Donnerstag, 31. Januar 2019

Weihnachtsferien -Feeling im Januar

Hallo ihr Lieben, 

Der erste Monat des Jahres. Fast vorbei. Weihnachten ist schon über 5 Wochen her...und doch noch recht präsent für mich...warum? Das will ich euch erzählen.... 

Ich hatte bereits eine Woche vor Weihnachten Urlaub und somit wirklich viel Zeit, zum feiern, entspannen, spielen, schmökern, kochen, spazieren gehen und und und...
Im Grunde haben wir gar nicht viel außergewöhnliches unternommen. Manche haben da ja, neben den ganzen Besuchen bei Verwandten und Freunden, ein regelrechtes Programm gespickt mit den unterschiedlichsten Freizeitaktivitäten. 

Wir hatten dieses Jahr ein wirklich gemütliches und unaufgeregtes Weihnachtsfest, ganz viel Zeit für einander und jeweils für sich selbst und haben auch das ein oder andere unternommen (wie zum Beispiel eine Laternenwanderung, an der wir spontan teilgenommen haben), aber ansonsten stand nichts weltbewegendes an. Und trotzdem ist die Zeit wie im Flug vergangen...und mir hat überhaupt nicht gefehlt, dass wir nicht mehr "Termine" oder Programm hatten. Vielleicht liegt das auch an der Tatsache, dass bei uns im Alltag oft viel los ist, sei es Verabredungen, Trainings bei Vereinen, Termine, das Haus voller Kids usw. Und da ich (sehr gerne) berufstätig bin, muss ich all das plus Haushalt etc. in weniger Zeit bewältigen, als ich während der Ferienzeit zur Verfügung hatte. Selbstverständlich ist mir bewusst, dass es mindestens 80% der Mütter ebenfalls geht wie mir - ich bin also quasi in bester Gesellschaft 😉 - das macht meinen persönlichen  Alltagsstress allerdings leider nicht weniger. 



Aber zurück zu den Ferien. Sie waren fast vorbei, als mir plötzlich etwas wie Schuppen von den Augen gefallen ist: es waren wahrscheinlich die tollsten Weihnachtsferien, die wir vier - meine Familie  - zusammen erlebt haben. Einfach perfekt! Was es so perfekt machte, ist schwer in Worte zu fassen...unsere gemeinsame Zeit war von einer tiefen Gelassenheit geprägt, gleichzeitig wie ein kleiner "Kokon" der uns umhüllt hat. Nur wir vier und unendlich viel Zeit miteinander und dabei wurde es uns allen überhaupt nicht langweilig. Ohne das es grosser Worte bedurfte, hatte jeder von uns viel Zeit für sich selbst, konnte sich zurückziehen ohne dass die Kids z.Bsp. zum spielen drängelten. Oft waren sie selbst völlig in ihr eigenes Spiel vergessen. Dann wieder haben wir es genossen, alle miteinander mit den neuen Spielsachen vom Christkind oder Brettspielen zu spielen, zusammen zu kochen und zu essen...es gab zwischen den Kids tatsächlich nie nennenswerte Streitereien, schon gar nicht welche, die wir Eltern schlichten mussten....ich weiss, das klingt jetzt alles nach "immer Sonnenschein", rosarote Wattebauschwelt und Ponyhof ... aber so war es! Und es hat uns alle unsere "Batterien" wieder richtig auftanken lassen. Ich hätte mir das selbst nie so gut wünschen können, wie diese Zeit eben war...

Und weshalb erzähle ich euch das alles? Weihnachten ist doch nunmal wirklich längst vorbei und das diesjährige Weihnachtsfest noch in weiter, weiter Ferne. Ganz einfach: mich selbst hat diese harmonische und intensive Zeit geerdet. Mir gezeigt und mich spüren lassen, wie unendlich gut das tut, nicht immer nur unter Strom zu stehen, um funktionieren zu müssen und oft genug vieles gleichzeitig zu stemmen. Wie schön es ist, nicht immer nur genervt zu sein, die Kinder anzutreiben, weil sie trödeln, zu schimpfen, zu nörgeln. Und ich habe mir vorgenommen dieses Gefühl, diese Gesinnung noch etwas länger auch ins neue Jahr hinein zu tragen.

Jetzt ist der Januar fast rum und wie hat mein Vorhaben geklappt? Nun ja, nicht schlecht. Der Alltag hat uns zwar voll wieder im Griff , was bedeutet, dass wir kaum einen Tag haben, an dem wir nichts vor haben, aber irgendwie bin ich selbst gelassener. Ein wenig zumindest. Und manchmal sieht man mir das in all der Hektik vielleicht auch nicht an, aber in mir drinnen spüre ich, dass ich genug Energie habe und dass mich die entsprechende Situation auch nicht wirklich belastet. Ich gehe achtsamer um. Mit meiner Familie, mit mir, selbst mit den Dingen, die uns umgeben. 



Seit den Ferien probiere ich auch beim kochen und backen neue Dinge aus. Ich liebe es, uns gesund zu ernähren. Frisch zu kochen war mir eh schon immer wichtig, Fertiggerichte gibt es (meist) nicht bei uns. Das Wissen, gerade in dieser kalten Jahreszeit etwas leckeres und zudem gesundes, vitaminreiches für meine Familie zuzubereiten, macht mir riesigen Spaß! Das hat nichts mit einem "Abnehmwunsch" oder ähnlichem zu tun (von Diäten halte ich ohnehin nichts). Genuss und Gesundheit - thats all. Zusammen zu essen und sich auch im Alltag etwas besonderes zu gönnen - und eben nicht nur, wenn besondere Tage sind, Gäste zu Besuch sind etc....das finde ich unendlich schön.


Man könnte es auch in Verbindung mit dem "ausgelutschten" und ausgeleierten Wort "Achtsamkeit" umschreiben...bewusst etwas zu tun (bei uns zum Beispiel zu kochen, zu backen, bei Besuchen sich ganz und gar auf die Freunde einzulassen / zu konzentrieren - ohne "auf-die-Uhr/-das-Handy-starren", wenn nichts auf dem Programm steht dann diese freie Zeit bewusst zu geniessen und abends ganz bewusst etwas zu tun, was einem selbst gut tut). Einfach nur schön!


Genau das wünsche ich Euch auch in diesem Jahr...Gelassenheit, Achtsamkeit in dieser hektischen, lauten, vollen und turbulenten Welt! 

In diesem Sinne - freuen wir uns auf den Februar, oder 😉?

Liebe Grüße 
Natascha 

Samstag, 5. Januar 2019

Eigenschaften

Ich wünsche Euch ein gesundes und gutes neues Jahr!

Da bin ich wieder und nehme mir etwas Zeit um über ein Thema zu schreiben, das mich gerade beschäftigt...

Der post, der in 2018 am meisten gelesen wurde, war "Die Erwartungen anderer". Ich habe hierauf auch die meisten Reaktionen und Mails erhalten und denke, dass ich da einen Nerv getroffen habe. Ist ja auch menschlich. Ich kenne niemand, dem völlig wurscht ist, was andere von ihm denken. Da gibt es doch zumindest immer ein paar wenige Menschen, deren Meinung jemand wichtig ist, auf dessen Rat gehört wird und mit denen man gut auskommen und gemocht werden möchte...ich glaube, dass sich da keiner davon frei machen kann - wenn er / sie ehrlich ist. Das Thema, das mich gerade beschäftigt ist - sagen wir mal - artverwandt mit dem Thema, "was andere erwarten". 

