Partner Zeit zu schenken. Und das wird immer einfacher, je größer die Kids werden. Ganz ehrlich?  Unser Alltag war in der letzten Zeit mega turbulent. Der Tod meines Schwiegervaters,  seeeeehhhrrrr viele Termine, mein  baldiger Jobwechsel...da war es schwer, echte "Partnerzeit" noch irgendwie zu generieren und nicht einfach völlig entkräftet um 20 Uhr auf dem Sofa einzuschlafen...

Wir beide hatten also eine gemeinsame Auzeit echt nötig. Ich habe deshalb als Geburtstagsgeschenk 2 Tage in einem seeehhrrr schönen Wellnesshotel gebucht. Was für ein witziger Zufall, dass sich mein Mann zu seinem Geburtstag dann auch "offiziell" - von allen Zeit gewünscht hat😊.



Und so waren wir Anfang Februar von Sonntag auf Montag in einem wunderschönen Hotel auf'm Schauinsland (Nähe Freiburg). Einen Namen möchte ich nicht nennen, wenngleich ich von diesem (exzellenten) Hotel tatsächlich mega begeistert bin, was vielleicht auch dadurch zum Ausdruck kommt, dass wir dort schon mal vor zwei Jahren waren  (das war damals auch das erste Mal, dass wir über Nacht nicht bei unseren Kids waren). Denn alles, was man offiziell - und somit auch in einem Blog - nennt, muss als Werbung gekennzeichnet werden, egal ob es gesponsort ist oder selbst bezahlt wurde...so will es das Gesetz. Und da ich an dieser Stelle keinen rechtlichen Fehler machen will (und wir nebenbei gesagt alles selbst bezahlt haben und nicht gesponsort oder bezuschusst wurden-dafür ist dieser Blog hier auch viel zu unkommerziell augestaltet), gebe ich Euch gerne den Namen dieser superschönen Unterkunft weiter, aber nur auf direkte Nachfrage (via DM). Vor zwei Jahren konnten wir den Aufenthalt nicht ganz geniessen,  denn uns ereilte eine Magendarmgrippe, die uns unsere Kids noch ins Reisegepäck mitgegeben hatten...

Dieses Mal war aber  alles perfekt. Die Kids waren gesund und freuten sich auf ihre Babysitter, wir waren fit und voller Vorfreude auf diese Auszeit, die Sonne schien und alles (Anreise, Check-in etc.) lief super. Auf dem Hinweg kehrten wir noch auf einen Kaffee und leckeren Kuchen in einer Hütte ein, die wir zufällig im Herbst bei einem Ausflug mit Freunden entdeckt hatten, genossen die Sonne und die Ruhe...


Dies war der Auftakt zu zwei Tagen ungestörter Zweisamkeit, toller Winterspaziergänge vor atemberaubender Kulisse, besonderer und wohltuender Treatments im wunderschönen Wellnessbereich, einem 5-Gänge Abendmenü - für das wir uns drei Stunden Zeit nahmen und intensiv auskosteten und schliesslich einem Frühstücksbuffet, das keine Wünsche offen lässt mit einer abschliessenden weiteren Wellnessbehandlung, bevor wir uns bestens erholt und entspannt wieder freudig auf den Weg nach Hause machten. 

                                       

               


Letztlich erzähle ich euch das nicht, um euch "die Zähne lang zu machen", sondern um zu verdeutlichen, wie wohltuend mal wieder eine Auszeit, ungestörte Zweisamkeit als Eltern gut tut und wichtig ist. Etwas, das wir beide uns - und viele anderen auch - wahrscheinlich viel zu selten selbst gönnen. Natürlich genügt auch oftmals einfach ein gemeinsamer Kinoabend, ein Essen, ein Spaziergang oder sonst eine Unternehmung zu zweit, aber ab und an darf es dann auch mal etwas "ausgiebigeres / luxeriöseres" wie diese zwei Tage sein. Es hat so gut getan, sich mal voll und ganz auf sich selbst und sich als Paar konzentrieren zu können, nicht einkaufen, putzen, kochen oder (ab-)waschen zu müssen, sondern viel Zeit für Gespräche und Gedanken zu haben. Wir haben viel miteinander geredet und viel miteinander geschwiegen. Etwas, das in der Alltagshektik oft in den Hintergrund rückt und neue Kraft und Energie getankt. 

Fazit: Eltern sein ist die beste, aber gleichzeitig auch die größte Aufgabe, die ein Mensch haben kann. Und gerade deshalb ist es wichtig, sich selbst und seinen Partner genauso wichtig zu nehmen, sich Zeit zu nehmen und evtl. auch eine Auszeit- sei es für ein paar Tage oder auch "nur" für ein paar Stunden und somit wieder neu Kraft und Energie zu tanken. Für sich selbst, für den Partner und auch für die Kinder.❤

Samstag, 17. Februar 2018

Und schon ist sie wieder vorbei...

...die fünfte Jahreszeit.  

Ich kann nicht sagen, dass sie wie im Flug vorüber ging. Obwohl dieses Jahr Fasnacht wirklich wieder sehr früh gelegen war. Nein, vielmehr geht es mir so, dass ich froh bin, dass dieser Trubel nun vorbei ist - denn auf den letzten Metern hat es schon ganz schön an mir gezerrt...die vielen Termine / Proben für den Tanzauftritt meiner Sportgruppe am "bunten Abend" des Turnvereins, die unzähligen Whatsapp- Nachrichten meiner Fasnetsmädels (da es einfach so viele Details abzuklären gilt und nicht immer alle für ein Treffen Zeit haben), die tatsächlichen Treffen mit den Fasnetsmädels und dann natürlich auch die diesjährige Nähaktion für unser Motto. 