Es dreht sich um Eigenschaften, Veranlagungen, Talente von Menschen. 

Ich bin der Meinung, dass jeder Mensch mit einer gewissen Veranlagung, bestimmten Eigenschaften und Talenten geboren wird. Natürlich - das will ich gar nicht bestreiten - prägen uns unsere Eltern, Geschwister, Freunde, eben unser engstens Umfeld in den ersten Lebensjahren. So werden bestimmte Eigenschaften vielleicht noch ver-/ gestärkt, andere geraten ins Hintertreffen... ganz bestimmt ist dabei auch massgeblich, welche Werte und Meinung unsere Eltern vertreten. 

Aber: ich glaube auch, dass sich Veranlagungen immer nur zu einem gewissen Teil "korrigieren" lassen. Wenn jemand zum Beispiel nicht besonders sportlich ist, dann können die Eltern einen zu sämtlichen Sportvereinen schicken - vielleicht ist da auch etwas dabei, das dann auch wirklich Spaß macht. Aber die Sportskanone, die gerne jede Challenge annimmt, die es kaum erwarten kann, bis der Sportunterricht beginnt, der alles ohne grosses üben leicht gelingt - ich glaube, das wird man nie, wenn man seine Veranlagungen eher ausserhalb des Sports hat.

Oder ein anderes Beispiel: naturwissenschaftliche Fächer haben mir nie gelegen. Ich war immer in den musischen Fächern "daheim". Natürlich gehört aber Mathe, Physik und Chemie dazu. Und ich hatte auch tatsächlich Zeiten in der Schule, in denen ich in diesen Fächern sehr gute Noten hatte...aber im Grunde nur deshalb, weil ich immer sehr fleißig und diszipliniert gelernt habe (und, gerade was Physik betraf, gut auswendig lernen konnte... leider hat das mit wirklichem verstehen / begreifen wenig zu tun, weshalb ich dann auch Physik abgewählt habe)- also ja, ich habe das Abi geschafft, aber gerade in diesen Fächern musste ich mir gute Noten hart erarbeiten, im Gegensatz zu deutsch und anderen Sprachen, wo mir alles zugeflogen ist. 

Und ähnlich ist es bei den Eigenschaften, die im sozialen Kontext stehen. Empathie, Feingefühl, Egoismus, Hilfsbereitschaft ...all das kann man "trainieren", aber jemand, der nicht empathisch veranlagt ist, der wird es auch nie vollkommen sein - ist zumindest meine Meinung. Und ich frage mich: was ist daran schlimm? 

Klar, wir Eltern wollen "nur das Beste" für unsere Kids, wir wollen, dass es gute, tolle Menschen werden (was ich für meine Kinder hoffe, habe ich ja bereits im post "Was meine Kinder einmal von mir denken sollen" - dem post mit der zweithöchsten Klickanzahl in 2018 - geschrieben)...aber WER entscheidet denn, was gut und was schlecht ist, was "das Beste" ist - oder eben nicht. Ich wage mal die provokante Aussage, dass wir Eltern bei dem Versuch das Beste für unsere Kinder zu tun, nicht immer unbedingt das Beste für unsere Kinder tun. 

Konkret ist es so: kürzlich waren wir bei einer Familie zu Besuch. Wir Eltern kennen uns sehr gut und mögen uns. Mit dem einen der beiden Kinder werden meine zwei allerdings nie ganz "warm". Es ist ein Kind, das einige komplett andere Interessen hat als meine beiden Kinder, gerne im Mittelpunkt steht (und auch gewöhnt ist, vieles was es will zu bekommen) und na ja, wahrscheinlich auch nicht unbedingt sehr viel Feingefühl oder Sozialkompetenz besitzt. Das ist - nebenbei gesagt - auch überhaupt nicht abwertend gemeint. Es ist halt so. Und so kam es, wie es (so oft) kommen musste: das Kind sagte etwas, was meine beiden (zugegeben ohnehin sehr sensiblen und zum dortigen Zeitpunkt auch sehr müden) Kinder sehr gekränkt hat. Als mich die Eltern fragten, was passiert sei, dass meine Kinder weinen , erzählte ich es und die beiden sagten mir, dass sie mit dem Kind ein ernstes Wort sprechen würden, dass so was gar nicht geht usw. Das ist ihr gutes Recht und wahrscheinlich würde ich als Mama das im umgekehrten Fall auch tun. Nur denke ich, dass man aus dieser Streiterei zwischen Kindern keinen Staatsakt machen muss. Letztlich ist das etwas, was jedes Kind mitmachen muss und was auch gut für seine Entwicklung ist: die Erfahrung, dass man sich nicht immer gut mit anderen versteht, aber auch dass man akzeptieren muss, wenn man keinen Draht zueinander findet, dass es Menschen gibt, mit denen man nie Freunde wird und auch, dass man sich selbst wehren muss - mit Worten). Also denke ich, dass diese Erfahrung für meine Kids keine tolle war, aber eine wichtige und lehrreiche. Und ich denke auch, dass meine Kinder nie eine enge Bindung zu diesem Kind aufbauen werden - aber müssen sie das, nur weil die Eltern sich gut verstehen? Nö. Und ich finde, es ist entspannter für alle beiden Elternpaare, wenn wir dies einfach auch akzeptieren. Natürlich sollen keine Schimpfworte fallen und körperlich oder verbal verletzt weden ...aber ich denke, in diesem speziellen Fall können wir Eltern auch nicht erwarten, dass alle Kinder 3 Stunden in völliger Eintracht gerne zusammen spielen (so wie es bei anderen Spielkameraden ist). Also: mit Kindern über Fehlverhalten sprechen ist wichtig und richtig, aber in gewisser Weise sollten wir Eltern auch akzeptieren, dass manche Dinge - und so auch manche Eigenschaften unserer Kinder - eben sind wie sie sind. Und daher auch nicht frustriert sein sollen, wenn beim nächsten Besuch wieder das gleiche passiert. Meine Meinung zumindest. 

Und um darauf zurückzukommen: ja, das Kind hat wenig Feingefühl und Empathie (das hat es schon oft genug "bewiesen"). Aber dafür kann ich mir gut vorstellen, dass es in beruflicher Hinsicht später einmal gut vorankommen wird, weil es klare Vorstellungen hat und seine Ziele verfolgen wird. In einigen Situationen wird es so bestimmt besser zurechtkommen als andere. 

Und wenn man mal genauer darüber nachdenkt: JEDE Eigenschaft hat seine positiven und negativen Seiten. Ich bin zum Beispiel chaotisch. Und manchmal ärgert mich das selbst, dass ich immer viele Dinge im Kopf habe, vieles zeitgleich tue und mich dabei auch nicht selten verzettele. Ich wäre dann gerne strukturierter und pünktlicher. Aber dadurch, dass ich chaotisch bin, bin ich auch ziemlich flexibel und spontan, offen für neues, lasse mich - bei guter Argumentation - auch von meiner Meinung abbringen, bin vielseitig interessiert und vielleicht auch wegen meinem chaotischen Verhalten liebenswürdig (das müssen aber andere beurteilen). 

Ich bin jemand, mit sehr grosser Empathie und sehr hohem Feingefühl. Das hilft mir ungemein im Job, wo ich mich permanent in andere hineinversetzen muss. Wo ich leicht mit anderen Smalltalk halten kann und auf eine "Wellenlänge" kommen kann. Aber es ist auch eine Eigenschaft, die mich oft grübeln lässt. Ganz oft über die Probleme anderer Menschen, weil ich mich eben gut hineinversetzen kann und weil sie mir halt auch nicht egal sind. Das raubt mir Zeit  - für mich selbst und für meine Familie...und doch hilft es mir, klare Entscheidungen zu treffen, mir selbst ein deutlicheres Bild zu machen und meine Arbeit effizienter und besser zu machen.

Mein Fazit: es gibt nicht immer schwarz oder weiss, sondern im Grunde am allermeisten grau. Es gibt nicht immer nur eine Sichtweise, sondern mehrere Seiten an einer Sache, wie beispielsweise einer Eigenschaft. Und so ist es sinnvoll, wenn wir Eltern lernen zu akzeptieren, dass wir bestimmte Eigenschaften an unseren Kindern nicht komplett ändern oder abschaffen können - auch wenn sie uns ein Dorn im Auge sind und wir es gerne anders hätten. Ich weiß  selbst - das ist alles andere als einfach und oft genug auch ein langer Prozess, aber am Ende lässt es uns alle besser und harmonischer miteinander umgehen. Und was gibt es schöneres für Kinder, und auch für alle Menschen zu wissen, dass man geliebt wird, so wie man ist...?  

Unsere Kinder sind letztlich wie wir alle: unvollkommen ...und dabei einzigartig, wundervoll und perfekt 😊.  

Mittwoch, 26. Dezember 2018

Verzeihen

Ihr Lieben, 

heute ist der zweite Weihnachtsfeiertag und ich muss sagen: bis jetzt ist es das herrlichste, entspannteste, gemütlichste Weihnachten seit langem. Keine Hektik, kein Stress - wahrscheinlich auch, weil wir im Vorfeld gut organisiert haben (nicht wie es so oft meine Natur ist...alles auf den letzten Drücker....) Und auch die Treffen mit den Menschen, mit denen wir Weihnachten feiern und die uns wichtig sind, sind dieses Jahr über die Feiertage super verteilt. 

Was vor allem super schön ist: unsere Kinder haben sich sehr über ihre Geschenke gefreut und sind seit heilig Abend am spielen. Mal mit uns, mal alleine und wir Eltern hatten auch bereits ausgiebig Zeit zum entspannen - ich wünsche euch allen, dass es euch ähnlich geht und ihr die freien Tage geniesst!

Weihnachten. Das Fest der Liebe, der Familie und Freunde. Des innehaltens, nachdenkens,  Themen und Situationen überdenkens. Des verzeihens. Mit diesem letzten Thema habe ich mich besonders vor Weihnachten, im Advent, beschäftigt. Denn ich habe es selbst - verziehen. Es war ein (langer) Weg, ein Prozess, der seine Zeit gebraucht hat und in dem ich mir selbst über einiges klar werden musste...mit mir - auch in dieser Hinsicht - ins reine kommen musste.

Dabei klingt es immer so einfach, "verzeihen". Und ist aber alles andere als leicht und daher auch nichts was man leichtfertig (und wirklich, ernsthaft) tut vor allem, wenn die Enttäuschung oder der Schmerz tief sitzt.

Ich hatte eine Freundin aus Kindertagen. Eine, mit der ich in der Tat durch dick und dünn gegangen bin, mit der ich aufgewachsen bin und ja, ich habe eine wirklich tolle, traumhafte Kindheit gehabt. Und ich bin davon überzeugt, dass mich diese tolle Kindheit auch in meinem Erwachsenenleben geprägt hat und für manche Situationen und Schicksalsschläge gestärkt hat. Meine damalige Freundin und ich waren unzertrennlich, kannten uns in- und auswendig - oft hat es nicht mal Worte gebraucht um den anderen zu verstehen oder zu wissen, was los ist. 

Nie im Leben hätte ich gedacht, dass ich diese starke Bindung zu ihr einmal verlieren würde.

Aber so war es. Zunächst schleichend, weil wir unterschiedliche Schulen besuchten, dann mit einem Paukenschlag. Sie hat etwas getan, was einen grossen Vertrauensbruch dargestellt hat. Etwas wirklich heftiges, das eine weitere Freundschaft unmöglich gemacht hat. Und dabei habe ich es nicht mal von ihr erfahren, sondern durch Zufall von jemand anderem. Was es war, tut hier nichts mehr zur Sache. Ich betone es nur deshalb so, um zu verdeutlichen, dass es eben keine Kleinigkeit war und ich nicht launisch oder überreagiert habe. Meine Freundin hat mich damit unglaublich verletzt, zugegeben in einer Zeit, in der ich durch den plötzlichen Tod meiner Mutter ohnehin sehr verletzlich und verwundbar war. Es hat mir buchstäblich den Boden unter den Füßen weggerissen , sie -  als enge Vertraute - nun auch noch zu verlieren. 

Viele Jahre war ich geschockt, dann wütend, dann rasend, masslos enttäuscht und irgendwann nur noch unendlich traurig. Und dann - irgendwann, viele Jahre später  - war meine Wut verraucht und meine Traurigkeit gewichen. Ich hatte mein Leben neu geordnet, habe wertvolle, wichtige Menschen getroffen aus denen enge, tolle Freundschaften entstanden sind. Aber immer, wenn ich durch meinen ehemaligen Heimatort fahre, läuft vor meinem inneren Auge ein kleiner Film ab. Überall sind Erinnerungen an eine schöne, längst vergangene Zeit und nicht selten sind diese auch mit der damaligen Freundin verbunden. Ich hab mir selbst die Frage gestellt,  wie ich heute über sie, über den Vertrauensbruch und all das was war denke. Und ich habe festgestellt , dass da vor allem eines nicht mehr ist: Groll, Wut oder Ärger. Und auch ganz bewusst habe ich mich selbst dazu entschieden, nicht mehr wütend zu sein...und schon gar nicht zu verbittern. Das Leben ist einfach zu kurz dafür - findet ihr nicht? 

Und so habe ich bereits letztes Jahr beschlossen, ihr ein paar Zeilen zu schreiben. Sie hat im Dezember Geburtstag und das wollte ich als Anlass nehmen. Aber letztes Jahr ist, wie ihr wisst, mein Schwiegervater verstorben und vieles - auch mein Brief an sie - ist dabei in den Hintergrund gerutscht. Diesen Dezember allerdings hatte ich mir ja aber ganz fest vorgenommen, Dinge, die mir wichtig sind, zu tun und nicht aufzuschieben. Und so habe ich mich hingesetzt und einen Brief an sie geschrieben. 

Ich habe darin nichts beschönigt und ihr auch ganz deutlich mitgeteilt, wie es mir damals ging und wie ich gefühlt und gedacht habe. Ich bin der Meinung dass ich ihr das sogar schuldig bin, sodass sie zumindest eine Chance hat, mich zu verstehen...und vielleicht hat sie ja manchmal auch an mich gedacht und sich gefragt, wie alles so kommen konnte und was ich denke. Aber - und das war die Kernaussage meines (langen)Briefes - ich habe ihr geschrieben, dass ich ihr längst verziehen habe...und viel mehr noch, ich habe mich bei ihr bedankt! Bedankt für eine wirklich wundervolle Freundschaft damals und eine tatsächlich sehr schöne Kindheit. Und dies war mir auch ein sehr wichtiges Bedürfnis. 