Und jetzt kann ich ja auch das Geheimnis lüften: wir haben uns dieses Jahr als Birken verkleidet. Ja, ihr habt richtig gelesen: B I R K E N.
Wie man auf so eine Idee kommt? Keine Ahnung- fragt mich nicht. Fest steht, dass wir uns letztlich für dieses Motto bei einem Treffen zwischen den Jahren (also nach Weihnachten und vor Silvester) entschieden haben. Und: mir war es tatsächlich erst mal grundsätzlich egal. Bei mir persönlich war im Ideenfundus eh erst mal Vakuum...bedingt durch unsere familiäre, aufwühlende Situation hatte ich mir zu diesem Zeitpunkt tatsächlich überhaupt keine Gedanken gemacht und daher auch keine alternativen Ideen. Also stand das Thema fest und somit ging es an die Umsetzung. 



So sehr es manche Nachteile birgt, wenn die Gruppe wächst und wir dieses Jahr zu acht waren, so gab es aber auch Vorteile. Und so muss ich sagen, dass wir wieder echt alle gut miteinander funktioniert haben, gut "zusammen gearbeitet" haben, uns ergänzt haben und jeder so seine grösseren oder kleineren Aufgaben hatte. Undd ich habe somit auch nicht das Gefühl, dass alles an ein oder zwei Personenhängen geblieben ist, sondern dass es wieder ein echtes Gemeinschaftsprojekt war. Ich war mit dem nähen betraut und habe mich de facto ansonsten um groß nichts anderes mehr gekümmert. Aber mit dem nähen war ich auch ehrlich gesagt gut ausgelastet.  















Zum einen war da erst mal die Frage,  was genäht werden sollte. Und recht schnell war klar: ein langes, schlichtes Kleid (das den Stamm darstellen soll).  So weit, so knifflig. Denn: ihr Näherinnen da draussen: habt ihr schon mal nach einem Schnittmuster für ein ganz schlichtes langes Kleid gesucht? Seid ihr dann fündig geworden? Echt???? Also ich erst mal nicht. Das Schlichteste, was ich fand, war ein Schnittmuster für ein Etuikleid, das zwar gerade und schlicht aussieht wenn' s fertig ist,  aber in der Umsetzung tatsächlich gar nicht so schlicht (ich musste ja mir vergegenwärtigen, dass ich 8(!) Kleider zu nähen hatte). Andere Schnitte waren zwar unter Umständen auch zu finden, jedoch - und damit kommen wir zu meinem zweiten Dilemma - immer für Jerseystoffe und ganz oft mit weit schwingenden Rockteil (was ja bei einer schlichten, schlanken Birne nicht wirklich empfehlenswert ist). Und gerade Stoffe im Birkenmuster gibt.es.nicht.als.Jerseystoff. Baumwolle ja, aber Jersey? Vergiss es. 

Somit: 
Erste Herausforderung: finde ein Schnittmuster für ein schlichtes Baumwollkleid.

Zweite Herausforderung: Baumwollstoff. Denn der dehnt sich nicht, was also auch bedeutet, dass exaktes abmessen / Maße unerlässlich sind. Und jede Birken vorab auch schon  ziemlich sicher wissen muss, was sie alles drunter trägt, damit das dann auch noch Platz hat.

Also: letztlich habe ich ein etwas älteres Schnittmuster von meiner Schwiegermutter für eine Baumwollbluse verwendet und diese einfach entsprechend der Körpergröße verlängert.
Und so sieht das Ergebnis aus:




Es ist tatsächlich ganz schlicht, hat Brustabnäher, aber ansonsten echt nichts weiter (keine Seitenteile, kein Reißverschluss etc.). Einen seitlichen Gehschlitz habe ich noch eingefügt, damit wir in den Kleidern normal laufen können und nicht tippeln müssen. Ich habe schon weitaus anspruchsvollere Nähprojekte realisiert, jedoch war ich schließlich happy, dass diese Nähaufgabe nicht so anspruchsvoll war...ich sag nur 8 Kleider...also bis ich dann letztlich endlich loslegen konnte (weil Schnittmuster gefunden und Stoff geliefert), war bereits Mitte Januar ...und das war unmittelbar vor den beiden Auftrittsabenden meiner Sportgruppe und damit verbundenen Mehrproben. Nicht falsch verstehen,  ich will mich gar nicht beklagen. Nur eben erklären, weshalb ich schliesslich tatsächlich dann in Termindruck kam und auch nichts anderes mehr genäht oder gebastelt habe, als ausschließlich für die Fasnet. Ich hatte schlichtweg keine Zeit dazu. 

Aber: der Aufwand hat sich echt gelohnt, denn wir haben viel Lob für unser Outfit erhalten und was am wichtigsten ist: wir hatten eine Menge Spaß- unendlich viel davon 😊👍🤘. 





P.S.: neben den Kleidern habe ich noch 5 Gürtel für unsere Töchter genäht , die am Sonntag beim Umzug mit uns gelaufen sind. Und ausserdem noch ein Cape für ein 8 Wochen altes Baby. Das Cape zu nähen war eine kleine Premiere für mich,  denn das habe ich komplett freihändig- ohne Schnittmuster - gemacht. Gerne hätte ich es für diesen Blogpost auch noch fotografiert, aber ich habe das noch am "schmutzige Dunschdig" genäht, also ganz kurz vor knapp und schlichtweg nicht mehr dran gedacht 🙈🙊. 

Die Frage ist nun nur noch: was mache ich mit der vielen freien Zeit, jetzt da diese Termine , Proben, Aufgaben nicht mehr anstehen...😂?