Heute - mit einigem Zeitabstand - sehe ich manches anders und vieles klarer. Und ich finde es ist nie zu spät, unausgesprochenes auszusprechen. Ich habe ihr einen Brief geschrieben, da ich nicht weiss, ob ich all das aus dem Brief in einem persönlichen Gespräch richtig in Worte hätte fassen können und ob ich mich überhaupt getraut hätte all das anzusprechen.  Was war mein Ziel mit diesem Brief?  Ganz einfach: ich habe tatsächlich und wahrhaftig verziehen, mein Herz ist nicht mehr voll Ärger, wenn ich ihren Namen höre oder an sie denke und meine Seele hat tatsächlich Frieden gefunden. Ich glaube nicht, dass wir noch einmal enge Freunde werden, denn dazu ist unser beider Leben viel zu unterschiedlich, ich habe viele wirklich sehr gute Freunde ohnehin und ich glaube auch, dass nach den vielen Jahren (über zwei Jahrzehnte...!) ein anknüpfen auch gar nicht mehr möglich oder nötig ist. Ich wollte mit dem Brief nur das geklärt und abgeschlossen haben - für sie und für mich. Uns beiden somit die Möglichkeit geben, diese unausgesprochene, ungeklärte Situation für uns beide abzuschließen und unseren Frieden damit zu machen.  

Es ist doch so: jeder kennt jemanden, mit dem man sich (noch) nicht ausgesprochen hat, wo eine unsichtbare Wand dazwischen steht, weil man sich nicht traut, Dinge offen anzusprechen, über Gefühle und Meinungen zu reden. Wenn man sich dann mal (zufällig) sieht, ist es immer eine überspannte, unangenehme Situation,  eine, aus der man sich am liebsten gleich herausziehen wollen würde. Manchmal geht es ja, so zu tun, als hätte man den anderen nicht gesehen...aber mal ehrlich: erwachsenes Verhalten geht anders...und eine Lösung des Problems ist es auch nicht.  Und ich denke, dass ein "verzeihen" nicht so hoppla hop geht und es nicht richtig ist, vorschnell zu verzeihen. Man soll sich und seine Gefühle ja nicht selbst verleugnen, denn ich finde es ist wichtig, dass man sich selbst gut fühlt. Alles andere ist auch keine gute Basis für die Fortführung egal welcher Beziehung. Aber nach der Zeit des Trauerns, des Wütend-seins ist es auch wichtig, wieder Ruhe und Freude einkehren zu lassen und seinen inneren Frieden damit zu machen und zu finden. Sonst frisst dich das irgendwann selbst auf. Du bleibst wütend und vielleicht sogar verbittert und das kann keiner wirklich selbst für sich wollen. Es ist nicht immer leicht, das einem selbst das gelingt und bestimmt gibt es auch Situationen oder Fälle, in denen es nie gelingt. Aber ein Versuch, wirklich und wahrhaftig zu verzeihen, ist es wert. 

Was aus dem Brief geworden ist? Nun. Er lag ein paar Tage unangerührt auf meinem Tisch. Dann habe ich ihn frankiert. Und schliesslich zögernd eingeschmissen. 

Am Morgen des 24.12. lag ein kleiner Brief im Briefkasten. Er war von ihr. Sie schrieb, dass sie überrascht ist, Post von mir zu bekommen, dass sie sich aber freut und sehr gespannt ist, denn sie will ihn erst am heilig Abend öffnen. Ich weiß also, dass sie den Brief erhalten hat. Ob es mir wirklich gelungen ist , dass sie mich richtig versteht, ob sie sich nach lesen des Briefes immernoch freut und den Brief so auffasst, wie er gemeint ist...das weiss ich nicht. Ich kann es nur inständig hoffen ...aber das liegt nun nicht mehr in meiner Macht. 

Ich habe ihr am Ende des Briefes geschrieben, dass ich mir gerade vorstelle wie sie jetzt lächelt und dass es mich sehr freuen würde, wenn es tatsächlich so wäre.  

Und wenn ich das nächste mal durch meinen Heimatort fahre, werde ich an sie denken...und lächeln.

In diesem Sinne , Ihr Lieben

FROHE WEIHNACHTEN  


    

Freitag, 7. Dezember 2018

Zeit

Ihr Lieben, 

Ja, mich gibt es noch. Alles ist gut, uns geht es gut...
Und ich hab mich den gesamten November nicht ein Mal gemeldet. Einen ganzen, vollen Monat nicht. Das gab es noch nie, seit ich blogge. Was war der Grund? 

1. Ich hatte zwar ein, zwei Ideen über was ich schreiben könnte, die mich aber nicht so ganz "überzeugt" haben. Und ich bin ja nicht hier, um über Dinge zu schreiben, die mich nicht wirklich beschäftigen oder über die ich schreibe, weil ich unbedingt und krampfhaft bloggen will...da stehe ich dann nicht dahinter und meine Meinung ist es dann einfach, es sein zu lassen, als nur zu schreiben, um irgendwas geschrieben zu haben. 

2. Ich hatte KEINE Zeit. 

Zeit ist auch tatsächlich das Thema, das mich aktuell am stärksten umtreibt. Mein November war wirklich mega voll. Voll von Verpflichtungen, voll von (sehr vielen, meist auch sehr spät endenden und superlustigen) Treffen mit lieben Menschen, voll mit Terminen und Events. Irgendwann, mitten im dem ganzen Trubel dachte ich: Irgendwie hat sich der "Termin-Stress-Monat" Dezember sich bei mir auf den November gelegt.

Aufgefallen  ist mir das, als eine Mama am Sonntag Abend nach einem Spieldate für unsere beiden Töchter in der kommenden Woche fragte und ich feststellen musste, dass die folgende Woche schon heillos ausgebucht war, bevor sie richtig angefangen hatte. 

Und kurz darauf ging es mir - einem wirklich geselligen Menschen mit vielen Freunden und Bekannten und entsprechend immer Lust auf Gespräche/ Treffen / Kontakte - so, dass ich eines nachmittags feststellte, dass ich nur einen Abend in der Woche zu Hause bin (und da dann entsprechend viel zu erledigen habe - also chillen Fehlanzeige) und ich dachte mir nur so: oh nein, ich will am liebsten einfach zu Hause bleiben und "wohnen"...es waren tatsächlich allesamt sehr schöne Abende, aber erst mal hatte och nicht viel Lust hinzugehen.

Ich erzählte ein paar Bekannten von meinem vollen Kalender und stellte fest, dass es im Grunde allen sehr ähnlich oder gar gleich ging. Hat sich der Vorweihnachtstrubel denn ganz still und heimlich auch auf den November ausgebreitet??? Dieses Jahr war es zumindest bei mir so. 

Ich finde, wenn eine Freundin absagt, weil die Kids krank geworden sind und Du das grundsätzlich zwar schade findest, aber auch ehrlicherweise in erster Linie sehr erleichtert bist, weil dann einfach ein ruhiger Nachmittag ohne Besuch oder "Programm" sondern nur mit spielen und vor sich hin werkeln bevorsteht, dann ist das doch echt ein Zeichen, oder? 

Ganz klar: es ist vor allem für mich ein Zeichen, dass ich besser planen sollte. Es ist ebenso ein Zeichen, dass ich auch mal "nein" sagen sollte (was mir wirklich extrem schwer fällt, zumal ich mittlerweile ausnahmslos nur noch Kontakt mit Menschen habe, mich mit ihnen treffe und mir Zeit nehme, die mir wirklich wichtig sind und die ich gern habe). Und es ist ein Zeichen, dass ich mir wieder mehr (Verschnauf-) Pausen einbauen sollte. 

Jedenfalls freue ich mich jetzt, dass ich im Dezember bei weitem nicht mehr so viel Abendtermine habe, wie im November. Das entspannt mich nämlich, einfach gemütlich zu Hause sein zu können. Aber generell kann ich sagen, dass auch schon jetzt wieder die Nachmittage gut gefüllt sind. Aber umgekehrt: ist die Vorweihnachtszeit nicht dazu da, mit lieben Menschen Zeit zu verbringen? 

Im letzten Jahr war die Adventszeit für mich eine Zeit im Ausnahmezustand, in tiefer Trauer. Irgendwann im Januar stellte ich fest, dass ich im Grunde gar nicht mit meinen Kids Plätzchen gebacken hatte, dass wir nicht einmal einen Weihnachtsmarkt besucht hatten, von Weihnachtsfeiern ganz zu schweigen. Die Adventszeit war an mir vorbeigerauscht, ohne dass es mir bewusst war. Und ich nahm mir vor, es dieses Jahr anders zu tun. 
Bis jetzt ist mir das gut gelungen. Ich war mit einer Freundin und unseren Kids diese Woche abends auf einem Weihnachtsmarkt. Dort habe ich zum ersten Mal in meinem Leben Maroni probiert, wir haben Punsch getrunken und Flammkuchen gegessen. Davor noch ein Museum besucht, das eine Ausstellung von Andy Warhol zeigt und das erstaunlicherweise auch unseren Kindern sehr gut gefallen hat und auf Interesse gestoßen ist. Es war ein toller Nachmittag/ Abend. Und wie meine Freundin so treffend sagte: es war supergut zum abschalten. 
Kommende Woche freue ich mich auf eine Weihnachtsfeier abends mit meinem Verein und an den Nachmittagen habe ich vor, zum ersten Mal überhaupt ein Lebkuchenhaus mit meinen Kindern zu machen (wish me luck). Ausserdem gibt es eine Backparty mit meiner Tochter und deren 4 Freundinnen, sowie meinem Sohn. Das wird ein Spaß...vor allem das putzen danach 😂. Morgen sind wir bei Freunden eingeladen und dorthin wird dann auch der Nikolaus kommen - etwas, an das meine beiden Kids noch voll glauben (mal sehen, wie lange noch). Und ansonsten werden wir hoffentlich noch ganz viele Nachmittage einfach nur mit spielen und chillen verbringen....

In diesem Sinne wünsche ich Euch eine ganz schöne, besinnliche VORWEIHNACHTSZEIT!

Natascha 

Samstag, 13. Oktober 2018

Kopenhagen...und hi Oktober!

Städtereisen sind einfach grossartig! Für mich immer wieder eine spitzen Möglichkeit, dem Alltag ein bisschen zu entfliehen und in eine andere Welt einzutauchen. 

Dabei habe ich Städtereisen erst relativ spät für mich entdeckt. Aber seither durfte ich schon einige Städte besuchen und kennenlernen. Edinburgh habe ich letztes Jahr mit meiner Familie in den Herbstferien besucht (wie es war und was wir erlebt haben könnt ihr hier auf'm Blog lesen), Salzburg, Augsburg, Paris, Barcelona, Kairo, Hamburg, Leipzig, Dresden, Mailand und Palma habe ich besucht und mir genauer angesehen...mit einer Freundin war ich in Wien, Rom und London, mit einer anderen Freundin in New York und Berlin, und wieder mit einer anderen Stockholm und - ganz aktuell - Kopenhagen. 

Weshalb ich so oft mit Freundinnen gehe hat den einfachen Grund, dass mein Mann Städtereisen zwar mittlerweile nicht mehr so uninteressant findet, aber von sich aus lieber eher andere Urlaube verbringt. 

Ganz ehrlich: ich habe mich (diesmal) im Vorfeld eigentlich überhaupt nicht vorher über unser Reiseziel informiert. Lediglich um die Buchung des Hotels und den Parkplatz am Flughafen habe ich mich gekümmert, meine Freundin Sandra hat den Flug gebucht, eine Städteführung und auch bereits zuvor ein bisschen im Reiseführer gestöbert. Es lag überhaupt nicht daran, dass ich keine Lust auf Kopenhagen gehabt hätte oder absolutes Desinteresse...ich hatte schlichtweg keine Energie und Zeit dazu, mich ein wenig einzulesen oder so. Aber ich wusste ja, dass ich mit Sandra fliege und daher wusste ich auch, dass wir eine Menge Spaß haben würden und dass wir schon instinktiv oft viel Glück haben oder die richtigen Entscheidungen beim Trip treffen. 

Also alles was ich vorher über Dänemark / Kopenhagen wusste war, dass die Dänen ein "glückliches" Völkchen sind, dass sie super stark, kreativ und cool sind was Innendesign / Interieur betrifft und das (Mode-) Wort "Hygge", das von dort stammt. Ansonsten war meine Devise: überraschen lassen. 

Ihr Lieben - das war der Beginn meines langen Blogposts zu Kopenhagen. Ich hatte noch viele Absätze mehr geschrieben, aber da es so viel zu diesem zauberhaften Trip und über diese wunderschöne Stadt zu schreiben gibt, habe ich schier kein Ende gefunden. Also habe ich beschlossen, alles wieder zu löschen (was mir tatsächlich nicht leicht gefallen ist und mir tatsächlich auch ein bissel weh getan hat) und nur den Anfang stehen zu lassen. Anstatt dessen will ich Euch gar nicht so vollfrachten mit Infos...vielmehr vielleicht Lust auf einen Besuch dieser Stadt machen und ansonsten Fotos und (wenige) Worte wirken lassen...also diesmal ein anderer "Reisebericht"😉:

Unser Hotel: Scandic Kodbyen, erst Anfang September 2018 eröffnet,  mega stylisch, mega freundlich, im angesagten Stadtteil Vesterbro 















Unsere Anreise: per Flug von Basel nach Kopenhagen, Metro und Strassenbahnnetz ist sehr gut ausgebaut und günstig, Hotel lag auch dies betreffend gut

Dauer unseres Trips: Freitag Mittag bis Dienstag Abend - ein paar unvergessliche Tage

Wetter: Eine Dänin hat mir gesagt, dass in Kopenhagen Sommer und Winter an einem einzigen Tag nicht ungewöhnlich ist...kann  ich bestätigen 🤣


Stadt an sich: sehr sauber, übersichtlich, malerische Gassen, viele süsse Cafes, alles fußläufig erreichbar






Unbedingt machen, wenn ihr in Kopenhagen seid: die Stadt per Fahrrad erkunden (am besten Sonntags, da weniger Traffic. Wir sind sonntags mit dem Rad los, was sich schließlich als echter Glücksfall erwiesen hat), die 3,5stündige Tour "Hygge & Happiness (über airbnb), da unheimlich interessant, lustig, spannend und glücklich machend!, etwas essen im Cafe des Nordens (egal was, da schmeckt alles gut), "Ilums Bolighus" besuchen und ihr werdet den Mund nicht mehr zubekommen ansonsten: Zeit nehmen für Spaziergänge, für hinsitzen und die Stadt auf sich wirken lassen


Im Hintergrund das "Cafe des Nordens" - beliebter und zentraler Ausgangspunkt von uns für alle Unternehmungen



Ein wunderschöner Sonntag morgen!

Shopping: erfreulicherweise gibt es in Sachen Mode viele Marken und Läden, die bei uns nicht so bekannt sind (und man somit mal was anderes sehen kann), allerdings war nicht ganz so viel für unseren Geschmack dabei (bzw. dann schließlich doch, wir mussten nur ein bissel suchen). Alles sehr wild durcheinander gemixt( Karopulli, Blümchenrock, silberne Kniestrümpfe und pinke Plateausandalen...und du erregst in Kopenhagen kein Aufsehen).  Ansonsten: Einrichtung, Möbel, Lampen, Deko in allen Variationen, alles um es sich hyggelig zu machen - da sind die Dänen Weltmeister drin. Da ist Kopenhagen ein wahres Mekka!!! Ich hätte echt alles kaufen können!!! Und ich habe tatsächlich noch bei keinem meiner Städtetrips soviel für das Zuhause geshoppt wie dieses Mal 🙈






Preis/Leistungsverhältnis: durchwachsen. Dänische Marken sind nicht billig, aber die Qualität (Verarbeitung, Materialien, Design) ist sehr gut und daher meiner Meinung nach absolut gerechtfertigt👍. 

Was hat mich überrascht / erstaunt: Dass so derartig viele angesagte Topmarken im Bereich Interieur (Möbel, Lampen, Deko, Geschirr usw.) aus Dänemark kommen. Dass es so viele sind war mir absolut nicht bewusst! Dass man SO gut essen kann in Dänemark, damit hätte ich nicht gerechnet (o.k.,wir waren nicht in der günstigeren Fastfood-Kette gewesen, sondern oft in mega coolen, angesagten Locations (vorher einen Tisch reservieren ist nie verkehrt), aber überall wurde das Essen regelrecht zelebriert - von Köchen und Kellnern und wir haben wirklich sensationell gut gegessen). Spannend auch, dass die berühmte Statue der "kleinen Meerjungfrau" tatsächlich relativ klein und unscheinbar ist.  

Smörrebrod










Was es noch zu sagen gibt: Wir hatten wieder ein paar wunderschöne Tage in einer fremden, weltbekannten Stadt, in der Hauptstadt eines kleinen feinen Landes. Das lag sicher zum einen daran, dass wir neugierig und offen waren (wie immer) auf das was wir sehen und erleben, dass wir ähnliche Interessen und Auffassungen über einen tollen Städtetrip haben und dass wir uns beide auch wieder unglaublich aufeinander gefreut haben. Wenn Du Dich ohne Worte verstehst, oft das selbe denkst und nicht selten das selbe zur gleichen Zeit sagst, wenn Du Dich für den anderen einfach freust, wenn Du ohne Anstrengung harmonierst...dann hast Du eine wahre Seelenverwandte gefunden. Danke Sandra für diesen coolen Trip und die schöne, kurzweilige Zeit (ich weiß, dass Du das hier liest)!!! Für das gemeinsame Staunen, schlemmen, ausprobieren und lachen bis der Bauch weh tat. Ich freue mich auf das nächste Mal 💛. 



P.s.: was ich vielleicht noch im Oktober posten werde? Ich weiß es (noch) nicht. Wir werden sehen, würde ich sagen...denn bei uns ist gerade echt viel los. Und da ich diesen Blog nicht aus beruflichen Gründen, sondern einfach aus einer persönlichen, privaten Leidenschaft heraus schreibe, möchte ich nichts versprechen, das ich vielleicht nicht halten kann...klingt fair, oder? 

Haltet die Ohren steif! 
Natascha

Donnerstag, 20. September 2018

Die Erwartungen anderer..

Kürzlich waren wir bei einer Feier eingeladen. Es war ein wunderschöner Tag, bestes Wetter,  die Kinder spielten alle ganz toll im Garten und wir Erwachsenen spassen an einer langen Tafel auf der Terasse. 
Mir gegenüber, am anderen Tischende, saß eine Hübsche Frau Anfang 50, die ich nicht kannte. Ich unterhielt mich mit meinen direkten Sitznachbarn. In einer Gesprächspause hörte ich den anderen zu, auch der besagten Frau mir gegenüber. Sie erzählte gerade, dass sie jahrelang in einem anderen Land gewohnt hat und nun vor einem Jahr nach Stuttgart gezogen ist. Neuer Job, neue Wohnung,  neue Umgebung. Und es gefällt ihr gut da. Nur hat sie keinen grossen Bekanntenkreis und führt dies zum Teil darauf zurück, dass sie sehr schüchtern und eher introvertiert ist. Mit ihren neuen Kollegen kommt sie bestens klar und geht auch hin und wieder was trinken nach Feierabend. 

Aber: es macht ihr gar nichts aus, oft alleine zu sein. Sie ist gerne alleine und ihr gefällt, dass sie sich nach niemandem richten muss. Verheiratet war sie einmal, ist mittlerweile glücklicher Single und hat einen erwachsenen Sohn,  der im Ausland arbeitet. Sie hat auch Freunde - nur eben nicht in unmittelbarer Nähe, aber es gibt ja Telefon und Skype.  Und: ich kann sie gut verstehen. Mir macht es auch absolut nichts aus, alleine zu sein. Schon immer...und ich langweile mich dann kein bisschen oder glaube, irgendwas zu verpassen. Nur - aufgrund meiner familiären Situation bin ich mittlerweile eher selten alleine 😂 (was natürlich auch schön ist ☝️). 

Und sie sagte dann etwas echt interessantes. Sie sagte:" Wie gesagt bin ich gerne allein und ich bin auch nicht der Typ, der andere Menschen von sich aus anspricht. Nur würde es mir mit dem Alleinsein wesentlich besser gehen, wenn nicht die anderen immer sagen würden, dass ich doch nicht das ganze Wochenende allein zu Hause sitzen kann, dass ich doch raus gehen, Leute kennen lernen und was erleben muss."

Und da sie die anderen nicht enttäuschen wollte hat sie auch schon mal gesagt, dass sie nicht am Feierabend mitgehen kann, um was trinken zu gehen,  da sie Besuch von einer Freundin bekommt. Dabei hatte sie schlichtweg einfach keine Lust und freute sich auf einen gemütlichen Abend alleine zu Hause. Und während sie zu hause war, schickten die anderen lustige Fotos von ihrem Abend und sie hat sich diese angesehen und mitgeschminzelt, bis ihr bewusst würde, dass sie die Nachrichten besser nicht mehr aufruft, weil sie ja offiziell Besuch hat und sonst sich die anderen wundern könnten, dass sie so viel am Handy sitzt...  

Die anderen denken wohl offensichtlich, dass es todtraurig ist, sein Wochenende allein zu Hause zu verbringen. Dass immer etwas geboten sein muss, dass man immer Kontakt zu jemand haben muss, um ein erfülltes Leben zu haben. Neben der Tatsache dass ich es echt spannend fand, dass eine kluge Frau, die mitten im Leben steht, sich von der Meinung und den Erwartungen anderer derartig beeinflussen lässt, finde ich das Thema an sich echt interessant. 

Und jeder am Tisch hatte da auch eine Meinung dazu. Und es entstand eine tolle Gesprächsrunde. Meine direkte Sitznachbarin, auch Anfang 50, Single mit erwachsenen Kindern, aber wesentlich extrovertierter wie die Frau gegenüber, sagte, dass sie sich von diesen Erwartungen anderer losgesagt hat. Sie hatte kurz nach ihrer Scheidung gedacht, wieder schnellstmöglich jemand finden zu müssen (weil alleine kann man ja nicht glücklich sein, das sagten ihr auch alle) und hat da zahlreiche Anekdoten über (Blind-)Dates, Partnerbörsen etc. zum besten geben können. Vielleicht schreibt sie mal ein Buch darüber, ich würde es kaufen und mich wahrscheinlich todlachen. Aber irgendwann stellte sie fest, dass sie gar nicht unbedingt eine Partnerschaft will, schon gar nicht um jeden Preis und erst dann lernte sie sich auch wirklich erst selbst kennen (und lieben). 

Jemand anderes erzählte, dass die eigene Wohnung bunt zusammengewürfelt ist mit Dingen, die für die Person wichtig sind. Ausserdem gibt es die ein oder andere Sammelleidenschaft. Also das ziemliche Gegenteil von der aktuell vielgepriesenen Minimalismusschiene. Umso verletzender war es dann, als einmal eine vermeintlich gute Freundin zu Besuch kam und meinte, man müsse dringend entrümpeln und das hätte messieartige Auswüchse. Und - surprise - die Freundin war sehr minimalistisch eingerichtet und meinte, dies sei der einzig richtige Wohnungsstil (und wollte das dann entsprechend der Person auch "überstülpen").

Und.so.weiter. 

Es ist doch so: jeder hat so seine Eigenarten, seine Vorstellungen, Erfahrungen und Bild von einem glücklichen, zufriedenen Leben. Der eine braucht dazu ein grosses Publikum, immer viel Kontakte, immer was los, immer mittendrin - der andere eben das genaue Gegenteil.  Die einzig richtige Lösung, der beste Weg , der allgemeingültig ist, gibt es nicht. Es hängt von jedem einzelnen ab, vom Typ, der Veranlagung, der persönlichen Meinung. 

Ich finde Menschen, die anderen ihre Meinung überstülpen möchten, die andere in solchen grundlegenden, persönlichen Entscheidungen bevormunden wollen, immer etwas sonderbar. Leben und leben lassen, oder etwa nicht?  

Wenn ich so jemandem begegne, muss ich (innerlich) immer grinsen. Ich will tun und lassen, was ich will und wie ich es will und wie ich es für richtig halte. Nicht so, wie es andere gut finden, wie es - in anderen Augen - richtig ist, wie es sich gehört.  Für mich muss sich mein Leben richtig und gut anfühlen. Für niemanden sonst. 

Dieser Nachmittag war so richtig gut. Mit guten Gesprächen,  tiefgründigen Themen und auch deshalb, weil ich mich mit Menschen unterhalten habe, die ein völlig anderes Leben wie ich führen, die teilweise auch in anderen Lebensphasen sind.  Und das war spannend und lustig. Und ich würde einen Teufel tun, meine Meinung als die einzig wahre anderen reinzudrücken oder Erwartungen zu stellen, die andere nicht erfüllen können oder wollen. Was für eine Energieverschwendung!

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein tolles, baldiges Wochenende  - das ihr gestaltet, wie ihr wollt...und nicht wie andere es für euch wollen 😊. 

Natascha 

Sonntag, 16. September 2018

TSCHÜSS August und Hallo September


Ihr Lieben,
In den letzten Wochen war ich im Urlaub und habe mich deshalb nicht (rechtzeitig) zum Monatswechsel gemeldet. Aber ich war nicht ganz "untätig" und habe so aus unserem Urlaub in Mallorca einen Blogpost verfasst, den ich nun (endlich) online stelle. Hier ist er:


Tschüss August und Hallo September...oder sollte ich besser "ola" September sagen???

Denn aktuell liege ich auf einer gemütlichen Liege, neben mir mein lesender Mann, die Kinder spielen vergnügt im Pool mit ihren neu gefundenen Freunden, meine Schwiegermama ist gerade noch ne Runde im Meer schwimmen...das Leben ist schön 😊.

Wir befinden uns aktuell in dem viel herbeigesehnten, oft erwähnten und angekündigten und nun endlich eingetroffenen Familienurlaub, den wir dieses Jahr zu fünft in Mallorca verbringen.
Obwohl wir schon oft in Mallorca waren, ist es dieses Jahr eine kleine Premiere für uns, dass wir in einem klassischen Ferien-/ Touristenort (Cala Millor) wohnen. Bislang waren wir immer sehr gerne etwas ausserhalb der Touristenhochburgen in eher kleineren, von den Gästezahlen eher überschaubaren Hotels. Dieses Jahr also Cala Millor. Mallorca-Reisende kennen diesen Ort sicher, hier reiht sich nahezu nahtlos ein grosses Hotel an das andere. Meine Schwiegermama war schon öfter hier und war dementsprechend angetan, als wir das Angebot sahen, so haben wir uns hierfür entschieden. Für mich ist das völlig in Ordnung, denn nach einer sehr intensiven ersten Jahreshälfte steht mir ehrlich gesagt der Sinn nur nach relaxen und lesen, Zeit mit meinen Lieben beim planschen, spielen, reden und zusammen sein verbringen und da ist es mir auch eigentlich egal, wo das ist. Hauptsache Tapetenwechsel.

Positiv angetan war ich dann doch aber, dass sich unser Hotel ganz offensichtlich am Ortseingang befindet und nicht im (vor allem abendlichen) Trubel mittendrin. Und es ist ein - im Vergleich zu den anderen - eher kleineres, sehr familiäres Hotel. Zugegeben, ich war schon zuerst über die (doch überschaubare) Grösse des Pools erstaunt, aber mittlerweile finde ich sie genau richtig für uns. Das Meer ist nur 50m weiter und dort auch (noch nicht) überfüllt. Also alles gut.

Heute erst habe ich mich sehr über meine Kinder gefreut und war wieder mal erstaunt,  mit wie wenig sie auskommen können. Wir waren früh morgens am Meer und dort haben die beiden knappe zwei Stunden am Strand gespielt.  Und das völlig ohne Schaufel,  Eimer und Co. Es ist echt toll mit anzusehen, wie sie einzeln vor sich hin spielen oder gemeinsam neue Spiele erfinden. Zum Beispiel "Suppe kochen", Badewanne bauen, Sandknödel backen und anschliessend mit Hilfe dieser Knödel "Staubwolken" im Meer zaubern, ausserdem haben wir alle zu fünft bereits mehrere Sandburgen gebaut, die Erwachsenen durften in einen Schönheitssalon, wo sie mit Sand-Matschepampe von oben bis unten eingeschmiert und gepeelt wurden und selbstverständlich blicken wir auch bereits auf eine stolze Anzahl gesammelter Muscheln. Und auch der Pool genügt den beiden völlig. Nicht mal die aufblasbaren Tiere, die wir mitgenommen haben, werden unbedingt benötigt. Meine Tochter übt fleissig Köpfer und Purzelbaum machen, während mein Sohn am liebsten mit seiner Taucherbrille taucht. Und wenn wir sie nicht ab und an zu einer kleinen Pause rufen würden, würden sie sehr wahrscheinlich den ganzen Tag drin bleiben. Ich geniesse das total, dass sie nun in einem Alter sind, wo wir nicht ständig hinterher rennen müssen und gleichzeitig Ihnen das alles, ohne weitere Action oder Programm genügt.



Ich mag Mallorca einfach - mit all seinen Facetten. Und so habe ich tatsächlich das Ziel,  irgendwann einmal einen etwas längeren Zeitraum hier zu verbringen, wo ich mir dann alles gründlich und ausgiebig von dieser schönen  Insel ansehen kann - zu Fuß,  mit dem Auto oder Fahrrad. Irgendwann.

Und so leben wir bis jetzt tagtäglich einfach in den Tag hinein, schlemmen von den leckeren Buffets und verbringen viel Zeit miteinander, total schön!

Trotzdem haben wir natürlich - wie bei all unseren Mallorca-Urlauben - ein Auto gemietet. Die Insel ist einfach zu schön, um immer an einem Fleck zu sein. Wir besuchten zum ersten Mal das Aquarium in Can Pastilla / Nähe Palma,  das uns nun schon von mehreren Freunden empfohlen wurde. Und wie sich herausgestellt hat, war dieser Tipp wirklich klasse...ein supertolles Aquarium, in denen nicht nur Kinder den Mund vor Staunen fast nicht mehr zu bekommen. Solltet ihr mal dahin gehen und Kinder dabei haben, habe ich Euch einen Tipp: nehmt Badesachen mit. Das Aquarium hat nämlich auch einen schönen Aussenbereich mit einem tollen Brunnen und die Kinderanimateure machen dort so einige tolle (Wasser-)spiele mit den Kids. Wir hatten jedenfalls Badezeug dabei und für die Kids war es eine willkommene und lustige Abkühlung - die Wasserbombenschlacht auf dem grossen Spielplatz-Piratenschiff.
















Eine Freundin hat mir gesagt, dass sie es schön fände wenn ich ein paar Tipps für Mallorca (Orte, die ich schön finde und empfehlen kann) aufliste. Also gut:

Wenn ihr in Mallorca seid, sind folgende Orte wirklich sehenswert:

- Pollenca (im Norden der Insel, eine schöne Altstadt mit einer sehr langen, tollen Treppe), allerdings sind die Parkplätze rar und solltet ihr den Schildern Richtung Zentrum folgen, dann seid ihr hoffentlich mit einem kleinen Auto unterwegs, denn die Gassen sind echt eng!
- die Märkte in Sineu( ein ursprünglicher, weniger touristisch geprägter, mallorquinischer Markt), Santanyi und Arta


- Valldemossa (nicht wirklich ein Geheimtipp, aber einfach ein traumhaft schöner Ort, mit einer megatollen Eisdiele im Zentrum und meinem absoluten Lieblingsschmuckladen im Ort und auch ohne Eis in der Hand oder Cafe con Leche in einem der vielen putzigen Strassencafes sind die Gassen zum schlendern echt ein Traum! Für diejenigen, die auch gerne durch Läden bummeln finde ich persönlich Valldemossa viel weniger ramschig und kitschig wie es in den klassischen Touristenhochburgen zugeht. Ihr findet dort fast nur sehr "geschmackvolle" Shops. Mittlerweile sind Prakplätze dort immer sehr begehrt,  aber wenn man immer wieder ums Karree fährt, findet ,an einen. Vorsicht: es gibt so gut wie keine gebührenfreie Parkplätze und wenn man ohne Ticket parkt, hat man schnell einen Strafzettel in Höhe von 80€...der aber "nur" 40€ kostet, sollte man innerhalb von 20 Tagen bezahlen (ich spreche da leider aus eigener Erfahrung...)





- die Küstenstrasse im Westen von Andratx bis nach Valldemossa ( meine absolute Lieblingsroute - immernoch eine der schönsten Küstenstrassen Europas - mit vielen tollen Haltestopps, und atemberaubendem Ausblicken).







- und generell empfehle ich immer, dass ihr euch einen Mietwagen nehmt - entweder die ganze Zeit oder zumindest ein paar Tage - denn Mallorca ist einfach (ich kann es nicht oft genug betonen) viel zu schön und landschaftlich abwechslungsreich, um nur an einem Ort zu bleiben!


...und wenn ihr einen Mietwagen habt, dann fahrt am besten auch mal übers Land und nicht nur die Schnellstrassen. Schaut euch die kleinen Orte ein bisschen an - jedes hat seinen eigenen Flair und ist immer für Überraschungen gut...sei es schöne Buchten, an denen man einen kleinen Sprung ins kühle Nass wagen kann oder nette Cafes, Tapas-Bars oder Läden (gerade die Läden haben es mir hier angetan, denn sie sind das absolute Gegenteil von den großen Marken und Ketten, wie man sie in jeder Stadt sieht).
Auf unserem Rückweg vom Aquarium haben wir ebenfalls den Landweg genutzt und sind über die Dörfer zurück ins Hotel gefahren. In Portopetro haben wir einen Stopp eingelegt und etwas in einem Cafe getrunken und sind ein bisschen durch die paar vereinzelten Läden gebummelt. Und ich habe dort ein wunderschönes, reduziertes Seidenkleid für mich, Spielzeugautos für meinen Sohn und ein weiteres Kleid für meine Tochter gefunden und bin richtig happy über unsere "Erorberungen".

Und falls ihr einen Markt besucht: nehmt unbedingt ein paar mallorquinische Mandeln mit. Sie schmecken unglaublich intensiv und lecker - ganz ohne Zusatzstoffe oder extra geröstet. Ein Traum 😊. 



Übrigens hat mir die Reisetante vor Ort (die ja immer in den Hotels als Ansprechpartnerin da ist, ich will an dieser Stelle keinen Reiseveranstalter nennen) allen Ernstes den Ballermann empfohlen - auch mit Kindern! Abgesehen davon,  dass ich zwar noch nie dort war, es mich aber auch nicht dorthin zieht und sicher das auch kein Geheimtipp ist, kann ich mir was tolleres vorstellen als meinen Kindern zu zeigen, wie sich betrunkene Erwachsene (daneben) benehmen...aber das ist Geschmacksache. Ich brauche es nicht. Aber das hat mir mal wieder gezeigt, dass es auch mal ganz gut ist. Auf das eigene Bauchgefühl zu hren oder fernab der durchorganisierten Ausflüge etwas allein / auf eigene Faust zu unternehmen. Mallorca eignet sich hierfür ausgezeichnet - die Orientierung fällt (selbst mir) leicht und die Strassen sind allesamt sehr gut ausgebaut....

Also ihr merkt vielleicht meine Euphorie für diese wunderschöne Insel...vielleicht😂. 

Was hab ich im August gepostet...(ist gefühlt schon so lange her)...

🌡ich habe euch gezeigt, was ich im Nähkurs angefertigt habe
🌡ich habe euch meinen Standpunkt zum Thema älter werden geschrieben
🌡 und was zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit gepostet

Ich hatte auch noch einen post über meinen Wochenendtrip mit zwei Freundinnen ins Gebirge verfasst...ihn aber nicht online gestellt, weil er mir irgendwie nicht so recht gefallen hat...ganz im Gegensatz zu dem Trip an sich, der ein richtig toller Ferienauftakt für mich war und mir den Kopf mal wieder so richtig frei gemacht hat...

Was bringt der September (ausser hoffentlich noch sonnige schöne Spätsommertage)...?

Ehrlich gesagt habe ich noch keine Ahnung 😂.  Gibt es irgendein Thema, das ihr gut fändet? Wenn ja lasst es mich wissen 😊. Vielleicht nehme ich Euch mit auf meinen Trip nach Kopenhagen, wo ich Ende des Monats mit einer Freundin ein paar Tage verbringen werde...aber versprechen kann und will ich nichts (will ja niemanden enttäuschen)...

Ich würd sagen, wir lassen uns alle überraschen😂😂😂.

Bis dahin, liebe Grüße 
Natascha